De Bruyne schießt Werder zum Klassenerhalt

Den achten Saisontreffer von Kevin De Bruyne konnte Werder zwar nicht über die Zeit retten, zum vorzeitigen Klassenerhalt reichte das Tor des Belgiers am Ende aber dennoch.
Eintracht Frankfurt
Samstag, 11.05.2013 // 17:40 Uhr

Werder Bremen hat den Klassenerhalt durch ein 1:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt am 33. Spieltag vorzeitig unter Dach und Fach gebracht. Zwar konnten die Grün-Weißen De Bruynes Führungstreffer (22.) nicht über die Zeit retten, doch reichte ein Zähler, da alle direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ihr vorletztes Saisonspiel verloren haben.

Werder Bremen hat den Klassenerhalt durch ein 1:1 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt am 33. Spieltag vorzeitig unter Dach und Fach gebracht. Zwar konnten die Grün-Weißen De Bruynes Führungstreffer (22.) nicht über die Zeit retten, doch reichte ein Zähler, da alle direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ihr vorletztes Saisonspiel verloren haben.

Die gegenüber der Vorwoche unveränderte Bremer Mannschaft kam im ausverkauftem Weser-Stadion gut ins Spiel und bereits früh zu ersten Torgelegenheiten. So prüfte Kapitän Clemens Fritz beim ersten Werder-Angriff gleich Eintracht-Keeper Nikolov (2.), bevor Hunt (3.) und Petersen (4.) den Kasten knapp verfehlten. Von einem erneut fantastischen Publikum angetrieben, präsentierte sich die Schaaf-Elf im Defensiv-Verhalten sehr bissig und hatte auch im Offensiv-Spiel die Nase vorn.

Bargfrede bedient De Bruyne zum 1:0

So erlebte Werder-Chefcoach Thomas Schaaf die 22. Minute.

Und zehn Minuten nach einer weiteren guten Gelegenheit von Hunt, der den Ball aus 16 Metern mit vollem Risiko knapp übers Tor knallte (13.), belohnten sich die Werderaner endlich: De Bruyne verwertete ein Spitzenzuspiel von Bargfrede von halblinks zum umjubelten 1:0 für Grün-Weiß (22.)!

Mit dem Rückstand wachte die Eintracht dann allerdings auf, wurde immer zweikampfstärker und nahm das Heft in die Hand. Fast im direkten Gegenzug vergab Matmour die Gelegenheit zum Ausgleich bei einem Schlenzer von der Strafraumkante (23.). Bis zur Pause blieben die Gäste das agilere und auch gefährlichere Team, zum Abschluss kam die Mannschaft von Armin Veh dabei aber nur ganz selten, während es auf Bremer Seite Yildirim (29.) und De Bruyne (35.) immerhin mal aus der Distanz versuchten. Unmittelbar vor der Pause gab es dann aber doch noch eine Schrecksekunde für Werder: Russ kam nach einem starkem Spielzug am Fünfer völlig frei zum Kopfball, setzte das Leder aber knapp über die Latte (43.).

Frankfurt gleicht aus und gibt weiter Gas

Die Eintracht verlangte den Bremern (hier Felix Kroos) in einer umkämpften zweiten Hälfte alles ab.

Nach dem Pausentee schienen sich die Grün-Weißen wieder gefangen zu haben. Die Partie war für einige Minuten nicht nur ausgeglichen, Werder hatte zudem - wie schon im ersten Durchgang - die ersten Chancen (Prödl 46./Hunt 48.). Es dauerte allerdings keine sechs Minuten bis zum zu diesem Zeitpunkt unerwarteten Ausgleich. Matmour setzte sich aus stark abseitsverdächtiger Position durch und legte auf Lakic ab, der die Kugel zum 1:1 über die Linie bugsierte (51.).

Wie in der ersten Halbzeit erhöhte die Eintracht nach dem Tor wieder die Drehzahl und setzte die Bremer unter Dauerdruck. Inui kam innerhalb von fünf Minuten gleich dreimal zum Abschluss (53./56./58.), konnte Mielitz aber nicht überwinden. Nach einer knappen Stunde dann wieder ein Bremer Lebenszeichen: De Bruyne gibt den Ball nach starkem Solo von rechts auf Petersen, der aber per Direktabnahme an Nikolov scheitert (59.).

Der junge Özkan Yildirim im Duell mit Eintracht-Kapitän Sebastian Jung.

Mitte der zweiten Halbzeit häuften sich dann kurzzeitig die dicken Gelegenheiten. Erst verpasst Jung aus spitzem Winkel nach einem sehenswerten Spielzug das 1:2 (64.), ehe Petersen den Ball keine 60 Sekunden später ähnlich knapp am Tor vorbeischoss. Vorausgegangen war der letzten guten Torchance der Bremer ein Konter über De Bruyne und eine Vorarbeit von Yildirim (65.). Doch auch die Gäste kamen nach der Einwechslung des für mehr Stabilität sorgenden Zlatko Junuzovic in der letzten halben Stunde abgesehen von einem klaren Abseitstor (74.) nicht mehr zu wirklich gefährlichen Abschlüssen, so dass es am Ende bei der nicht unverdienten Punkteteilung blieb.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE