Länderspielpause nach Niederlage "sehr ungünstig"

Sebastian Prödl und Sokratis sind zwei von 14 Werder-Profis, die in den kommenden Tagen bei ihren Nationalmannschaften sein werden.
Profis
Samstag, 06.10.2012 // 11:52 Uhr

Die 1:3-Niederlage vom Vorabend lag den Grün-Weißen auch am Samstagmorgen noch schwer im Magen. Wie sollte es auch anders sein, zu viele Dinge gab es anzumerken, die in der SGL Arena in Augsburg nicht zur Zufriedenheit der Werderaner verliefen. "Mir gehen nach solchen Spielen immer viele Situationen durch den Kopf, ich habe deshalb sehr schlecht geschlafen. Die Enttäuschung ist riesig", gestand Clemens Fritz. Unzufriedenheit äußerte Klaus Allofs noch am Freitagabend: „Wir sind nach Augsburg gefahren, um drei Punkte zu holen, aber wir waren nie in der Nähe dieser Möglichkeit. In der Bundesliga kann man nur Spiele gewinnen, wenn man sich total konzentriert und bereit ist, alles zu geben. Von beidem war bei uns gar nichts da", konstatierte der Geschäftsführer stellte fest: „Wir sind so weit unter unseren Möglichkeiten geblieben, das hätte ich nie für möglich gehalten. Deshalb sind wir über alles enttäuscht, was wir von der ersten bis zu letzten Minute gesehen haben", so der Geschäftsführer weiter.

Angesichts dieses Auftritts und der 1:3-Niederlage kommt die nun anstehende Länderspielpause, in der 14 Werderaner mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs sein werden (siehe Meldung), für alle Grün-Weißen reichlich ungelegen. "Am liebsten würde ich alle Spieler einpacken und auch erst einmal nicht mehr rauslassen. So wie wir gespielt haben, können wir das nicht akzeptieren“, macht Klaus Allofs deutlich. 

Zu viel gibt es aufzuarbeiten, zu viel zu besprechen nach dieser Niederlage. „Es ist immer ungünstig vor einer Länderspielpause zu verlieren. Normalerweise werden nach so einem Spiel gemeinsam die Fehler des Spiels analysiert und aufgearbeitet. Das ist jetzt nicht möglich, aber wir werden trotzdem den Hebel da ansetzen“, weiß auch Clemens Fritz. „Jetzt kommt die Länderspielpause, in der wieder viele Spieler unterwegs sind und auf andere Gedanken kommen. Wir werden in der Zeit in Bremen alles geben, um die Köpfe wieder frei zu bekommen für die nächsten Aufgaben“, zeigt Sebastian Mielitz die positiven Seiten der Pause auf.

Auf die Chance zur Wiedergutmachung müssen die Spieler von Cheftrainer Thomas Schaaf zwei Wochen warten, ehe es in der Liga mit dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach weitergeht. Die Aufarbeitung der Fehler in Augsburg beginnt jedoch sofort. "Es werden jetzt einige Spieler fehlen, aber das ist keine neue Situation für uns. Mit denen, die anwesend sind, werden wir die Fehler genau analysieren und aufarbeiten. Wenn die Nationalspieler dann wieder dazu stoßen, müssen wir uns ranhalten und werden die Analyse mit denen nachholen", so Cheftrainer Thmas Schaaf. Aaron Hunt gibt die Richtung vor: „Jetzt ist zwar erst einmal die Länderspielpause, aber danach müssen wir das Heimspiel gewinnen."  

 

Von Dominik Kupilas