Pokal-Generalprobe gegen Olympiakos Piräus

Werder traf bereits in der Gruppenphase der Champions League 2007/2008 auf den griechischen Rekordmeister.
Olympiakos Piräus
Montag, 25.07.2011 // 13:30 Uhr

Fünf Tage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison testet Werder am Dienstagabend, 26.07.2011, um 19 Uhr, im MEP-Stadion in Meppen gegen Olympiakos Piräus. Der griechische Spitzenklub sicherte sich in ...

Fünf Tage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison testet Werder am Dienstagabend, 26.07.2011, um 19 Uhr, in Meppen gegen Olympiakos Piräus. Der griechische Spitzenklub sicherte sich in der abgelaufenen Spielzeit zum 38. Mal die Meisterschaft und holte sich damit den 13. Titel in den letzten 15 Jahren. Für die Mannschaft um Trainer Thomas Schaaf ist das Match somit ein richtiger Testspiel-Kracher.

Dabei haben die Werderaner bislang keine guten Erinnerungen an den griechischen Rekordmeister. So trafen sich beide Teams in der Gruppenphase der Champions League 2007/2008. Im heimischen Weser-Stadion unterlagen die Grün-Weißen trotz Führung mit 1:3, ehe in Piräus eine 0:3-Niederlage folgte, wodurch die Bremer als Drittplatzierte in den damaligen UEFA-Cup einzogen. WERDER.DE stellt den Verein aus der griechischen Hafenstadt im Folgenden vor.

Der Verein:

Olympiakos Piräus ist ein griechischer Sportverein mit Sitz in Piräus. Er wurde 1925 gegründet und ist auch unter dem Namen O. S. F. P. - Olympiakos Syndesmos Filathlon Peiraios (Olympische Vereinigung der Sportfreunde von Piräus) - bekannt. Im Verein sind 15 erfolgreiche Sportabteilungen beheimatet. Europäische Titel wurden u. a. im Basketball, Volleyball und Wasserball gewonnen. Der Fußballverein Olympiakos S. F. P. ist der erfolgreichste Verein in Griechenland. Der Klub heimste neben 38 Meisterschaften und 24 griechischen Pokalsiegen auch drei Mal den Supercup ein. Den größten Erfolg auf internationaler Bühne feierte Olympiakos 1998/99 mit dem Viertelfinal-Einzug in die Königsklasse, wo Piräus gegen Juventus Turin (1:2, 1:1) ausschied. Die Vereinsfarben sind rot-weiß.

Hat keine guten Erinnerungen an die Griechen: Markus Rosenberg unterlag mit Werder Bremen in der Königsklasse mit 1:3 und 0:3.

Die Vergangenheit:

Die erste griechische Fußballmeisterschaft wurde in der Saison 1927/28 ohne Olympiakos Piräus ausgetragen. Bereits in der dritten Spielzeit fuhr Piräus seinen ersten Meisterschaftstitel ein. Sieben Meisterschaften und sieben Pokalsiege verhalfen den Griechen in den 50er Jahren zu mehr nationaler Popularität. Piräus war die erste griechische Fußballmannschaft, die an einem europäischen Wettbewerb teilnahm. So qualifizierte sich Olympiakos 1959 für den Europapokal der Landesmeister. Es folgten weitere Titel, bevor der Verein in der „steinernen Jahren" seine schwerste Zeit erlebte. Ende der 80er Jahre führte der Unternehmer Georgios Koskotas den Verein an den Rand des finanziellen Bankrotts. Die Situation verbesserte sich erst, als 1993 Sokrates Kokkalis neuer Präsident wurde. Mit einem Entschuldungsplan begann der systematische Wiederaufbau einer schlagkräftigen Mannschaft. Ab 1997 zahlte sich dieses Wirtschaften aus und es kam zu einer absoluten Dominanz. Der größte Konkurrent der Griechen Panathinaikos Athen konnte Piräus lediglich in den Jahren 2004 und 2010 im Kampf um die Meisterschaft auf die Plätze verweisen.

