Pavlovic: Debüt vergessen machen, Chance nutzen

Energisch, körperlich und einsatzfreudig: Mateo Pavlovic im Zweikampf mit Nils Petersen.
Profis
Donnerstag, 07.03.2013 // 17:38 Uhr

Seinen Start in die Bundesliga hatte sich Mateo Pavlovic sicher anders vorgestellt. In München musste der Kroate beim Stand von 0:2 und nach der Roten Karte gegen Sebastian Prödl ins ...

Seinen Start in die Bundesliga hatte sich Mateo Pavlovic sicher anders vorgestellt. In München musste der Kroate beim Stand von 0:2 und nach der Roten Karte gegen Sebastian Prödl ins kalte Bundesliga-Wasser springen, am Ende unterlag Werder mit 1:6 beim Rekordmeister. "Ich war glücklich, dass ich mein Debüt geben konnte, aber das Resultat war eine Katastrophe", blickt Pavlovic zurück.

Gegen Borussia Mönchengladbach muss Cheftrainer Thomas Schaaf auf das gesperrte Innenverteidiger-Duo Sebastian Prödl und Sokratis verzichten, Pavlovic winkt die erste Startelf-Nominierung im Werder-Dress. Kein allzu großen Gedanken sollte er dabei an sein Debüt verschwenden. „Ich denke, für ihn hatte dieses Spiel überhaupt keine weiteren Auswirkungen. Er muss sich am wenigsten irgendwelche Gedanken machen", findet der Werder-Coach. „Natürlich ist es für einen jungen Spieler einfacher in eine Mannschaft hineinzuwachsen, wenn alles super läuft. Man hat in München gesehen, dass es schwierig ist, in solchen Situationen reinzukommen", so Schaaf weiter.

Seit gut zwei Monaten lebt der Winterneuzugang in der Hansestadt. Nicht nur im Training hat er von Anfang an versucht sich zu integrieren, auch das Lernen der deutschen Sprache stand vom ersten Tag an ganz oben auf seiner Prioritätenliste. „Als erstes habe ich natürlich die ganzen Fußballbegriffe gelernt", erklärt der Kroate - auf deutsch. Jetzt könne er auch schon ein bisschen mit den Teamkollegen reden oder eben zwei, drei Fragen im Interview beantworten. Falls es auf deutsch mal nicht weiter geht, sind noch Aleksandar Ignjovski und Marko Arnautovic da, mit denen er sich problemlos verständigen kann. "Serbisch und Kroatisch sind fast ein- und dieselbe Sprache", erklärt er.

Die Kommandos vom Trainer gibt es auf deutsch, Kommunikationsschwierigkeiten gibt es dabei keine. „Mateo ist seinen Aufgaben sehr konzentriert nachgegangen und hat sehr schnell versucht, sich einzubringen. Seine Qualitäten wie Schnelligkeit, Ausdauer, Einsatzfreude, sein gutes Kopfballspiel und Zweikampfverhalten gut einbringen", lobte Schaaf den 22-Jährigen. Er sei daher definitiv ein Kandidat für die Startformation am kommenden Spieltag. „Wir wünschen uns, dass er seine Trainingsleistungen jetzt auch im Spiel abrufen kann und haben Vertrauen in ihn."

Pavlovic selbst sieht in der Nominierung eine Möglichkeit, sich auszuzeichnen und für weitere Einsätze zu empfehlen. „Für mich wäre das eine große Chance. Ich habe alles gegeben, um so weit zu kommen und bin bereit. Jetzt müssen wir gucken", sagt der Innenverteidiger, der erst einmal in einer grün-weißen Anfangself stand.

So überzeugte der 1,96 Meter-Hüne an der Seite von Assani Lukimya, der wohl auch gegen Gladbach sein Partner in der Innenverteidigung sein wird, im Finale des Tuttur-Cups. Hinterher heimste der Kroate kräftiges Lob von Teamkollegen und Trainern ein. „Er hat ein sehr solides Debüt abgeliefert und kann zufrieden sein", äußerte sich Schaaf damals, doch zufrieden gab und gibt sich Pavlovic noch lange nicht. Im Training war weiterhin Vollgas angesagt, am Samstag könnte er dafür die Lorbeeren ernten. Zufrieden geben wird sich der 22-Jährige allein mit der Startelf-Nominierung aber ganz sicher nicht.

Von Yannik Cischinsky