(B)Logbuch Norderney 1: Revolutionäre Änderungen

Ganz ungewohnt für alle Norderney-Routiniers unter den Grün-Weißen: Der Strandlauf am Morgen hat einen neuen Kurs.
Profis
Montag, 04.07.2011 // 10:49 Uhr

Vorbereitungsstart heißt auch immer "Auf nach Norderney!" Die Werder-Profis sind vom 3. bis 8. Juli 2011 wieder auf der ostfriesischen Insel und legen die Grundlagen ...

Vorbereitungsstart heißt auch immer "Auf nach Norderney!" Die Werder-Profis sind vom 3. bis 8. Juli 2011 wieder auf der ostfriesischen Insel und legen die Grundlagen für die kommenden Monate. Werders Mediendirektor ist mit der Mannschaft vor Ort und kann aus dem engsten Umfeld interessante Einblicke geben, Anekdoten sammeln und als Norderney-Fan auch selbst Wissenswertes über die Insel berichten.

Zehn Jahre Norderney, wo andere eine Plakette für den Wanderstock bekommen, gab es für uns ein liebevoll gestaltetes Transparent. Der Fanclub Norderney hatte es sich nicht nehmen lassen Werder auf diese Weise vor dem neuen Quartier willkommen zu heißen. Erstmals liegt es direkt in der 6000-Einwohner-Stadt und nicht ca. 5 km außerhalb. So heißt es nun für uns Strandhotel Georgshöhe, direkt an der Seepromenade, statt Golfhotel mit Blick aufs Wattenmeer.

Zugegeben, das ist eine echte Umstellung. Eigentlich sollte es das Golfhotel in diesem Sommer gar nicht mehr geben. Ein Verkauf und anschließender Neubau war geplant, ist aber bisher daran gescheitert, dass es noch keine Genehmigung für den Ausbau des Dünengolfplatzes zu einer 18-Loch-Anlage gibt. Also, was sahen wir (Thomas Schaaf , Klaus Allofs, Doc Götz Dimanski und ich) heute beim Frühsport mit dem Fahrrad auf einer 20 km langen Tour de Norderney? Das gute alte Golfhotel. Auch ohne uns flattern zwei Werderfahnen vor der Herberge im frischen Wind. Ein Gruß an dieser Stelle an alle, die uns dort 9 Jahre gut betreut haben.

Die Spieler liefen zeitgleich ab 7.30 Uhr am Strand ihre 8 km. Aber diesmal ist nichts (außer dem Schietwetter) so wie es bisher war. Geradezu revolutionär die Änderung bei der Laufstrecke: Ging es sonst immer vom Startpunkt „Weiße Düne" zum „Nordstrand" und zurück, lautet die Streckenführung diesmal „Nordstrand" - „Weiße Düne" und retour. Die Tide passte, Ebbe machte den Strand breit, der Wind war auflandig, besser als eine Richtung immer voll gegen den Wind anzukämpfen.

Ab 8 Uhr 30 ging es zum gemeinsamen Frühstück. Wir haben in diesem größten Hotel der Insel (230 Betten) einen separaten Raum, die Küche des Bremer Chefkochs Ulf Kettler ist vorzüglich. Auch für morgendliche Lektüre ist gesorgt, es liegen reichlich Zeitungen aus. Das Strandhotel Georgshöhe verfügt über ein excellent ausgestattetes Fitnesscenter und einen 4000 Quadratmeter großen Spa- und Wellnessbereich, die Zimmer sind neu und hochwertig ausgestattet. Besitzer „Kalle" Sigges kann sich über eine sensationelle Auslastung von 97% freuen und zeigte sich dann auch generös: Der glühende BVB-Fan zog unter Schmerzen die schwarz-gelbe Flagge ein und hisste Grün-weiß.