Wieder 1:4 - in Frankfurt nichts zu holen

Bundesliga-Top-Torschütze Alex Meier traf im Topspiel des 16. Spieltags zum ersten Mal in seiner Karriere gegen Werder Bremen.
Bundesliga
Samstag, 08.12.2012 // 20:41 Uhr

Scheinbar dem Gesetz der Serie folgend hat Werder Bremen nach der 1:4-Niederlage gegen Leverkusen und dem 4:1-Sieg gegen Hoffenheim in Frankfurt mit dem gleichen Endergebnis verloren. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte, ging die Eintracht im zweiten Durchgang früh durch Meier in Führung (47.), ehe Petersen fast umgehend ausglich (54.). Danach machten es die Grün-Weißen den Gastgebern bei den Toren von Schwegler (62.) und Aigner (63.) zu leicht, ließen eigene Chancen fahrlässig liegen und kassierten zu allem Überfluss in der Schlussminute durch Inui den vierten Treffer.

Scheinbar dem Gesetz der Serie folgend hat Werder Bremen nach der 1:4-Niederlage gegen Leverkusen und dem 4:1-Sieg gegen Hoffenheim in Frankfurt mit dem gleichen Endergebnis verloren. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte, ging die Eintracht im zweiten Durchgang früh durch Meier in Führung (47.), ehe Petersen fast umgehend ausglich (54.). Danach machten es die Grün-Weißen den Gastgebern bei den Toren von Schwegler (62.) und Aigner (63.) zu leicht, ließen eigene Chancen fahrlässig liegen und kassierten zu allem Überfluss in der Schlussminute durch Inui den vierten Treffer.

Thomas Schaaf setzte weitgehend auf die gleiche Elf, die in Hoffenheim drei Punkte eingefahren hatte. Lediglich Aleksandar Ignjovski rutschte aus der Anfangsformation, da Zlatko Junuzovic seine Gelb-Sperre abgesessen hat und auf seine angestammte Position auf der Sechs zurückkehrte.

Wenige Highlights in der Anfangsphase

Clemens Fritz spielte für Aaron Hunt im offensiven Mittelfeld.

Für den weiterhin verletzten Aaron Hunt begann erneut Clemens Fritz. In einer ruhigen Anfangsphase, in der beide Teams sehr vorsichtig agierten, war es der Kapitän, der den ersten gelungenen Angriff der Partie einleitete. Nach Zuspiel von De Bruyne und einem temporeichen Solo bereitete Fritz für Petersen vor, dessen Abschluss Eintracht-Keeper Trapp aber im Nachfassen sicherte (6.).

Im Defensiv-Verhalten gaben sich in der Folge weder die Gastgeber, noch die Bremer irgendwelche Blöße, weshalb Torszenen die absolute Ausnahme bildeten. Die Heim-Mannschaft hatte Mitte der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel, wurde aber abgesehen von einem Distanzschuss von Alex Meier (12.) nicht gefährlich. Die Werderaner setzten bei weniger Ballbesitz auf schnelles Umschalten nach Ballgewinn. Brandgefährlich wurde es bei einem solchen Konter in der 30. Minute, doch Butscher verhinderte Bremens erste hundertprozentige Gelegenheit in letzter Sekunde.

Petersens erstes Tor zählt nicht

In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurde es etwas hektischer, so dass Schiedsrichter Aytekin durchgreifen musste und mehrere harte Fouls zu recht mit gelben Karten bestrafte. Doch auch fußballerisch ging nur mehr. Zunächst kam die Eintracht zweimal fast durch, aber Prödl verhinderte zwei gute Schusschancen, indem er die Versuche von Inui (34.) und Occean (35.) in höchster Not abblockte.

Auf der anderen Seite setzte auch Werder noch zwei Offensivakzente vor dem Seitenwechsel: Petersen erzielte nach einem De Bruyne-Freistoß sogar das vermeintliche 1:0, das aber wegen eines leichten Kontakts des Angreifers mit Trapp im Fünfmeterraum nicht gegeben wurde (37.). Zwei Minuten später machte es De Bruyne nach einem Solo über den halben Platz selbst und schob die Kugel aus halbrechter Position nur haarscharf am langen Pfosten vorbei (39.).

Torhagel im zweiten Durchgang

Stefan Aigner und Pirmin Schwegler entschieden die Partie innerhalb einer Minute.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts stimmte es in Werders Defensive mehrmals nicht. Weniger als 60 Sekunden nach Wiederanpfiff kam Inui in Folge eines Gebre Selassie-Ausrutschers zur Doppelchance, ehe Frankfurts Top-Torjäger Meier kurz darauf eine Oczipka-Flanke aus sechs Metern vollkommen unbedrängt zum 0:1 in die Maschen köpfte. Prödl sah bei der Aktion nicht gut aus, machte seinen Fehler aber im direkten Gegenzug bei einer Kopfballchance fast wieder gut (49.). Trapp, der den Ausgleich in dieser Situation gerade noch verhindern konnte, musste dafür fünf Minuten später hinter sich greifen: Petersen verwertete eine starke Arnautovic-Flanke von rechts per Kopf zum 1:1 (54.).

In einer inzwischen sehr ansehnlichen Partie mit Chancen auf beiden Seiten rettete Trapp spektakulär gegen De Bruyne (60.), bevor die Eintracht zwei Bremer Fehler binnen einer Minute eiskalt bestrafte. Zunächst konnte Schwegler aus rund 28 Metern unbedrängt abziehen und überwand Mielitz mit einem präzisen Distanzschuss (62.). Dann rutschte Schmitz im Fünfer aus, so dass Aigner eine Occean-Hereingabe mühelos zum 1:3 über die Linie drücken konnte (63.).

Bei Werder war der Wille zurückzukehren nicht zu übersehen, aber die Schaaf-Elf machte insgesamt zu viele Fehler und blieb im Abschluss zu oft zu unpräzise. So hätten De Bruyne (66.), Arnautovic (68.) und Gebre Selassie (73./88.) bei zum Teil ganz dicken Gelegenheiten den Anschlusstreffer markieren können. Stattdessen klingelte es in der 90. Minute noch einmal auf der Gegenseite: Nach einem Pass in die Tiefe schnappte sich Inui das Leder aus knapper Abseitsposition, umkurvte Mielitz und machte den nur in der Höhe schmeichelhaften Eintracht-Sieg mit seinem Treffer zum 1:4 endgültig perfekt.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE