Lob, gute Laune und positive Nachrichten

Am Abend lob vom Trainer, am Morgen auf dem Trainingsplatz, am Mittag in der Presserunde: Lukas Schmitz.
Profis
Mittwoch, 20.07.2011 // 17:11 Uhr

Insgesamt war die Stimmung immer noch vom positiven Gesamteindruck der Partie am Vorabend geprägt. „Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht. Man sieht schon, welchen Weg wir eingeschlagen haben", betonte Thomas Schaaf und machte sich auch aufgrund der Abwehrfehler keine sonderlich großen Gedanken. Er weiß, dass zu viele individuelle Fehler passiert waren, besitzt aber weiter großes Vertrauen in sein Personal. „Es ist erfreulich, wie vor allem unsere beiden Neuzugänge in der Viererkette, Andi Wolf und Lukas Schmitz, unsere Philosophie bereits aufgenommen haben, welche Anbindung sie zu diesem frühen Zeitpunkt schon besitzen", so Schaaf.

Nach dem Sieg gegen den SC Freiburg im Testspiel am Dienstagabend, standen am Mittwochmorgen Regeneration und Übungen zur Stabilisation im Vordergrund. Cheftrainer Thomas Schaaf teilte dann über den Tag verteilt mehrere Trainingsgruppen ein, die unterschiedliche Programme absolvierten.

Druckvoll empfand der Coach vor allem das Spiel von Lukas Schmitz. „Er hat sicher auch Fehler gemacht, aber insgesamt ein gutes Spiel. Er hatte sehr viele Ballkontakte, war immer auf dem Weg und es lag auch an seiner linken Seite, dass wir am Ende noch einiges bewegen konnten." 

Erfreut wird Thomas Schaaf aufnehmen, dass der ehemalige Schalker auch noch über ein gehöriges Maß Selbstkritik verfügt. Angesprochen auf seinen Auftritt in Freiburg, blieb er zurückhaltend locker. „Wir bekommen noch zu viele Gegentore. Das war gestern auch wieder so und ich nehme mich bei dieser Kritik da ganz vorn mit rein. Für uns wurde es ja am gefährlichsten, wenn wir selbst den Ball hatten", so Lukas verschmitzt. Seine schnelle Integration in der Werder-Viererkette ist für ihn dagegen nichts überraschendes. „Auf Schalke bin ich in eine Kette gekommen, die lange eingespielt war, da musst du viel lernen, dich darauf einstellen. Jetzt ist es ganz anders. Wir sind alle neu, da hast du sogar die Chance Automatismen selbst mitzubestimmen. Das kommt Andi Wolf und mir entgegen."

Positive Nachrichten gibt es auch aus den Trainingsgruppen der angeschlagenen und verletzten Spieler. Tim Borowski rechnet fest mit einer Rückkehr ins Mannschaftstraining am Donnerstag. Und beim Trio Claudio Pizarro, Sebastian Prödl und Naldo geht die Tendenz weiter nach oben. Claudio Pizarro verriet: „Mein Ziel, am ersten Spieltag wieder einsatzbereit zu sein, ist realistisch, mir fehlen nur noch die schnellen Bewegungen mit Ball. Ich denke, spätestens in zwei Wochen bin ich wieder da, ich hoffe sogar früher. Manchmal habe ich das Gefühl, dass meine beiden Teamkolllegen sogar schon einen Schritt weiter sind. Wir trainieren zusammen und ich bin sehr gespannt, wann es bei ihnen soweit ist."

Am Mittwochnachmittag endete dagegen für vier junge Werderaner die Mission Donaueschingen. Für sie steht bereits der Punktspielstart auf dem Programm. Predrag und Aleksandar Stevanovic reisten gemeinsam mit Felix Kroos und Marcus Mlynikowski nach Bremen, wo sie in den kommenden Tagen vor dem 1. Spieltag der 3. Liga Werders U 23-Mannschaft verstärken.

aus Donaueschingen berichtet Michael Rudolph