Bundesliga-Generalprobe: Werder schlägt Everton mit 1:0

Andi Wolf verteidigte an der Seite von Per Mertesacker in Werders Innenverteidigung und spielte 90 Minuten durch.
Testspiel
Dienstag, 02.08.2011 // 22:07 Uhr

Werder Bremen hat den letzten Test vor dem Bundesliga-Start gewonnen. Mit 1:0 bezwang der SVW den FC Everton vor 17.300 Zuschauern im heimischen Weser-Stadion und darf sich über eine geglückte Generalprobe freuen. Das Tor des Tages erzielte Sandro Wagner in der 37. Minute.

Werder Bremen hat den letzten Test vor dem Bundesliga-Start gewonnen. Mit 1:0 bezwang der SVW den FC Everton vor 17.300 Zuschauern im heimischen Weser-Stadion und darf sich über eine geglückte Generalprobe freuen. Das Tor des Tages erzielte Sandro Wagner in der 37. Minute.

„In der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass uns das Ausscheiden im Pokal wehgetan und unser Selbstvertrauen darunter gelitten hat. Davon mussten wir uns erst freispielen. Im zweiten Durchgang war es schon besser, da haben wir mehr Chancen herausgespielt und besser auf das gegnerische Tor gespielt", so das Fazit von Cheftrainer Thomas Schaaf, der „hofft, dass wir uns noch steigern können. Am Samstag müssen wir noch eine Schippe drauflegen."

Per Mertesacker stand in der Startformation und führte die Grün-Weißen als Kapitän auf das Spielfeld.

In der Anfangsphase sorgten zunächst gelungene Defensivaktionen von Rückkehrer Per Mertesacker für Applaus, Offensiv gab es indes nicht sehr viel zu bewundern. Den ersten Schuss auf das Tor des FC Everton gab Philipp Bargfrede in der 11. Minute ab, sein Versuch stellte Everton-Keeper Jan Mucha vor keine großen Probleme. Ebenso harmlos war ein Fernschuss von Ross Barkley auf der Gegenseite, der Sebastian Mielitz aus 20 Metern prüfte. Die erste bessere Möglichkeit hatte ebenfalls der Gast aus England - Tim Cahill köpfte den Ball in Rückenlage allerdings über das Tor (24.).

Nach einer guten halben Stunde hätte Sandro Wagner Werder dann aber in Führung bringen müssen. Nach schöner Kombination und butterweichen Flanke von Bargfrede setzte der 23-Jährige seinen Kopfball aus kurzer Distanz links am Everton-Gehäuse vorbei. Auch wenige Sekunden später ließ Wagner eine gute Gelegenheit ungenutzt, als er nach tollem Pass von Ekici etwas überrascht schien und keinen Druck hinter den Ball brachte (35.). Doch drei sind Bremer Recht und so markierte der Stürmer mit seinem dritten Versuch die verdiente Führung - nach dem er zunächst bei einem Drehschuss den Ball nicht richtig traf, köpfte er das Leder im zweiten Versuch über den verdutzten Keeper Mucha hinweg zum 1:0. Mit dieser knappen Führung ging es dann auch in die Pause.

Nach dem Pausentee brachte Thomas Schaaf Kevin Schindler, Aaron Hunt und Marko Marin für Sokratis, Trinks und Wesley in die Partie. Der Spielfluss ging dadurch zunächst aber nicht verloren, im Gegenteil: der SVW wirkte fortan zielstrebiger. Der eingewechselte Hunt war es dann auch, der in der 55. Minute mit seinem strammen Schuss nur an einer Glanzparade von Tim Howard, der ebenfalls zur zweiten Halbzeit ins Spiel gekommen war, scheiterte.

Nur eine Minute nach dieser Gelegenheit gab es dann für alle Werder-Fans wieder einen Grund zur Freude. Sebastian Prödl kam nach langer Verletzungspause ins Spiel (56.) und ersetzte den starken Mertesacker.

Spielte von Beginn an und versuchte es häufiger mit seinem rechten "Hammer": Werders Arnautovic.

Den Schuss von Leighton Baines, der nach einem abgeblockten Freistoß zum Schuss kam, konnte Prödl aber nicht verhindern, doch Sebastian Mielitz reagierte stark und bewahrte Werder vor dem Ausgleich (68.). Nach eher harmlosen Schussversuchen von Hunt und Aleksandar Stevanovic hatte Markus Rosenberg gute zehn Minuten vor dem Ende die dickste Chance, die Führung auszubauen. Nach feinem Zuspiel von Marko Marin war der Schwede auf und davon, setzte den Ball aber freistehend vor Howard links am Tor vorbei. Das war auch die letzte gefährliche Aktion des Spiels, sodass Werder den Platz als Sieger verließ.

„Vor dem Spiel war eine gewisse Verkrampfung in der Mannschaft zu spüren. Ich möchte den Zuschauern für die tolle Unterstützung heute ein Dank aussprechen: Man hat gemerkt, dass sie der Mannschaft helfen wollten und das die Spieler mit Beifall verabschiedet wurden, tat ihnen sichtlich gut", freute sich Klaus Allofs. „Der Sieg war für uns zudem sehr wichtig, um die Verkrampfung zu lösen. Das 1:0 war gut für uns, denn wir müssen gewinnen lernen. Jetzt können wir mit einem Erfolg die nächste Aufgabe angehen", so der Geschäftsführer weiter.

aus dem Weser-Stadion berichten Dominik Kupilas, Michael Rudolph und Timo Volkmann