Ankunft: Verregnete Reise „zu traumhaften Plätzen"

Frische Luft schnappen: Beim Umpacken des Gepäcks vom Flugzeug in den Mannschaftsbus warten die Profis unter der Tragfläche der OLT-Maschine.
Profis
Sonntag, 17.07.2011 // 13:59 Uhr

Verregnet war der Start ins dritte Trainingslager nach Donaueschingen. Um 10 Uhr flogen die Grün-Weißen zwar bei leichtem Sonnenschein am Bremer Flughafen los, doch auf der Zwischenstation in Stuttgart schlugen die Schauer richtig zu. Beim Warten auf das Verladen des Gepäcks auf der Rollbahn suchten die Werderaner sogar Zuflucht unter einer Tragfläche der OLT-Maschine.

Doch die meisten dürften sich sogar gefreut haben, sind die Erinnerungen an das Vorjahr doch noch sehr präsent, als eine Woche Gluthitze die Trainingsarbeit auch nicht leichter machte. „Wir werden dort Top-Bedingungen vorfinden", war sich Cheftrainer Thomas Schaaf dennoch sicher und dachte an die „traumhaften Plätze in der Nähe eines wunderschönen Hotels."

Der etwas abgelegene Standort des Golfhotels Öschberghof sieht der Bremer Coach als Vorteil für dieses letzte Trainingslager vor dem Pflichtspielstart. „Das ist genau die Ruhe, die uns die Konzentration ermöglicht, unsere Arbeit der letzten Wochen fortzusetzen. Wir wollen vorankommen und noch besser einspielen, jeden Einzelnen in die Situation versetzen, seine Qualitäten bei uns voll einzubringen", so Schaaf.

Der Kader ist mit 29 Profis gut bestückt, allerdings gehören dazu auch Sebastian Prödl, Naldo und Claudio Pizarro, die auch im Laufe des Trainingslagers nicht ins Mannschaftstraining einsteigen werden. „Aber es schadet nicht, dass sie sich wieder in der Gemeinschaft einfinden", ist sich Schaaf sicher, der weiterhin einen Notstand auf den zentralen Verteidiger-Positionen registrieren muss. Selbst eine Wunderheilung der beiden lange verletzten Defensiv-Spezialisten Naldo und Prödl wäre keine Lösung.

„Die Situation stellt sich doch so dar, dass wir nicht wissen, wann sie wieder einsatzbereit sind und in welcher Form sie zurückkommen, und dass sie uns auf jeden Fall jetzt in diesen Tagen fehlen, wenn es darum geht , sich einzuspielen, sich die Sicherheit in der Abwehr zu holen. Wir haben einfach zu viele unbekannte Faktoren, mit denen wir arbeiten müssen."

Wenige Stunden nach Ankunft in Donaueschingen, muss Schaaf sich wieder entscheiden, wer gegen den FV Donaueschingen in der Innenverteidigung auflaufen wird. Die Talente Clemens Schoppenhauer und Leon Balogun, haben um 18.30 Uhr im Anton-Mall-Stadion wieder sehr gute Karten.

Folgende 29 Spieler sind im Trainingslager in Donaueschingen:
Wiese, Mielitz, Vander, Naldo, Wesley, Borowski, Arnautovic, Fritz, Avdic, Marin, Rosenberg, Schmitz, Hunt, Prödl, Kroos, Wagner, Ekici, Wolf, Pizarro, Trybull, Schindler, P. Stevanovic, A. Stevanovic, Trinks, Thy, Balogun, Schoppenhauer, Mlynikowski, Bargfrede.


Aus Donaueschingen berichtet Michael Rudolph