Dortmund eiskalt! Werder verliert 0:5

So wird das gemacht: Mario Götze bejubelt seinen Treffer zum 2:0. Zlatko Junuzovic bleibt nur die Zuschauerrolle.
Bundesliga
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Neues Jahr, altes Leid. Auch im ersten Spiel des neuen Kalenderjahres geriet Werder Bremen - wie schon so oft in der abgelaufenen Hinrunde - früh in Rückstand.

Neues Jahr, altes Leid. Auch im ersten Spiel des neuen Kalenderjahres geriet Werder Bremen - wie schon so oft in der abgelaufenen Hinrunde - früh in Rückstand. Marco Reus traf für den BVB per direkt verwandeltem Freistoß in der neunten Minute und schockte die Grün-Weißen. Mario Götze legte wenig später nach und erhöhte auf 2:0. Und auch nach dem Seitenwechsel war für Werder wenig zu holen. Der BVB präsentierte sich im Stile einer Spitzenmannschaft und bot ein Höchstmaß an Effektivität. Santana, Lewandowski und Blaszczykowski machten letztendlich eine äußerst bittere 0:5 (0:2)-Pleite für die Bremer perfekt.

Hinrundenabschluss, Winterpause, Jahreswechsel und Trainingslager - alles Schnee von gestern. 32 Tage nach dem letzten Bundesligaspiel von Werder Bremen (1:1 gegen Nürnberg) empfingen die Grün-Weißen den deutschen Meister Borussia Dortmund zum Start der Rückrunde. Im Werder-Kader standen dabei gleich zwei Neulinge. Für Marko Arnautovic (Gelb-Sperre) und Niclas Füllkrug (Knieprobleme) rückten Neuzugang Mateo Pavlovic und Nachwuchstalent Özkan Yildirim ins Aufgebot. Bei der Borussia gab es ebenfalls interessante Personalien zu beobachten: in der Startelf ersetzte Felipe Santana den verletzten Neven Subotic, Kevin Großkreutz spielte für Jakub Blaszczykowski. Rückkehrer Nuri Sahin blieb zunächst ebenfalls nur die Reservistenrolle.

Das Spiel begann munter. Werder Bremen zeigte sich schnell präsent und engagiert, bot erfrischenden Offensivfußball. Eljero Elia hatte in dieser ersten Phase die beste Chance, prüfte mit einem Schuss BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller, der jedoch souverän parierte. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, da stand es 1:0 - allerdings für die Gäste in Schwarz-Gelb. Torschütze war Marco Reus, der Sebastian Mielitz mit einem direkt verwandelten Freistoß aus gut 20 Metern zentraler Position überwand und für die überraschende Führung sorgte (9.).

BVB wie entfesselt: Götze legt schnell nach

Überflieger Mario Götze erzielte schon im Hinspiel ein Tor. Im Rückspiel traf er zum zweiten Mal gegen Werder.

Ein Gegentor, an dem Werder zu knabbern hatte. Zwar gab sich die Schaaf-Elf größte Mühe, sich unbeeindruckt zu zeigen und weiter nach vorn zu spielen, doch viel wollte Nils Petersen und seinen Kollegen nicht gelingen. Ehe sich die Hausherren im Bremer Weser-Stadion wieder fangen konnten, legte die Elf von BVB-Trainer Jürgen Klopp nach: Kevin Großkreutz nutzte einen Konter über die linke Außenbahn und verlagerte die Kugel zentral auf den freistehenden Mario Götze. Der fackelte nicht lange und schloss den Angriff aus 18 Metern ab. Sein abgefälschter Schuss segelte in hohem Bogen an die Unterkante der Latte und fiel in die Maschen, 2:0 Dortmund! Schon im Hinspiel hatten Reus und Götze getroffen, diesmal allerdings schon nach 19 Minuten.

Auch nach einer guten halben Stunde bot sich den Zuschauern kein anderes Bild: Werder äußerst bemüht aber nicht effektiv genug, Dortmund derweil blieb zu jedem Zeitpunkt gefährlich, auch wenn sie nur vereinzelt Nadelstiche setzen konnten. Kurz vor der Halbzeitpause hatten die Bremer eine gute Freistoßmöglichkeit, doch Aaron Hunt hob den Ball in den Strafraum, wo weder Basti Prödl noch Petersen die angedachte Vorlage verwerten konnten (42.).

Maskenmann Santana nickt furchtlos ein

Während beim BVB nahezu alles funktionierte, lief bei Werder wenig zusammen. Auch Aaron Hunt war ratlos.

Nach 15 Minuten in der wohl temperierten Kabine ging es für beide Teams zurück in den Eisschrank Weser-Stadion. Werder wollte den schnellen Anschlusstreffer, bekam jedoch das schnelle 3:0. Nach einer Ecke stieg BVB-Verteidiger Santana, der nach einem Nasenbeinbruch mit einer Maske auflief, am höchsten und köpfte den Ball wuchtig ins Netz (48.). Beim Spielstand von 0:3 aus Bremer Sicht verhalf Thomas Schaaf dann einem Youngster zu seinem Debüt. Für Prödl kam Özkan Yildirim zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz und konnte in der 59. Spielminute eine dicke Chance von Petersen live auf dem Platz erleben. Petersens Kopfball wurde allerdings im letzten Moment von Weidenfeller entschärft und zur Ecke geklärt.

In der letzten halben Stunde plätscherte das Spiel nur noch vor sich hin. Der eingewechselte Alexandar Ignjovski versuchte es in der 78. Minute mit einem Torschuss aus der zweiten Reihe, doch der ungefährliche Ball war fast symbolisch für das Bremer Spiel an diesem 18. Spieltag. Robert Lewandowski schraubte den Spielstand neun Minuten vor Schluss noch in die Höhe, als er nach kurzzeitigem Strafraumgewusel im Hintergrund davonschlich und auf eine perfekte Hereingabe wartete. Diese Hereingabe kam und der polnische Goalgetter musste nur noch einschieben (81.). Ein weiterer Höhepunkt aus Sicht der Borussen war die Einwechslung von Nuri Sahin (84.), ehe der eingewechselte Jakub Blaszczykowski ein weiteres Tor erzielte. In der 85. Minute ließ er nach Piszczek-Vorlage zwei Bremer aussteigen und besiegelte Werders höchste Saisonniederlage. Für die Schaaf-Elf ist das 0:5 ist ein bitterer Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze. Aber schon einer Woche gibt es beim HSV Gelegenheit zur Wiedergutmachung! Anpfiff in Hamburg ist am Sonntag, den 27.1.2013 um 15:30 Uhr.

Von Cord Sauer

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE