Noch vier Stunden bis zum Anpfiff - Countdown-Interview mit "Juno"

Ob die Werderaner Zlatko Junuzovic und Marko Arnautovic am heutigen Dienstagabend auch jubeln werden, wird die Partie gegen die DFB-Elf zeigen.
Profis
Dienstag, 11.09.2012 // 16:19 Uhr

In weniger als vier Stunden trifft die deutsche Nationalelf im Wiener Prater auf Österreich. Anders als noch vor einigen Jahren wird der grün-weiße Fokus an der Weser dabei nicht auf die DFB-Elf gerichtet, ...

In weniger als vier Stunden trifft die deutsche Nationalelf im Wiener Prater auf Österreich. Anders als noch vor einigen Jahren wird der grün-weiße Fokus an der Weser dabei nicht auf die DFB-Elf gerichtet sein, sondern auf das Team der Alpenrepublik. So werden die Werderaner Marko Arnautovic, Sebastian Prödl sowie Zlatko Junuzovic aller Voraussicht nach in der Startformation stehen. Das Team von WERDER.DE hat "Juno" kurzerhand noch an die Strippe bekommen, um die letzten Informationen aus dem Werder-Ösi zu diesem 38. Nachbarschaftsduell herauslocken zu können.

Hallo Juno, wo erreichen wir dich gerade?

Zlatko Junuzovic: „Ich befinde mich gerade auf meinem Hotelzimmer. Die Vorbereitungen auf das Spiel am Abend sind in vollem Gange. Ich versuche noch ein bisschen zu regenerieren und abzuschalten. Später fahren wir dann Richtung Stadion. Dann geht auch die Extra-Motivation mit der Musik los."

Ist es die Extra-Motivation für ein ganz besonderes Spiel?

Zlatko Junuzovic: „Grundsätzlich freue ich mich auf jedes Spiel. Aber diese Partie hat schon einen besonderen Charakter. Es ist seit Tagen das Thema Nummer eins. Jeder redet nur noch über dieses Spiel. In Österreich ist es das Spiel des Jahres. Deutschland ist eine große Nation. Für uns ist es das Bruderduell. Das ist für alle Österreicher etwas ganz Besonderes."

Besteht dabei eventuell die Gefahr, dass ihr zu viel wollt und zu motiviert in das Match geht?

Zlatko Junuzovic: „Natürlich sollten wir trotz des ganzen ‚Rummels' einen kühlen Kopf bewahren und in das Spiel gehen, wie in jedes andere auch. Wir müssen dabei höchstkonzentriert sein. Es kann immer alles passieren, direkt von der ersten Sekunde an. Wir werden eine riesige Stimmung haben im Stadion. Wenn wir dieses Spiel voll engagiert angehen, können wir die Deutschen gleich unter Druck setzen."

Du sagst selbst, dass es für die ganze Nation das Spiel des Jahres ist. In Deutschland ist der Hype um dieses Match nicht ganz so groß. Stört dich das?

Zlatko Junuzovic: „Mir ist es egal, was die Deutschen über dieses Spiel denken. Wir müssen gut auftreten, nur auf uns schauen und unser Spiel machen. Das allein ist entscheidend."

Ist es für euch ein Vorteil, dass ihr in der Nationalmannschaft einen Werder-Block stellen könnt?

Zlatko Junuzovic: „Für uns ist das natürlich wichtig. Vor allem, dass wir im Verein und in der Nationalmannschaft auch tatsächlich spielen. Davon profitieren beide Parteien. Wir müssen unsere Leistungen aber auch bringen, das wissen wir. Abschalten und feiern lassen können wir uns nicht. Wir müssen immer konzentriert auftreten. Das werden wir aber auch machen."

Seid ihr ‚Bremer' auch außerhalb des Platzes am meisten zusammen?

Zlatko Junuzovic: „Nein, das ist komplett gemischt. Wir kennen uns hier ja alle sehr gut, haben teilweise schon jahrelang zusammen gespielt. Das Klima in der Mannschaft ist toll. Da kann jeder mit jedem. Das ist aber auch gut so, weil es auch wichtig für das Spiel ist."

Dein Werder-Kollege Marko Arnautovic sprach in einem Interview davon, den Deutschen wehtun zu wollen. Wie siehst du das?

Zlatko Junuzovic: „Natürlich wollen wir den Deutschen wehtun. Das ist doch ganz klar."

Wie wollt ihr das konkret anstellen?

Zlatko Junuzovic:„Wir wollen Tore schießen. Wenn wir ein Tor erzielen und keinen Treffer kassieren, dann reicht das schon."

Und den entscheidenden Treffer erzielst du?

Zlatko Junuzovic: „Das ist mir ‚wurscht'. Die Hauptsache ist, dass wir was aus diesem Spiel mitnehmen. Denn jedes Spiel ist eine neue Chance, und die wollen wir nutzen."

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen euch alles Gute und bleibt vor allem gesund! 

 

Das Interview führte Timo Volkmann