Trainingsspiel: Grün-Weiße Hochkaräter auf beiden Seiten

Marko Arnautovic muss sich weiter im große Konkurrenzkampf beim SV Werder durchbeißen.
Profis
Donnerstag, 18.08.2011 // 18:14 Uhr

Lange hatte es am Donnerstagnachmittag gedauert bis die Werder-Profis aus der Kabine kamen. Die Vorbereitung für das Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg fand zunächst in den Katakomben der Ostkurve des Weser-Stadions statt.

Dann kamen die zahlreichen Fans auf dem Trainingsgelände in den Genuss eines Trainingsspiels, das mit voller Intensität geführt wurde. 1:1 hieß es nach etwa 2 x 30 Minuten. Die beiden Treffer markierten Marko Arnautovic und Claudio Pizarro.

Der größere Konkurrenzkampf, den Cheftrainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs seit Beginn der Vorbereitung immer wieder herausstreichen, wurde in dieser Einheit besonders deutlich. Beide Teams bestanden aus grün-weißen Hochkarätern und Talente wie die Stevanovic-Brüder oder Tom Trybull, standen noch nicht einmal auf dem Platz.

Vor der Partie gegen den SC Freiburg gilt es für die sportliche Leitung wieder, die richtige Elf auszuwählen. Die Kriterien hob Thomas Schaaf in der Pressekonferenz am Donnerstag noch einmal deutlich hervor: "Wir schauen uns die Spieler und ihre Entwicklung langfristig an, da reicht nicht ein Spiel, eine gute Woche oder ein starker Monat, um eine wichtige Rolle einzunehmen, sondern eine konstante Leistung", so Schaaf, der sich nicht von der öffentlichen Wankelmütigkeit anstecken lassen will. "Da wird ja schnell ein Spieler auserkoren, der ein Hurra-Erlebnis bei einem tollen Spiel liefert. Aber wir erwarten durchgehend von den Spielern, dass sie Tore schießen und alle anderen Aufgaben umsetzen. Wir werden bei uns also nicht dieses Hin und Her sehen, wir werden nicht immer gleich Hurra schreien, aber wir vernichten auch keinen Spieler, werden ihn nicht immer gleich auswechseln und wollen ihn auch nicht gleich verkaufen bei einem schwächeren Auftritt."

Schaafs Aussagen könnte man auf Stürmer Marko Arnautovic beziehen. Immer wieder wird der Coach in den vergangenen Tagen nach den Startelf-Chancen des Österreichers gefragt. Am Donnerstag sagte Schaaf dazu: "Klar, hat er positive Dinge bewirkt, hat schöne Tore geschossen und zusätzlich ein paar gute Offensivaktionen gehabt, aber das kennen wir von ihm und das erwarten wir von ihm. Wir waren die ersten, die immer wieder betont haben, was in ihm steckt. Aber wir wissen auch, dass er diese Dinge noch nicht nonstop zeigt."

Im Kader für das Spiel gegen den SC Freiburg wird der Österreicher mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen. Für das 18-köpfige Team am Wochenende hat Schaaf nun auch wieder drei Optionen mehr - Bargfrede, Wolf und Ignjovski, für den die Startberechtigung in der Bundesliga inzwischen vorliegt. "Philipp, Andi und Iggy sind ein Thema für den Kader am Wochenende. Für Tim (Borowski) reicht es noch nicht", gab Schaaf Auskunft und fügte zufrieden an: "Dieser Konkurrenzkampf ist hilfreich und ein Unterschied zur Vorsaison, aber klar muss auch sein, dass nicht jeder Spieler, der wieder zurückkommt, gleich wieder in dem Zustand ist, in dem wir ihn kennen."

Von Michael Rudolph