Last-Minute-Schock: Bitteres Remis gegen Augsburg

Fassungslosigkeit im Bremer Weser-Stadion: In letzter Sekunde bejubeln die Augsburger ihren schmeichelhaften Punktgewinn.
FC Augsburg
Samstag, 24.03.2012 // 17:23 Uhr

Werder Bremen und der FC Augsburg trennten sich wie in der Hinrunde 1:1-Unentschieden. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit kamen die Grün-Weißen stark verbessert aus der Kabine und gingen verdient durch das erste Bundesliga-Tor von Niclas Füllkrug in Führung (61.). Werder verpasste es trotz zahlreicher Chancen den Sack zu zumachen und kassierte in der buchstäblich letzten Sekunde den ganz bitteren Ausgleich durch Verhaegh (90.+2).

Zur ohnehin arg angespannten Personalsituation vor dem Dortmund-Spiel kamen zum 27. Spieltag drei weitere Ausfälle hinzu. Cheftrainer Thomas Schaaf reagierte, indem er zum 4-4-2-System zurückkehrte und eine Reihe von personellen Umstellungen vornahm. Während Lukas Schmitz (linkes Mittelfeld) und Startelf-Debütant Niclas Füllkrug (zweiter Angreifer) für Sebatian Prödl und Mehmet Ekici in der Anfangsformation standen, rückte Clemens Fritz auf die Sechs, Aleksandar Ignjovski in die Viererkette und Zlatko Junuzovic auf die Spielmacher-Position.

Werder Bremen und der FC Augsburg trennten sich wie in der Hinrunde 1:1-Unentschieden. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit kamen die Grün-Weißen stark verbessert aus der Kabine und gingen verdient durch das erste Bundesliga-Tor von Niclas Füllkrug in Führung (61.). Werder verpasste es trotz zahlreicher Chancen den Sack zu zumachen und kassierte in der buchstäblich letzten Sekunde den ganz bitteren Ausgleich durch Verhaegh (90.+2).

Zur ohnehin arg angespannten Personalsituation vor dem Dortmund-Spiel kamen zum 27. Spieltag drei weitere Ausfälle hinzu. Cheftrainer Thomas Schaaf reagierte, indem er zum 4-4-2-System zurückkehrte und eine Reihe von personellen Umstellungen vornahm. Während Lukas Schmitz (linkes Mittelfeld) und Startelf-Debütant Niclas Füllkrug (zweiter Angreifer) für Sebatian Prödl und Mehmet Ekici in der Anfangsformation standen, rückte Clemens Fritz auf die Sechs, Aleksandar Ignjovski in die Viererkette und Zlatko Junuzovic auf die Spielmacher-Position.

Augsburg mit gutem Start

Werders Abwehrchef Sokratis bekam in der Anfangsphase viel zu tun, machte seinen Job aber gewohnt souverän.

Bei idealen äußeren Bedingungen begann die mit durchschnittlich 22,7 Jahren abermals jüngste Werder-Startelf aller Zeiten vor ausverkauftem Haus nervös und überließ dem FC Augsburg in der Anfangsphase zu viel Raum und zu viel Ballbesitz. So wurde es durch einen Schussversuch von Ndjeng aus spitzem Winkel bereits nach zwei Minuten gefährlich, doch die Kugel landete am Außennetz. Nur eine Minute später kam FCA-Angreifer Hain im Bremer Sechzehner zum Abschluss, aber diesmal hatte Sokratis aufgepasst und zum Eckball geklärt.

Nach etwas mehr als zehn Minuten ließ der Druck der Gäste nach und Werder fand langsam seinen Rhythmus. Nach einer ansehnlichen Kombination über eine Reihe von Stationen spielten sich die Grün-Weißen durchs Mittelfeld und drangen in Person von Fritz in den Strafraum ein. Der Kapitän versuchte es von halbrechts per Flachschuss, aber Augsburgs Keeper Jentzsch hatte aufgepasst (13.).

Kapitän Clemens Fritz war einer der auffälligsten Spieler im ersten Durchgang.

In der Folge verlagerte sich die Partie zusehends von der Bremer Hälfte ins Mittelfeld und die Hälfte der Gäste, auch weil die Schaaf-Elf nun besser in die Zweikämpfe kam. Durch einen leichtsinnigen Ballverlust am eigenen Sechzehner dann aber urplötzlich die Riesengelegenheit für Augsburg: Das Leder landet nach zwei schnellen Pässen bei Hain, der aus zehn Metern frei vor Mielitz abziehen kann, aber Werders Wiese-Vertreter reagiert blitzschnell und lenkt den Ball am Pfosten vorbei (27.)

Fast im direkten Gegenzug wurde es auf der anderen Seite gefährlich, als Jentzsch einen knallharten Schuss von Rosenberg von der linken Strafraumkante aus der kurzen Ecke fischte (29.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte passierte nicht mehr viel - in der nun sehr ausgeglichenen Partie hatte Fritz die letzte richtige Torchance, als er aus spitzem Winkel am Außennetz scheitere (34.).

Werder dreht auf und Füllkrug trifft

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 40.200 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion ein gänzlich anderes Spiel, denn es spielte fast nur noch Werder. Die ersten guten Gelegenheiten hatte Füllkrug, der zunächst eine Junuzovic-Flanke einen guten halben Meter über das Tor köpfte (47.), ehe Jentzsch seinen 25 Meter-Aufsetzer entschärfte (49.). Wenig später stand Rosenberg zweimal im Zentrum des Geschehens. Zunächst parierte Jentzsch seinen abgefälschten 16-Meter-Schuss (57.), bevor der Schwede den Ball nach einem langen Pass am Keeper vorbeilegte, dann aber ausrutschte und die Kugel aus spitzem Winkel nicht ins leere Tor schieben konnte (58.).

Niclas Füllkrug bejubelt sein erstes Bundesligator mit Markus Rosenberg.

Nach 61 Minuten war es dann endlich so weit: Junuzovic grätschte in Verhaeghs Pass, Schmitz nahm das Leder auf und bediente Füllkrug, der zur Mitte zog und aus 20 Metern unhaltbar in die rechte untere Ecke einnetzte. Das erste Tor im ersten Spiel von Beginn an für Werders Nachwuchsstürmer!

Und die Grün-Weißen blieben am Drücker. Erst verfehlte Rosenberg (64.), dann Junuzovic (71.) per Distanzschuss das Tor. Dann kam der nach monatelanger Verletzungspause erstmals in dieser Saison eingewechselte Sebastian Boenisch für Trybull ins Spiel und wurde Zeuge wie Schmitz (83.), Junuzovic (83.) und Ignjovski (88.) weitere gute Gelegenheiten liegen ließen.

In den Schlussminuten setzten die Augsburger die Bremer erstmals im zweiten Durchgang wieder unter Druck und wurden in der zweiten Minute der Nachspielzeit belohnt. Augsburg bekam nach einem vermeintlichen Foulspiel einen umstrittenen Freistoß zugesprochen, der in den Strafraum segelte und auf Umwegen bei Koo landete. Dessen Schuss konnte Mielitz zwar halten, doch prallte der Ball anschließend unglücklich gegen Verhaeghs Fuß und von dort ins Tor. Sokratis' Rettungsversuch knapp hinter der Linie kam zu spät und blieb die letzte Aktion der Partie.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE