Christian Tiffert: "Werder gehört ins obere Tabellendrittel"

Konnte Werder in der vergangenen Saison zweimal in die Knie zwingen: Christian Tiffert und seine "Roten Teufel".
Profis
Donnerstag, 04.08.2011 // 10:15 Uhr

Zum Auftakt der Bundesliga-Saison 2011/12 empfängt Werder am Samstag, 06.06.2011, den 1. FC Kaiserslautern. Am Ende der vergangenen Spielzeit standen die Pfälzer als Aufsteiger auf dem siebten Platz. Ein Mann, der großen Anteil daran hatte, war Christian Tiffert. Mit 17 Torvorlagen war er ligaweit der beste Vorbereiter. WERDER.DE sprach vor dem Duell mit den "Roten Teufeln" mit dem Lauterer Spieler der Saison. 

Hallo Herr Tiffert, die Zeit der Vorbereitung ist beendet. Am Wochenende steht das erste Spiel an. Wie groß ist die Vorfreude auf die neue Saison?
Die Vorfreude ist natürlich riesig. Nach sechs Wochen Vorbereitung wird es Zeit, dass es endlich wieder um Punkte geht. In der letzten Saison haben wir gesehen, was eine gute Vorbereitung wert sein kann und auch ich persönlich habe davon extrem profitiert. Wir hoffen natürlich, dass das dieses Jahr auch wieder so ist.

In der abgelaufenen Spielzeit konnten Sie mit ihrem Team einen tollen siebten Platz erkämpfen. Im Fußball-Fachjargon spricht man vom „verflixten zweiten Jahr". Was macht Sie zuversichtlich, dieses Ergebnis trotzdem wiederholen zu können?
Wir wollen drei Mannschaften hinter uns lassen, das wird schwer genug. Wir müssen einige Spieler ersetzen und uns als Mannschaft noch weiter einspielen. Aber wir haben uns gut verstärkt, haben gute Jungs dazu bekommen, die sehr bodenständig sind und wissen, worauf es ankommt. Auch letztes Jahr hat nicht alles von Anfang an geklappt, aber ich gehe sehr zuversichtlich in die neue Saison. 

Auch für Sie persönlich lief es rund. Mit 17 Torvorlagen waren Sie ligaweit der beste Vorbereiter. Seit dieser Saison sind Sie zudem Kapitän der „Roten Teufel". Haben Sie Angst vor überhöhten Erwartungen an Ihre Person und die Mannschaft?

Angst habe ich nicht davor, aber ich weiß schon, dass ich an den Leistungen gemessen werde. Ich habe mir letztes Jahr wenig Gedanken darüber gemacht und werde das in diesem Jahr auch wieder so handhaben.

Gegen Werder Bremen haben Sie ebenfalls zweimal stark gespielt und Ihre Mannschaft zum Sieg geführt. Was für ein Spiel erwarten Sie am Samstag im Weser-Stadion?
Bremen hat nach der Pokalniederlage sicherlich den Stachel noch tief sitzen und wird bemüht sein, das Spiel vor eigenen Publikum zu gewinnen. Auch die zwei Niederlagen in der letzten Saison gegen uns hat Bremen mit Sicherheit nicht vergessen. Von daher erwartet uns eine schwere Aufgabe, die wir mutig und frech angehen wollen.

Könnte Ihnen die Auswärtsstärke der letzten Runde dabei zu Gute kommen?
Wir dürfen uns nicht auf den Leistungen der letzten Saison ausruhen, aber wir dürfen uns gerne an unsere guten Auftritte auswärts erinnern. Wie schon gesagt, wir müssen mutig und frech auftreten.

Eine letzte Frage: Bei Werder haben arrivierte Spieler wie Torsten Frings den Verein verlassen, Youngster wie Mehmet Ekici die Mannschaft verstärkt. Was trauen Sie dem SVW nach der unzufrieden stellenden letzten Saison dieses Mal zu?
Grundsätzlich war die letzte Saison, glaube ich, ein Ausrutscher. Von den Spielern und vom Umfeld gehört der Verein ins obere Drittel der Bundesliga. Letztendlich werden sie sich in diesem Jahr auch wieder dort einordnen.

die Fragen stellte Dominik Kupilas