Zwei Hunt-Elfer reichen nur für 2:2 gegen Fürth

Aaron Hunt präsentierte sich vom Punkt gewohnt sicher und erzielte am Samstag beide Bremer Tore.
SpVgg Greuther Fürth
Samstag, 16.03.2013 // 17:41 Uhr

Werder Bremen kam am 26. Spieltag nicht über ein 2:2 (0:0) gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth hinaus. Nach einer fast ereignislosen ersten Halbzeit nahm die Partie im zweiten Durchgang mit der Einwechselung von Aaron Hunt richtig Fahrt auf. Der Vize-Kapitän traf per Elfer prompt zur Führung (47.), doch Fürth schlug mit Fürstner (56.) und Petsos (62.) gleich zweimal zurück. Wenig später war es wieder Hunt, der vom Punkt den letzten Treffer der Begegnung erzielte (70.).

Werder Bremen kam am 26. Spieltag nicht über ein 2:2 (0:0) gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth hinaus. Nach einer fast ereignislosen ersten Halbzeit nahm die Partie im zweiten Durchgang mit der Einwechselung von Aaron Hunt richtig Fahrt auf. Der Vize-Kapitän traf per Elfer prompt zur Führung (47.), doch Fürth schlug mit Fürstner (56.) und Petsos (62.) gleich zweimal zurück. Wenig später war es wieder Hunt, der vom Punkt den letzten Treffer der Begegnung erzielte (70.).

Thomas Schaaf schickte bis auf eine Ausnahme die gleichen Elf wie in der Vorwoche auf den Rasen: Für den verletzten Clemens Fritz kehrte der zuletzt gesperrte Sokratis in die Anfangsformation zurück. Der griechische Nationalspieler ersetzte den Kapitän eins zu eins und bildete als Spielführer gemeinsam mit Tom Trybull die Doppelsechs.

Fürth in durchwachsener erster Hälfte gefährlicher

Viel Krampf, wenig Glanz. Die erste Hälfte war nichts für Fußball-Feinschmecker.

Die Grün-Weißen versuchten früh die Spielkontrolle zu übernehmen, fanden aber trotz deutlich mehr Ballbesitz kaum ein Mittel die überwiegend tief stehenden Fürther ernsthaft unter Druck zu setzen. Gefährlich wurden stattdessen die Gäste, die in der achten Minute beinahe aus dem Nichts in Führung gegangen wären. Gebre Selassie und Mielitz waren sich nach einem langen Ball uneinig, so dass Nehrig unverhofft ans Leder kam und das leere Tor nur um einen halben Meter verfehlte. Eine Minute später dann der nächste beinahe-Schock für die 39.786 Zuschauer im Weser-Stadion: Diesmal tauchte Fürstner plötzlich im Sechzehner auf, umspielte Mielitz, zielte aber ebenfalls knapp an der langen Ecke vorbei (9.).

Nach einem eher harmlosen Distanzschuss von Schmitz (15.) blieb eine Einzelaktion von De Bruyne Werders einzige wirklich gelungene Offensiv-Aktion im ersten Durchgang. Der Belgier tanzte sich bis in den Fürther Strafraum durch, versuchte es dann aber beinahe von der Grundlinie selbst und scheiterte an Keeper Grün (22.). Im weiteren Verlauf der äußerst ereignis- und tempoarmen ersten Halbzeit passierte nicht mehr viel. Petersen und Co. kamen allenfalls zu Halbchancen, während Schmidtgal auf der anderen Seite noch die beste Gelegenheit vor dem Seitenwechsel verpasste (31.).

Hunt kommt, wird gefoult und trifft

Kevin De Bruyne und Lukas Schmitz gratulieren Aaron Hunt zum Joker-Tor.

Folgerichtig reagierte Thomas Schaaf und brachte mit Arnautovic und Hunt zwei neue Kreativspieler, womit er ein gutes Händchen bewies: Hunt stand keine 40 Sekunden auf dem Platz, da holte der Mittelfeldmann nach einem in der ersten Halbzeit selten gesehenen Doppelpass und einem darauffolgenden Foul von Sobiech schon einen Elfmeter heraus. Der Eingewechselte trat selbst an und schob den Strafstoß lässig zum 1:0 über die Linie (47.).

Werder wirkte nun entschlossener auf dem Weg nach vorne, eröffnete den Gästen dafür aber auch mehr Räume. So wie in der 56. Minute, als Schmidtgal auf der linken Seite zu viel Platz hatte und mit einer Hereingabe den 1:1-Ausgleich durch Fürstner vorbereitete. Wenig später erwischte es die Bremer dann gleich noch einmal: Schiedsrichter Schmidt wollte ein Foul von Lukimya an Schmidtgal gesehen haben, so dass die Gäste einen diskutablen Freistoß aus rund 28 Metern Torentfernung zugesprochen bekamen, den Petsos dann allerdings sehenswert in der linken oberen Ecke zum 1:2 versenkte (62.).

Zweiter Elfer nach Foul an Pavlovic

Zum Haareraufen: Marko Arnautovic verpasste das 3:2 nur ganz knapp.

Die Bremer reagierten mit wütenden Angriffen und wurden dafür kurz nach Gelegenheiten von Petersen (65.) und Hunt (68.) mit dem 2:2 belohnt. Fürths Pekovic hatte Werders Pavlovic nach einem Eckball mit beiden Armen zu Boden gedrückt und es gab abermals Strafstoß für grün-weiß. Erneut verwandelte Hunt, der sich diesmal für die andere Ecke entschieden hatte (70.).

In der Folge entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der die Gastgeber nach wunderbar herausgespielten Aktionen gleich zweimal in Führung hätten gehen können. Doch Arnautovic scheiterte jeweils nach guter Vorarbeit von De Bruyne an Fürths Torwart Grün (74./78.). In den letzten zehn Minuten hatten dann auch die Gäste noch zweimal die Gelegenheit zum Dreier, aber Klaus (82.) und Sararer (85.) vergaben aus guter Position, so dass es beim 2:2-Unentschieden blieb.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE