Rennen, kämpfen, beißen für einen Punkt

Eiskalt: Markus Rosenberg überlupft Marc-Andre ter Stegen zur 1:0-Führung.
Profis
Dienstag, 10.04.2012 // 22:11 Uhr

In der Mixed-Zone gab es nach der Partie folgende Themen:

Wie intensiv diese Partie war konnte man Torschütze Markus Rosenberg ansehen und anhören. Wenige Minuten nach der Partie war er noch völlig aus der Puste. "Wir haben uns nach dem Schlusspfiff noch einmal alle auf dem Platz versammelt, aber sagen konnte da keiner mehr etwas. Jeder war so müde. Wir wollten einfach nur zeigen, dass wir diesen Punkt zusammen erreicht haben", so der Schwede, der mit seinem Treffer zum 1:0 den Grundstein für ein atemberaubendes Spiel lieferte, das viele Themen zur Nachbesprechung bereithielt.

Der Kampf in Unterzahl:

Clemens Fritz

"Wir müssen nach diesem Spielverlauf mit dem Punkt zufrieden sein. Es war in Unterzahl verdammt schwierig aber wir haben gut gekämpft und nach dem Rückstand super reagiert. Jetzt müssen wir uns schnell erholen."

Markus Rosenberg

"Ich kann mir vorstellen, dass Gladbach enttäuscht ist, wenn sie mit einem Mann mehr in Führung liegen. Großer Dank an unsere Fans, die uns super angetrieben haben. Für uns war es sehr schwer. Wir haben nach dem Platzverweis toll gekämpft, aber man muss auch festhalten, dass wir vor dem Platzverweis gut gespielt haben."

Klaus Allofs

"Im Vordergrund steht heute diese unheimliche Energieleistung. Das Team hat gegen eine Gladbacher Elf, die nach dem Platzverweis den Raum bekommen hat, der sie ganz gefährlich macht, großartig gekämpft. Sicher hatte Gladbach den Lattenschuss kurz vor Schluss, aber auch wir hätten durch Claudio das 3:2 machen können. Beispielhaft muss man die Laufarbeit von Junuzovic herausstreichen, was er für Wege gemacht hat ist unglaublich. Er hat fast im Alleingang die Unterzahl aufgehoben. Mich ärgert es trotzdem, dass wir in Unterzahl dumme Fehler gemacht haben. Da kam es zum Beispiel nach einem eigenen Einwurf zu eine gefährlichen Kontersituation. Das ist unnötig."

Tim Wiese

"Man muss der Mannschaft auf jeden Fall zu dieser Leistung gratulieren. Wir haben sehr lange in Unterzahl die Null gehalten und sind nach dem Rückstand wiedergekommen. Jetzt müssen wir am Freitag auch mal mit elf Mann so spielen: kämpfen, beißen, gewinnen."

Thomas Schaaf

"Das war ein starker Gegner, dem wir auch mit einem Mann weniger alles abverlangt haben. Wir wollten heute nicht nur hinten drin stehen, sondern mutig nach vorn spielen. Wir haben uns auch in Unterzahl noch Chancen erarbeitet, deswegen bin ich mit der Mannschaft zufrieden."

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach)

"Das war eine spannende Partie für die Zuschauer. Es ging hoch und runter, es war viel Tempo drin. Aber wir Trainer sehen natürlich auch die Fehler. Ich freue mich schon auf die Videobilder bei Naldos Ausgleichstreffer. Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir dieses Spiel klar gewinnen müssen."

 

Über die Tabellensituation:

Clemens Fritz

"Diesen Punkt haben wir uns hart erkämpft. Es ist immer noch alles eng beieinander. Doch ich muss mich wiederholen. Jetzt müssen Siege her. Eigentlich hätten wir schon heute damit anfangen müssen. Unser gutes Polster ist verspielt. Wir haben wieder ein Heimspiel nicht gewonnen. Aber wir müssen damit anfangen."

Markus Rosenberg

"Der Punkt ist natürlich zu wenig für unsere Ziele. Wir brauchen Siege. Deswegen müssen wir nach vorn schauen und immer weiter machen. Wenn wir in Stuttgart gewinnen, sieht die Welt schon ganz anders aus."

 

Über den Lauf von Markus Rosenberg:

Thomas Schaaf

"Wir wissen um die Qualitäten von Markus. Er arbeitet unheimlich viel. Jetzt trifft er auch. Wir haben nichts dagegen, wenn er noch weiterer Treffer erzielt."

Markus Rosenberg

"Ich hatte immer viele Chancen gehabt, aber jetzt mache ich sie auch rein. Leider geht es in dieser Saison damit ein bisschen spät los. Ich hätte schon viel mehr Tore auf dem Konto haben müssen. Ich habe jetzt ein deutlich besseres Gefühl vor dem Tor. Das nötige Glück im Abschluss ist wieder da. Dass der Ball bei Dante durchrutscht, hat mich nicht sonderlich überrascht. Auf solche Fälle lauere ich immer. Danach habe ich auf den Torwart geschaut, die Ruhe behalten und den Ball drüber geschippt."

Aus dem Weser-Stadion berichten Michael Rudolph, Dominik Kupilas und Ronja Bomhoff