2:1! Werder ringt Düsseldorf nieder!

Abklatschen nach dem Ausgleichstreffer: Sokratis (l.) beglückwünscht Nils Petersen (M.) zu seinem Tor.
Bundesliga
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

In Bremen wird es einfach nicht langweilig. Über die gesamte Spielzeit war Werder gegen Fortuna Düsseldorf das bessere Team und doch stand es nach zehn Minuten 1:0 für die Gäste aus der Rheinmetropole.

In Bremen wird es einfach nicht langweilig. Über die gesamte Spielzeit war Werder gegen Fortuna Düsseldorf das bessere Team und doch stand es nach zehn Minuten 1:0 für die Gäste aus der Rheinmetropole. Jens Langeneke hatte einen Elfmeter sicher verwandelt. Werder blieb nach dem Rückstand dominant und kam kurz nach der Halbzeitpause zum hochverdienten Ausgleich durch Nils Petersen. Wenige Minuten vor dem Schlusspfiff setzte dann Kevin De Bruyne ein dickes Ausrufezeichen und sorgte mit seinem 2:1 per Direktabnahme für einen ganz wichtigen Drei-Punkte-Erfolg.

Endlich wieder Fußball in Bremen! Im Spiel Eins nach dem Weggang von Klaus Allofs empfing Werder Bremen den Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Für beide Teams sollte es ein richtungsweisendes Spiel werden. Das Team von Thomas Schaaf wollte mit einem Dreier unbedingt zurück ins obere Tabellenmittelfeld. Der Werder-Coach vertraute dabei der gleichen ersten Elf, die zuletzt gegen Schalke gut gespielt und dennoch verloren (1:2) hatte.

Schnell waren die Grün-Weißen im Spiel, zwangen die Fortuna tief in die eigene Hälfte und wirbelten mit Marko Arnautovic, Eljero Elia und Co. die Defensive der Gäste durcheinander. Eine richtige Torchance jedoch hatte Werder in der Anfangsphase nicht. In der neunten Minute dann verlor Kevin De Bruyne in der Offensivbewegung den Ball im Mittelfeld und lud die ganz in rot gekleideten Düsseldorfer zum Kontern ein. Plötzlich war Robbie Kruse auf der rechten Seite frei und einschussbereit, ehe Sokratis ungestüm klären wollte und den Angreifer im Bremer Strafraum rigoros von den Beinen holte. Schiedsrichter Peter Sippel zögerte keine Sekunde - Elfmeter für die Elf von Trainer Norbert Meier.

Frühe Führung: Fortuna trifft vom Punkt

Die entscheidende Szene beim 1:0 für Fortuna: Langeneke (l.) verwandelt sicher, Mielitz (M.) ohne Chance.

Fortunas sicherster Schütze, Jens Langeneke, trat an und schoss den Ball mittig in die Maschen, keine Chance für Werder-Keeper Sebastian Mielitz (10.). In der Folgezeit blieb Werder das bessere Team, hatte Chancen durch Nils Petersen (15./22.) und Elia (23.), doch die dickste Tormöglichkeit in dieser Phase gehörte Fortuna Düsseldorf: nach Vorlage von Kruse kam Axel Bellinghausen unmittelbar vor Mielitz an den Ball und wollte diesen überlupfen, Werders Nummer Eins vereitelte die Chance allerdings in Weltklassemanier (21.).

Das Spiel wurde emotionaler und hektischer. Viele kleine Reibereien und mehr oder weniger böse Fouls forderten ein gutes Auge von Peter Sippel und seinem Schiedsrichtergespann. Innerhalb von vier Minuten zückte der Unparteiische dreimal die Gelbe Karte (Arnautovic, Lukimya, Ilsö), allein die Gemüter beruhigte er damit nicht. Dann war Pause. Mit der ersten Halbzeit konnten die Bremer nicht zufrieden sein. Abgesehen von dem unnötigen Gegentreffer waren sie trotz 73 Prozent Ballbesitz und großer spielerischer Überlegenheit letztendlich nicht effektiv genug und passten sich mit zunehmender Spieldauer einer zerfahrenen Halbzeit an.

Petersen bringt Werder zurück ins Spiel

Elia (l.) und Junuzovic (r.) zeigten den Gästen aus Düsseldorf über die volle Spielzeit, wer Herr im Haus ist an der Weser.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Die Bremer drängten auf den Ausgleich und kamen tatsächlich schnell zum hochverdienten 1:1: Ausgangspunkt war Lukas Schmitz, der auf der linken Seite einem scheinbar ins Toraus kullernden Ball noch ganz stark erlief und super ins Zentrum flankte, wo Nils Petersen nur noch einnicken musste (51.). Aber noch einmal: mindestens die Hälfte dieses Tores ging auf das Konto von Schmitz, der unbändigen Einsatz zeigte und sich selbst mit einer tollen Vorarbeit belohnte.

Von Fortuna Düsseldorf kam daraufhin nicht mehr viel. In der 66. Minute sorge Sokratis für ein Raunen auf den Rängen, als er im vorderen Mittelfeld zum Solo ansetzte und den Ball gut in den Strafraum lupfte. Dort stand Arnautovic völlig frei und zog volley ab - allerdings landete sein Versuch über der Querlatte. Auch Elia (73.) blieb erfolglos vor Düsseldorf-Keeper Fabian Giefer. Zurückgeworfen wurden die Bremer Bemühungen durch eine Gelb-Rote Karte, sich Assani Lukimya in der 77. Minute einfing. Es war seine zweite Gelbe Karte für ein Foulspiel, das mit etwas mehr Fingerspitzengefühl nicht mit dem gelben Karton hätte bestraft werden müssen. Dennoch, Werder in der Schlussphase in Unterzahl.

Direktabnahme von De Bruyne

Machte ein starkes Spiel und erzielte das wichtige Tor in der Schlussphase: Kevin De Bruyne (M.).

Auf dem Platz machte sich kaum bemerkbar, dass Werder mit einem Mann weniger spielte. Der grün-weiße Sturmlauf ging weiter. Über Petersen und Aaron Hunt ergab sich aus dem Nichts die nächste Chance für Werder, Kevin De Bruyne bekam den Ball über die linke Seite im Strafraum und beförderte die Kugel per Direktabnahme in die Maschen - herausragend gemacht vom Belgier (82.). Damit hatte der SVW das Spiel gedreht. Was für ein verrückter Spielverlauf, aber wer hatte vorher eigentlich etwas anderes erwartet?

Beim 2:1 für Werder blieb es. Düsseldorf kämpfte aufopferungsvoll, brachte aber aus dem Spiel heraus nur wenig zustande. Die Bremer feiern ihren fünften Saisonsieg und klettern in der Tabelle auf Rang Sieben.

Von Cord Sauer

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE

 

 

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