Kein ''vergessener Fan'' in Belek

Wegen eines Unfalls während des Trainingslagers in Belek muss ein Werder-Fan immer noch stationär in der Türkei behandelt werden.
Profis
Dienstag, 12.02.2013 // 17:19 Uhr

Der SV Werder Bremen weist Berichte zurück, nach denen ein verunglückter „Werder-Fan in der Türkei vergessen" in der Klinik liegen würde. Die Grün-Weißen bestätigten, ...

Der SV Werder Bremen weist Berichte zurück, nach denen ein verunglückter „Werder-Fan in der Türkei vergessen" in der Klinik liegen würde. Die Grün-Weißen bestätigten, dass der Anhänger Holger D., der sich im Januar mit seinem privaten Freundeskreis in Belek aufhielt, nach einem Unfall in seinem Hotel dort immer noch stationär behandelt wird.

„Wir sind jedoch seit dem ersten Tag über den Vorgang informiert und halten regelmäßigen Kontakt zu Mitgliedern dieser Reisegruppe. Vor acht Tagen ist dann bei uns die Bitte um finanzielle Unterstützung eingetroffen, für den Fall, dass für die Heimreise ein Spezialtransport erforderlich sein wird. Über die ärztliche Zustimmung zu einem solchen Transport liegen jedoch keine Informationen vor", so Werders Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer, der bereits letzte Woche Unterstützung für den Fall zusagte, sofern dieser Spezialtransport möglich und erforderlich wird.

Fischer wies zudem auf die schwierigen Rahmenbedingungen hin. „Es gibt keine nahen Angehörigen, von denen wir verlässliche Informationen erhalten können. Zudem liegt in diesem Fall keine Schweigepflicht-Entbindungserklärung des Patienten vor, sodass Dritte, wie Werder Bremen oder auch andere Spender, keine verlässlichen Infos über den Gesundheitszustand bekommen. Wir bemühen uns jedoch, eine solche Erklärung in Belek einzuholen."

Frank Sander, ein Mitglied der Fangruppe, die mit Holger D. den Türkei-Urlaub in Belek verbracht hatte, bedankte sich bereits für die Bemühungen der Grün-Weißen. Er sagte: „Werder war vom ersten Tag an für uns da und hat immer wieder angeboten, Holger zu unterstützen. Deswegen haben wir uns vor einer Woche auch mit unserer Bitte an den Verein gewandt."