Bayern dreht das Spiel in letzter Minute

Naldo war der tragische Held in Grün-Weiß. Zunächst brachte der Abwehrspieler Werder mit 1:0 in Führung, traf dann aber zum 1:1 per Eigentor ins falsche Netz und leitete die damit die 1:2-Niederlage ein.
FC Bayern München
Samstag, 21.04.2012 // 17:50 Uhr

Werder Bremen hat gegen den Rekordmeister Bayern München im ausverkauften Weser-Stadion mit 1:2 (0:0) verloren. Nach einer schwachen ersten Halbzeit entwickelte sich trotz vieler fehlender Stammspieler auf beiden Seiten im zweiten Durchgang ein sehr gutes Spiel. Naldo brachte die Grün-Weißen mit 1:0 in Führung (51.), ehe er nach Hereingabe des eingewechselten Ribery per Eigentor den Ausgleich herstellte (75.). Ganz bitter: In einer turbulenten Schlussphase markierte Bayerns Franzose den 1:2-Endstand (90.).

Cheftrainer Thomas Schaaf musste sein Team gegenüber dem enttäuschenden 1:4 in Stuttgart auf mehreren Positionen umbauen. Aleksandar Stevanovic kam so zu seinem Startelf-Debüt auf der rechten Abwehrseite, während Naldo für den Gelb-gesperrten Sokratis in die Innenverteidigung zurückkehrte. Tom Trybull, Comebacker Aaron Hunt und Florian Trinks ersetzten zudem die verletzten Marin und Ignjovski sowie den gesperrten Fritz.

Werder Bremen hat gegen den Rekordmeister Bayern München im ausverkauften Weser-Stadion mit 1:2 (0:0) verloren. Nach einer schwachen ersten Halbzeit entwickelte sich trotz vieler fehlender Stammspieler auf beiden Seiten im zweiten Durchgang ein sehr gutes Spiel. Naldo brachte die Grün-Weißen mit 1:0 in Führung (51.), ehe er nach Hereingabe des eingewechselten Ribery per Eigentor den Ausgleich herstellte (75.). Ganz bitter: In einer turbulenten Schlussphase markierte Bayerns Franzose den 1:2-Endstand (90.).

Cheftrainer Thomas Schaaf musste sein Team gegenüber dem enttäuschenden 1:4 in Stuttgart auf mehreren Positionen umbauen. Aleksandar Stevanovic kam so zu seinem Startelf-Debüt auf der rechten Abwehrseite, während Naldo für den Gelb-gesperrten Sokratis in die Innenverteidigung zurückkehrte. Tom Trybull, Comebacker Aaron Hunt und Florian Trinks ersetzten zudem die verletzten Marin und Ignjovski sowie den gesperrten Fritz.

Viel Leerlauf in der Anfangsphase

Aaron Hunt stand nach fast fünfmonatiger Pause erstmals seit dem 1:4 im Hinspiel wieder auf dem Platz.

Die Bayern, die bis auf Gustavo und Schweinsteiger alle Feldspieler schonten, die im Champions-League-Halbfinalhinspiel gegen Real Madrid begannen, bemühten sich früh die Spielkontrolle zu übernehmen. Werder setzte anfangs vor allem auf Konter. In einer müden Anfangsphase sprang dabei jedoch hüben wir drüben nichts Zählbares heraus.

Erst nach knapp 20 Minuten zog das Tempo der Partie an. Den Anfang machten die Münchner, bei denen Gomez-Ersatz Petersen aus guter Position zum Kopfball kam, aber am stark reagierenden Wiese scheiterte (19.). Wenige Sekunden später setzte Junuzovic auf der Gegenseite das erste Ausrufezeichen. Nationalkeeper Neuer musste beim Distanzschuss des Österreichers jedoch nicht eingreifen.

Werder zeigt gute Ansätze, aber kommt selten zum Abschluss

Dann flankte Aleksandar Stevanovic das Leder von rechts in den Fünfer, wo Rosenberg am zweiten Pfosten unerwartet an den Ball kam und die Kugel aus vier Metern mit gestrecktem Fuß über den Kasten grätschte (23.). Nach dieser Riesenchance wurden die Bremer nicht nur bissiger, sondern auch immer mutiger und verlagerten das Spiel zusehends in Richtung der Bayern-Hälfte.

Allerdings fehlte den Grün-Weißen in Tornähe die Präzision und Ruhe im Abspiel. So blieben ein harmloser Naldo-Freistoß (28.) und ein geblockter Schuss von Stevanovic (37.) trotz guter spielerischer Ansätze die einzigen Bremer Torabschlüsse bis zur Pause. Dafür wurde Bayern unmittelbar vor der Halbzeit noch zweimal brandgefährlich, als der agile Petersen den Ball per Drehschuss an die Latte knallte (44.) und Müller aus 17 Metern nur knapp übers Tor zielte (45.).

Naldo läutet spektakuläre zweite Hälfte ein

Naldo bejubelte sein drittes Saisontor.

Der zweite Durchgang begann ganz anders als die erste: nämlich mit ordentlich Feuer! Den Anfang machte Olic, der nur knapp daneben schoss (49). Auf der anderen Seite vereitelte Neuer nach ganz starkem Spielzug der Bremer auf Kosten einer Ecke zunächst noch das 1:0 gegen Pizarro (50.), war dann aber chancenlos, als Naldo bei der nachfolgenden Junuzovic-Ecke per Abstauber das Führungstor erzielte (51.).

Das Spiel wurde immer intensiver und Werder immer gefährlicher, weshalb Bayern-Coach Heynckes reagierte und seine drei Stars Ribery, Kroos und Gomez einwechselte. Aber auch gegen die nun stärkeren Gäste kamen die Bremer zu besten Gelegenheiten. Doch sowohl Pizarro (68.), als auch Rosenberg (nach Klasse-Zuspiel von Hunt 74.) zögerten im gegnerischen Sechzehner aus bester Position zu lange und konnten nicht auf 2:0 erhöhen.

Ribery dreht das Spiel - Naldo als tragischer Held

Der eingewechselte Franck Ribery machte am Ende den Unterschied.

In der 75. Minute wurde die Leichtfertigkeit in der Bremer Offensive bestraft, als Ribery den Ball nach einem Konter über links in die Mitte spielte und Naldo traf, der die Kugel beim Abwehrversuch in die eigenen Maschen beförderte. Mit dem schmeichelhaften Ausgleich waren die Münchner auf einmal wieder voll da und lieferten sich mit Werder einen offenen Schlagabtausch. Hunt (78./80.), der eingewechselte Füllkrug (84.) sowie auf der anderen Seite Müller (80.), Usami (87.) und Kroos (89.) verpassten allesamt das dritte Tor.

In der 90. Minute machte es Bayerns Ausnahmespieler Franck Ribery jedoch besser. Der Franzose ließ den ansonsten starken Stevanovic einfach aussteigen und markierte aus halblinker Position den 1:2-Endstand. Eine ganz bittere und unglückliche Last-Minute-Niederlage für eine aufopferungsvoll kämpfende Werder-Elf.


von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE