Sebastian Prödl: Aus der Klinik ins Weser-Stadion

Sebastian Prödl ist gezeichnet von der Verletzung, möchte die Mannschaft aber am Samstag im Stadion unterstützen.
Profis
Donnerstag, 26.01.2012 // 16:41 Uhr

Sebastian Prödl befindet sich nach seiner schweren Gesichtsverletzung, die er sich beim Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zugezogen hat, auf dem Wege der Besserung.

„Die Operation am Montag ist gut verlaufen. Ich habe zwar noch starke Schmerzen und muss mir viel Ruhe gönnen, aber langsam geht es wieder aufwärts", verrät der Werder-Profi am Donnerstagnachmittag auf seiner offiziellen Homepage. Und weiter: „Wenn der Heilungsverlauf so weitergeht und die Ärzte ihr Okay geben, könnte ich vielleicht schon am Wochenende die Klinik verlassen und nach Hause fahren. Dann ist es für mich Ehrensache, dass ich im Weser-Stadion bin und Werder gegen Leverkusen unterstütze."

Besonders angetan war der österreichische Nationalspieler von der Unterstützung, die ihm in den vergangenen Tagen entgegengebracht wurde: „Zuerst möchte ich mich bei allen herzlich bedanken, die mir in den letzten Tagen Genesungswünsche geschrieben haben. Besonders freut es mich, dass mir nicht nur Werder-Fans alles Gute gewünscht haben, sondern auch viele aus Kaiserslautern, Nürnberg, Hamburg und natürlich auch aus meiner Heimat Steiermark. Das zeigt, dass in der Bundesliga der Fair-Play-Gedanke und Respekt vorherrschen und nicht nur Rivalität."

Selbstverständlich stand Prödl auch in intensivem Austausch mit der sportlichen Leitung. Cheftrainer Thomas Schaaf: „Wir haben mit Basti gesprochen. Es geht ihm etwas besser. Er kann bald aus dem Krankenhaus entlassen werden und es ist erstmal kein Thema, dass er nochmal operiert werden muss. Allerdings ist es nicht angenehm, wenn man nicht richtig kauen und essen kann und das Gesicht noch geschwollen ist. Deshalb geht es jetzt erstmal primär darum, sich normal bewegen zu können und einen normalen täglichen Ablauf zu erreichen. Erst wenn die Schwellung raus ist, kann er in den den Aufbaubereich übergehen", so der Cheftrainer.