Werders ''Ösi-Trio'' stark gegen die DFB-Auswahl

Zlatko Junuzovic traf bei der 1:2-Niederlage der ÖFB-Auswahl nach Vorbereitung von Marko Arnautovic.
Profis
Dienstag, 11.09.2012 // 23:00 Uhr

Beim Länderspielklassiker Deutschland gegen Österreich haben die drei "Werder-Ösis" eine starke Leistung geboten. Zlatko Junuzovic traf nach Vorbereitung von Teamkollege Marko Arnautovic sogar zum 1:2-Endstand. Der Werder-Stürmer hatte kurz vor Ende der Partie ...

Beim Länderspielklassiker Deutschland gegen Österreich haben die drei "Werder-Ösis" eine starke Leistung geboten. Zlatko Junuzovic traf nach Vorbereitung von Teamkollege Marko Arnautovic sogar zum 1:2-Endstand. Der Werder-Stürmer hatte kurz vor Ende der Partie zudem noch die große Chance, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Er spielte wie Junuzovic und auch der dritte Österreicher aus dem Werder-Kader, Sebastian Prödl, die gesamten 90 Minuten.  

Im mit 47.000 Zuschauern ausverkauften Ernst-Happel-Stadion erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nach einem Fehlpass von Mats Hummels lief Martin Harnik in der vierten Minute allein auf das Tor von Manuel Neuer zu, doch Holger Badstuber konnte im letzten Moment noch klären. Auf der Gegenseite setzte Thomas Müller (10.) das erste Ausrufezeichen, doch der Flügelspieler des FC Bayern München scheiterte an Robert Almer im österreichischen Tor.

Fast im direkten Gegenzug war es erneut Harnik (12.), der aus 16 Metern abzog und das Tor nur knapp verfehlte. Die Österreicher setzten die deutsche Mannschaft mit gutem Pressing weiter unter Druck und störten bereits im Spielaufbau. Erst nach einer Viertelstunde konnten die Gäste sich etwas befreien. Wiederum war es Müller (19.), der nach einem Freistoß von Mesut Özil per Kopf den Abschluss suchte.

Bei den Österreichern war es ein ums andere Mal der für den VfB Stuttgart in der Bundesliga spielende Harnik, der für Wirbel in der Defensive des dreimaligen Weltmeisters sorgte. In der 30. Minute probierte es Harnik erneut, doch sein Distanzschuss brachte keine ernsthafte Gefahr. Kurz vor der Halbzeitpause kamen die Gastgeber zu ihrer nächsten Möglichkeit, als Andreas Ivanschitz (40.) den Ball am Tor vorbei zirkelte.

Als sich alles schon auf ein torloses Unentschieden zur Pause eingestellt hatten, nutzte Miroslav Klose eine Unaufmerksamkeit in der Defensive Österreichs. Mit einem Pass in die Schnittstelle der Abwehr setzte der Italien-Legionär von Lazio Rom Marco Reus in Szene und der Dortmunder spielte seine Schnelligkeit aus und brachte die DFB-Elf in der 44. Minute mit einem trockenen Rechtsschuss in Führung.

Löw wechselte zu Beginn der zweiten Halbzeit Mario Götze für den angeschlagenen Torschützen Reus ein. Deutschland gelang es mit Beginn des zweiten Durchgangs mehr Ruhe in die Begegnung zu bringen. Der erste sehenswerte Angriff nach dem Seitenwechsel führte sogleich zum 2:0. Müller wurde im Strafraum von Veli Kavlak zu Fall gebracht und Schiedsrichter Björn Kuipers aus den Niederlanden entschied folgerichtig auf Foulelfmeter, den Mesut Özil sicher verwandelte (52.).

Trotz des Zwei-Tore-Rückstandes steckte Österreich nicht auf. Marco Arnautovic setzte sich mit einem Sololauf auf der rechten Seite gegen Marcel Schmelzer durch und in der Mitte verwertete sein Bremer Mannschaftskollege Zlatko Junuzovic die scharf gespielte Hereingabe zum Anschlusstreffer in der 57. Minute.

Vom 1:2 beflügelt erhöhten die Gastgeber wieder das Tempo. Insbesondere Arnautovic strahlte über die rechte Seite mit seinen schnellen Antritten und Flanken immer wieder Gefahr aus. Deutschland gelangen in den Minuten nach dem Gegentor nur wenige Offensivaktionen.

Die deutsche Mannschaft bemühte sich in der letzten Viertelstunde um Spiel- und Ballkontrolle, ließ durch einige Unsicherheiten den Gegner aber immer wieder in Richtung Strafraum kommen. Eine klare Gelegenheit zum Ausgleichstreffer erarbeiteten sich die Österreicher allerdings zunächst nicht. Eine richtig gute gab es dann aber doch noch. In der 87. Minute verpasste Arnautovic nach einer Flanke von der linken Seite freistehend die große Chance zum 2:2.

Quelle: www.dfb.de