2:0! Rosis Doppelpack beschert blendenden Auftakt

Werder Bremen war nach fünf Jahren mal wieder am ersten Spieltag erfolgreich: 2:0-Sieg gegen Kaiserslautern.
Bundesliga
Samstag, 06.08.2011 // 17:20 Uhr

Ein erfolgreicher Start in die 49. Bundesliga-Saison. Werder Bremen hat am Samstagnachmittag die Auftakt-Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern vor 41.100 Zuschauern im Weserstadion hochverdient mit ...

Ein erfolgreicher Start in die 49. Bundesliga-Saison. Werder Bremen hat am Samstagnachmittag die Auftakt-Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern vor 41.100 Zuschauern im Weser-Stadion hochverdient mit 2:0 gewonnen. Der im Juli aus Santander zurückgekehrte Angreifer Markus Rosenberg sorgte mit einem Doppelpack (60./81.) für Werders ersten Sieg an einem ersten Bundesliga-Spieltag seit fünf Jahren.

Gemeinsam mit dem pünktlich wieder genesenen Kapitän Per Mertesacker bildeten die drei Neuzugänge Sokratis, Andreas Wolf und Lukas Schmitz die Viererkette der Grün-Weißen zum Bundesliga-Auftakt. Im Mittelfeld rückte Clemens Fritz für den verletzten Tm Borowski auf die rechte Seite. Die Hausherren hatten sich von Beginn an intensiv der Gestaltung des Spiels verschrieben. Bereits in der fünften Minute fand Passgeber Aaron Hunt eine Lücke in Lauterns Viererkette, Lennart Thy hatte sich dabei frei gestohlen und war im Abschluss aus spitzem Winkel lediglich am aufmerksam parierenden FCK-Torwart Kevin Trapp gescheitert. Nur drei Minuten darauf verlud Thy Gegenspieler Abel, steckte zu Marko Marin durch, der direkt mit der Pike aus fünf Metern den Kasten nur knapp verfehlte. Marins erste Ecke fiel sogleich am langen Pfosten zu Boden, wo Markus Rosenberg blitzschnell stocherte, aber abermals Kevin Trapp Schlimmeres für sein Team verhinderte (9.). Auch wenn die Belohnung für diese drangvolle Anfangsphase ausblieb: Werder setzte sofort die Akzente, bestach durch Ballbesitz, erspielte sich gute Torchancen, war beweglich in der Offensive und aufmerksam in der Defensive.

Guter Werder-Beginn: Beweglich in der Offensive, aufmerksam in der Defensive

Die Pfälzer erhielten keine Möglichkeit zur eigenen Entfaltung. Eine halbe Stunde musste vergehen, bis die Flanke des FCK-Außenverteidigers Florian Dick in den Werder-Strafraum segelte, Ivo Ilicevic sich im Fünfmeterraum einen heftigen Ringkampf mit Sokratis lieferte. Am Ende dieses Duells landete der Ball vom Kopf des Bremer Verteidigers aus hauchdünn über der eigenen Latte.

Werder reagierte unmittelbar. Auch begünstigt durch Sahans Querschläger an der Mittellinie ergab sich für Marin über links freie Bahn zum Konter. Thy und Rosenberg waren auf der gegenüberliegenden Seite mitgelaufenen. Marins zu ungenauer Querpass verhinderte jedoch einen direkten Schuss. Zur Torchance kam im Nachgang dann Rosenberg, allerdings stand Philipp Bargfrede unabsichtlich in dessen Schussbahn (32.).

In vielen Belangen zeigten sich die Grün-Weißen überlegen, dennoch besaß Kaiserslautern noch eine zweite richtig gute Möglichkeit. Aber aus Nahdistanz verpasste Olcay Sahan die scharfe Hereingabe von Leon Jessen (37.).

Markus Rosenberg steht zwei Mal goldrichtig

Zum Wiederanpfiff sandte Cheftrainer Thomas Schaaf seinen neuen Regisseur Mehmet Ekici auf das Feld. Zusammen mit den Teamkollegen musste der türkische Nationalspieler die erste Schrecksekunde vor dem eigenen Tor überstehen. Der FCK setzte die ersten Akzente. Sahans Pass ins Zentrum nahm Ilicevic im Fallen direkt und setzte diesen an den Querbalken (55.). Ein Weckruf zur rechten Zeit. Nur fünf Minuten später brodelte das Weser-Stadion. Und dafür hatte Angreifer Markus Rosenberg gesorgt. Denn der Schwede stand zur richtigen Zeit am richtigen Ort, staubte eiskalt ab und brachte die Seinen endlich verdient in Führung. Vor allem, weil Kevin Trapp den scharfen und zugleich abgefälschten Schuss von Lukas Schmitz aus 19 Metern lediglich Rosenberg vor die Füße legen konnte (60.).

Das gab Selbstvertrauen und Sicherheit und vor allem beeindruckte es auch die Gäste vom Betzenberg. Die Grün-Weißen ließen in der Folge nichts mehr zu, währenddessen Mertesacker nach Ekicis Eckball hauchdünn mit dem Kopf verpasste (79.). Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Bremer sollte dennoch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wesleys tolle Einzelleistung samt perfekter Flanke köpfte - wer sonst?! - Markus Rosenberg am langen Pfosten problemlos in die Maschen (81.). Es hätte für den Schweden sogar noch das absolute Sahnehäubchen folgen können, wäre Rosenbergs geschobener Ball nach feinem Zuspiel von Aaron Hunt nicht am rechten Pfosten gelandet (89.).

von Maximilian Hendel