Affolters „spezielles Heimspiel“ in Freiburg

Bei seinem ersten Spiel für Werder noch voll konzentriert, in Freiburg kann sich Francois Affolter auch auf seine Eltern freuen.
Profis
Freitag, 03.02.2012 // 18:03 Uhr

Die Städte Bremen und Freiburg trennen circa 700 Kilometer. Die Luftlinie zwischen Freiburg und dem schweizerischen Basel beträgt hingegen nur 52,823 Kilometer. Keine andere Auswärtsfahrt liegt für den SV Werder so nah an der schweizerischen Grenze wie die am kommenden Sonntag zum Sportclub. Für einen Neu-Bremer wird diese Begegnung somit praktisch zum Heimspiel: Francois Affolter.

Der Schweizer, der von anderthalb Wochen vom BSC Young Boys an die Weser wechselte, wird gleich in seiner zweiten Partie im grün-weißen Dress zu einem besonderen, persönlichen Highlight kommen. Der gebürtige Bieler wird im Breisgau seine Eltern wiedersehen. „Sie werden sich das Spiel anschauen. Sie haben mich seit September letzten Jahres nicht mehr live gesehen. Das ist schon was Spezielles für mich", ist die Vorfreude bei Affolter auf das Treffen mit seiner Familie greifbar.

„Früher sind meine Eltern zu jedem Heimspiel nach Bern gekommen. Auch bei Auswärtsspielen in Zürich waren sie dabei. In Bern saß ich zuletzt nur noch auf der Bank, sie haben mich also einen längeren Zeitraum nicht mehr gesehen. Da Biel nur etwa zwei Autostunden entfernt liegt, ist die Gelegenheit, dass wir uns sehen, so günstig wie nie", berichtet Affolter weiter.

Währen die Eltern des 20-jährigen am Sonntag von der Tribüne aus an dem Spiel ihres Sohnes teilhaben werden, kommen der Bruder und die Freundin nicht in den Genuss, den ehemaligen Berner erstmalig bei einem deutschen Verein spielen zu sehen. Der Bruder ist privat verhindert, das Interesse der Freundin am Fußball gering.

Vor und nach dem Spiel wird der Schweizer seine Eltern schließlich noch einmal persönlich begrüßen können. Eine Rückreise mit seiner Familie in die Heimat wird es dagegen nicht geben. „Ich bin bereits am letzten Sonntag nach Zürich geflogen und habe fast alle wichtigen Sachen nach Bremen geholt. Daher brauche ich nicht mehr in die Schweiz zurück", sagt der 20-Jährige, der den Rückflug demnach mit seinen restlichen Teamkollegen antreten wird. Auch eine Chance, um seine neuen Mitspieler noch besser kennenzulernen.

von Timo Volkmann