Belek 2012: Neue Impulse für den Konkurrenzkampf

Mit neuen Erkenntnissen und nicht mehr zwischen den Hotelanlagen werden die Werderaner ab morgen wieder in Bremen trainieren.
Profis
Donnerstag, 12.01.2012 // 09:42 Uhr

Wenn die Werder-Profis am heutigen Donnerstagnachmittag die Heimreise nach Bremen antreten, dann wird sich die Hierarchie im Team etwas verändert haben. Die Jungen haben aufgeholt, die Rückkehrer haben sich wieder eingefunden, der Konkurrenzkampf ist wieder heißer geworden.

„Trainingslager bieten immer die Chance, sich mehr in den Vordergrund zu spielen, und die haben sicher einige genutzt", freut sich Klaus Allofs und sieht auf den Außenverteidiger-Positionen und im Sturm neue Alternativen. „Egal ob Thy, Füllkrug, Boenisch oder Hartherz - wir haben jetzt wieder ein paar Möglichkeiten mehr, das sollte aber erst ein Anfang sein, wir brauchen den Konkurrenzkampf auf allen Positionen."

Dieser Wettbewerb um die Stammplätze hat auch im Mittelfeld neue Impulse bekommen. Zu den Profiteuren der Tage von Belek gehören dort vor allem Mehmet Ekici und die große Überraschung Tom Trybull. Mit Freude stellte Werders sportliche Leitung fest, dass beide Neuzugänge aus dem Sommer immer mehr Fahrt aufnehmen. „Es ist wichtig zu sehen, dass die Mannschaft aus der Passivität herausfindet und mehr Aktivität zeigt, das gilt insbesondere für Memo", so Schaaf im Rückblick auf die Woche in der Türkei. „Er nimmt jetzt mehr selbst das Heft in die Hand. Seine Aktionen sind wesentlich effektiver", lobt der Bremer Coach, der auch Tom Trybull einen großen Schritt nach vorn bescheinigte (siehe (B)Logbuch 7).

Vor der Abreise nach Norddeutschland zog Schaaf aber auch Bilanz, was die Rahmenbedingungen des Trainingslagers in Belek betrifft. „Man muss schon sagen, dass das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Ich hätte gern ein Testspiel mehr gemacht. Ich hoffe jetzt, dass wir in Bremen vernünftig weitertrainieren können, dass kein Schnee fällt. Aber das sieht momentan nicht so aus."

Aus Belek berichten Michael Rudolph und Dominik Kupilas