Schaaf und Allofs zur Torkamera: "Richtige Entscheidung"

Haben am Freitag die Entscheidung der FIFA zur Torkamera begrüßt: Thomas Schaaf und Klaus Allofs.
Profis
Freitag, 06.07.2012 // 13:52 Uhr

Thomas Schaaf und Klaus Allofs haben die Entscheidung der FIFA für die Torkamera begrüßt. "Für mich ist das die richtige Entscheidung", sagte Werders Geschäftsführer am Freitag...

Thomas Schaaf und Klaus Allofs haben die Entscheidung der FIFA für die Torkamera begrüßt. "Für mich ist das die richtige Entscheidung", sagte Werders Geschäftsführer am Freitag, "wir haben bei der EM gesehen, dass das Spiel häufig zu schnell ist, um mit bloßem Auge entscheiden zu können. Wenn technische Mittel vorhanden sind, kann man sie auch nutzen." Cheftrainer Thomas Schaaf ist ähnlicher Meinung: "Ich halte die Torkamera für sinnvoll. Sie macht es leichter, schwierige Entscheidungen zu treffen", sagte der Coach der Grün-Weißen.

Die Einführung der neuen Technik heißt für Allofs aber nicht, dass die Partien vollkommen von technischen Hilfsmitteln bestimmt werden sollten: "Es sollte definitiv nicht jede einzelne Spielszene analysiert werden, aber die Torkamera wird sicherlich nicht so häufig gebraucht, dass das Spiel dadurch ständig unterbrochen wird. Von daher sehe ich das nur positiv."

Werder-Stürmer Nils Petersen hat die Entscheidung "Pro Technik" eher gelassen aufgenommen. "Ich glaube, dass die Schiedsrichter am meisten aufatmen werden, weil sie dadurch etwas entlastet werden. Ich kann gegen diese Entscheidung nichts sagen, aber mich haben die Diskussionen und die eine oder andere Fehlentscheidung nicht gestört. Das belebt doch auch den Fußball, das gehört auch dazu. Ich bin aber sicher, dass es das auch mit dieser Technik noch genug Aufreger geben wird."

Das FIFA-Regelkommitee gab am Donnerstag grünes Licht für die Torkamera. Auf der Sitzung des International Football Association Board (IFAB) unter der Leitung des FIFA-Präsidenten Joseph Blatter in Zürich, wurde entschieden, dass in Zukunft eine Kamera aufzeichnet, ob der Ball in vollem Umfang hinter der Torlinie ist und so ein regulärer Treffer erzielt wurde.

Die FIFA plant den Einsatz der Kamera zunächst bei der Club-WM im Dezember in Japan, beim Confederations Cup 2013 und der WM 2014 in Brasilien. Wann die neue Technik auch in der Bundesliga einzieht, ist noch nicht bekannt. Wenn es soweit ist, muss jeder Verein nach Schätzungen zwischen 100.000 und 300.000 Euro für die Installation der neuen Technik zahlen. Eine sinnvolle Investition, meint Allofs: "Das Thema Torkamera ist ja nicht ganz neu. Da gibt es sicherlich verschiedene finanzielle Modelle, um das zu bezahlen. Da muss man aber ganz klar den Kosten - Nutzen Faktor berücksichtigen. Für ein solch wichtiges und unter Umständen spielentscheidendes Hilfsmittel ist der finanzielle Aufwand relativ gering."

von Ronja Bomhoff und Michael Rudolph