Unglückliches 0:1 gegen effektiveren "Club"

Sokratis machte ein gutes Spiel, konnte den Gegentreffer von Nürnbergs Alexander Esswein dennoch nicht verhindern.
1. FC Nürnberg
Samstag, 25.02.2012 // 20:32 Uhr

Werder Bremen musste sich am 23. Spieltag im heimischen Weser-Stadion dem 1. FC Nürnberg mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte kamen die Bremer stark verbessert aus der Kabine und vergaben mehrere hochkarätige Torchancen (Pizarro scheiterte in der 49. am Pfosten), bevor es Alexander Esswein besser machte und eine der wenigen Nürnberger Chancen im zweiten Durchgang nutzte (65.). Der Ausgleich wollte den Grün-Weißen in einer turbulenten Schlussphase nicht mehr gelingen, die damit ihre erste Niederlage im Jahr 2012 kassierten.

Cheftrainer Thomas Schaaf, der auf die gleiche Anfangself setzte wie beim Derbysieg in der letzten Woche, sah einen guten Start seiner Mannschaft. Die Bremer nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und suchten den Weg nach vorn. Richtig gute Torgelegenheiten sprangen jedoch nicht dabei heraus. Am gefährlichsten wurden noch Trybull (6.) und Junuzovic (16.), die beide aus der Distanz einen knappen Meter über den Kasten zielten.

Werder Bremen musste sich am 23. Spieltag im heimischen Weser-Stadion dem 1. FC Nürnberg mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte kamen die Bremer stark verbessert aus der Kabine und vergaben mehrere hochkarätige Torchancen (Pizarro scheiterte in der 49. am Pfosten), bevor es Alexander Esswein besser machte und eine der wenigen Nürnberger Chancen im zweiten Durchgang nutzte (65.). Der Ausgleich wollte den Grün-Weißen in einer turbulenten Schlussphase nicht mehr gelingen, die damit ihre erste Niederlage im Jahr 2012 kassierten.

Cheftrainer Thomas Schaaf, der auf die gleiche Anfangself setzte wie beim Derbysieg in der letzten Woche, sah einen guten Start seiner Mannschaft. Die Bremer nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und suchten den Weg nach vorn. Richtig gute Torgelegenheiten sprangen jedoch nicht dabei heraus. Am gefährlichsten wurden noch Trybull (6.) und Junuzovic (16.), die beide aus der Distanz einen knappen Meter über den Kasten zielten.

Kaum Torgelegenheiten im ersten Durchgang

Hartes Einsteigen: Zlatko Junuzovic im Duell mit Nürnbergs Balitsch (5.).

Der "Club" versteckte sich zwar nicht und war ebenfalls um hohes Tempo bemüht, leistete sich zunächst jedoch eine außergewöhnlich hohe Fehlpassquote und blieb daher ungefährlich. Nach einer halben Stunde dann wie aus dem Nichts die große Gelegenheit für die Franken: Pekhart legt für Hegeler ab, der per Dropkick aus 18 Metern nur knapp am kurzen Pfosten vorbeischießt (29.)

Ab Mitte der ersten Hälfte taten sich die Bremer immer schwerer. Zwar machte die Schaaf-Elf weiter das Spiel, kam aber kaum noch gefährlich vors Gästetor. Es fehlte zu häufig die Präzision im Spiel nach vorn und gegen Ende des ersten Spielabschnitts auch die Konzentration in der Defensive. Nach einem Fehlpass eroberte Esswein die Kugel und flankte in die Mitte auf Pekhart, dessen Kopfball der bis dahin ungeprüfte Tim Wiese mit einem Blitzreflex aus der kurzen Ecke fischte (38.).

Es dauerte bis zur 43. Minute bis bei den Grün-Weißen der letzte Pass endlich wieder ankam. Und prompt wurde es richtig gefährlich: Pizarro nahm eine gute Hereingabe von Junuzovic technisch hervorragend an und lupfte das Leder aus rund zehn Metern um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei.

Werder trifft den Pfosten, Nürnberg das Tor

Sah in der 75. Spielminute die fünfte gelbe Karte der Saison und muss somit in Berlin am kommenden Samstag aussetzen: Kapitän Clemens Fritz.

Und Werder nahm den Schwung nicht nur mit in die Kabine hinein, sondern brachte ihn auch pünktlich zum Wiederanpfiff wieder mit auf den Platz. Chancen gab es nun fast im Minutentakt. Den Anfang machte Marin, als er aus 22 Metern Club-Keeper Schäfer prüfte, der den Flachschuss zur Ecke abwehrte (47.). Keine zwei Minuten später kam im Gästestrafraum plötzlich Pizarro aus dem Gewühl heraus ans Leder, umkurvte Schäfer und knallte das Leder aus spitzem Winkel an den Pfosten (49.).

Wenig später lenkte der Gäste-Keeper nach einer ansehnlichen Kurzpass-Stafette der Bremer einen Junuzovic-Schlenzer mit den Fingerspitzen um den langen Pfosten (53.), ehe Bargfrede im Sechzehner aus guter Position geblockt wurde (55.). Kurz darauf wurde Marin im Sechzehner von Wollscheid gehalten, Schiedsrichter Zwayer entschied jedoch auf Weiterspielen (59.).

Nachdem Marin frei vor Schäfer Zentimeter über das Tor schoss (62.) und kurz darauf der eingewechselte Arnautovic aus ähnlich guter Position nicht am Torwart vorbeispitzeln konnte (64.), kam es, wie es kommen musste: Werder wurde für die mangelhafte Chancenverwertung eiskalt bestraft und der „Club" ging mit seiner ersten Chance im zweiten Durchgang in Führung. Esswein verwandelte eine abgefälschte Balitsch-Hereingabe nach einem Konter trocken per Flachschuss zum 0:1 (65.)

Die Bremer reagierten geschockt auf den plötzlichen Rückstand und brachten bis auf einen harmlosen Marin-Freistoß aus 17 Metern (71.) bis zur Schlussphase keinen Ball mehr Richtung Tor. In der Nachspielzeit ging es dafür noch einmal heiß her: Zunächst klärte Hlousek für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie und verhinderte Pizarros 16. Saisontor (90.+1), dann brachte der Tscheche seinen Schlussmann mit einem Kopfball aufs eigene Tor Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal in Bedrängnis, doch Schäfer hielt die drei Punkte fest (90.+4).

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE