Affolter steigt ein, Arnautovic bricht ab

Mit "Boro" auf dem Platz: Francois Affolter machte bei seiner ersten Platzbegehung Bekanntschaft mit dem Mittelfeldmann.
Profis
Mittwoch, 25.01.2012 // 17:17 Uhr

Am Ende ging alles ganz schnell. Abreise aus dem Trainingslager im spanischen Malaga, Verhandlungen in Zürich, Abflug nach Bremen, kurzes Kennenlernen mit den Kollegen, Medizincheck im Klinikum „Links der Weser", Vertragsunterschrift im Weser-Stadion, Vorstellung auf der offiziellen Pressekonferenz und die erste kurze individuelle Einheit auf dem Trainingsgelände am Weser-Stadion. Innerhalb von knapp drei Tagen endete für Werders schweizerischen Neuzugang, Francois Affolter, die kleine Reise durch drei europäische Länder in seiner neuen Wahlheimat Bremen.

„Ich habe sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen des SV Werder geführt. Nun bin ich stolz, hier zu sein. Dieser Wechsel ist für mich eine große Chance. Ich freue mich auf die nächsten Tage", sagte der 20-Jährige bei der Vorstellung auf der offiziellen Pressekonferenz.

Auf dieser präsentierte sich der Schweizer sehr selbstbewusst. „Ich bin als Innenverteidiger zwar nicht sehr kräftig, aber ich kann Zweikämpfe gewinnen. Dazu bin ich sehr beweglich, sehr schnell und kann Lösungen für den Spielaufbau finden", so Affolter, der zukünftig mit der Nummer drei, welche bis Sommer 2011 der Ex-Bremer Petri Pasanen trug, auflaufen wird.

Die „3" blitzte dann auch wenig später zum ersten Mal  auf dem Trainingsshirt von Francois Affolter auf. Es waren seine ersten Schritte auf dem Bremer Grün. „Ich bin froh, mich endlich wieder auf Naturrasen bewegen zu können. In Bern habe ich zuletzt nur auf Kunstrasen gespielt. Das gefiel mir nicht so. Morgen freue ich mich dann auf meine erste Einheit mit meinen neuen Kollegen", äußerte sich Werders Neuzugang nach seiner „kleinen" Einheit mit Co-Trainer Wolfgang Rolff gegenüber von WERDER.DE.

Zuvor, am Mittwochvormittag kurz vor 11 Uhr, füllte sich Werders Lazarett jedoch weiter. Dieses Mal in Persona Marko Arnautovic. Der österreichische Angreifer musste die Übungseinheit aufgrund von Rückenschmerzen vorzeitig beenden.

„Es ist nichts Schlimmes, morgen trainiere ich ganz normal wieder mit. Vermutlich eine Zerrung", konnte Arnautovic wenig später jedoch Entwarnung geben. Ebenfalls am morgigen Donnerstag wieder auf dem Platz stehen wollen Aleksandar Ignjovski und Sebastian Boenisch.

„Iggy" setzte wie am Vortag wegen Adduktorenproblemen komplett mit dem Training aus, während Sebastian Boenisch auf dem Nebenplatz gemeinsam mit Tim Borowski unter Anleitung von Fitness-Trainer Yann-Benjamin Kugel individuell trainierte. Der polnische Nationalspieler Boenisch hat „keine Probleme mehr mit der Prellung. Deshalb will ich morgen wieder auf den Platz zurück." Über viele individuelle Einheiten fand nun Predrag Stevanovic, der zuletzt mit einer Knieverletzung ausfiel, ins Training zurück.

Auch Werders Langzeitverletzter „Boro" sieht ein Licht am Ende des Tunnels. „Bei mir sind jeden Tag Fortschritte zu erkennen. Ich arbeite seit einigen Tagen mit dem Ball, das klappt soweit alles ganz gut."

Sollte sich - wie angekündigt - der Trainingsplatz am Donnerstag wieder füllen, wird sich sicher auch Francois Affolter über jeden Kollegen freuen, mit dem er morgen die Einheit absolvieren kann.

von Timo Volkmann und Adrian Rehling