Die Gegenwart und der Kader:

Der griechische Serienmeister ist mit vielen griechischen und internationalen Nationalspielern gespickt. So hat Piräus mit dem schwedischen Abwehrspieler Olof Mellberg sowie dem Dänen Dennis Rommedahl (spielte u.a. für Eindhoven und Ajax Amsterdam) international bekannte Akteure in seinen Reihen. Aus der 1. bzw. 2. Bundesliga können Fußballexperten auch mit den Namen Marko Pantelic (ehemals Hertha BSC Berlin) und José Holebas (früher TSV 1860 München) etwas anfangen, die momentan in der griechischen Hafenstadt aktiv sind. Das wohl größte Olympiakos-Talent ist Giannis Fetfatzidis. Der 20 Jahre alte und nur 1,65-Meter große Offensivspieler stammt aus der eigenen Jugend und soll in den kommenden Jahren die tragende Säule im Spiel der Griechen bilden.

Schaltete Werder mit Espanyol Barcelona im UEFA-Cup-Halbfinale 2006/2007 aus: Ernesto Valverde.

Der Trainer:

Olympiakos Piräus wird aktuell von Ernesto Valverde gecoacht. Der Spanier war bereits ab Juni 2008 für ein Jahr Trainer des griechischen Rekordmeisters. Dann wechselte Valverde in sein Geburtsland zum spanischen Erstligisten FC Villarreal, wo er allerdings am 20. Spieltag der Saison 2009/10 nach dem 0:2 zu Hause gegen CA Osasuna entlassen wurde. Daraufhin kehrte der 47-Jährige zu Olympiakos zurück und ersetzte dort ausgerechnet den deutschen Coach Ewald Lienen nach dessen Ausscheiden mit der Mannschaft bei der Qualifikation zur Europa League 2010/11.

Seinen größten Erfolg im internationalen Geschäft feierte der Übungsleiter 2006 mit Espanyol Barcelona. Zum Leidtragen des SV Werder schaffte Valverde mit zwei Siegen im Halbfinale des UEFA-Cups 2006/2007 gegen die Grün-Weißen den Einzug in das Finale, wo er mit seinem Team aber mit 3:6 n.E. am FC Sevilla scheiterte.

Das Stadion:

Die heutige MEP-Arena, die an der Lathener Straße im Meppener Stadtteil Neustadt gelegen ist, wurde im Jahr 1924 eingeweiht und 1927 mit dem Zusatz Hindenburg-Stadion versehen. Anfang der 90er Jahre erfolgte die Umbenennung in „Emslandstadion". Gleichzeitig wurde das Stadion in eine reine Fußballstätte mit 4600 überdachten Sitzplätzen und einer neuen Haupttribüne umgebaut.

Derzeit bietet das 2005 vivaris Arena Emsland und 2011 MEP-Arena, nach dem Sponsor der Meppener-Einkaufs-Passage, benannte Stadion 15.600 Zuschauern Platz. Eine 1996 in Betrieb genommene moderne Flutlichtanlage erlaubt die fernsehgerechte Austragung internationaler Pflichtspiele.

Die Eintrittskarten sind im Vorverkauf zum Preis zwischen 7 und 25 Euro erhältlich. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Karten sind noch unter anderem in der SVM-Geschäftsstelle und der Tourist-Information Meppen erhältlich.

Übertragung:

Das Testspiel wird in der MEP-Arena in Meppen ausgetragen. Wer es nicht vor Ort nach Emsland schafft, um dem Spiel beizuwohnen, der ist bei WERDER.TV bestens aufgehoben. Der Vereinssender von Werder Bremen überträgt das Testmatch über die vollen 90 Minuten live. WERDER.DE wird wie gewohnt einen Live-Ticker, der auch mit dem Handy unter mobil.werder.de abgerufen werden kann, von der Partie anbieten, um alle Werder-Fans immer auf dem neuesten Stand zu halten. Ab 18.45 Uhr meldet sich das WERDER.DE-Team aus Meppen.

von Timo Volkmann