Affolter: Erst trainieren, dann Namen pauken

Bekam bei seinem ersten Mannschaftstraining gleich die ersten taktischen Anweisungen des Cheftrainers: Francois Affolter.
Profis
Donnerstag, 26.01.2012 // 18:04 Uhr

Eine Integration in jegliche Richtungen steht nun für den schweizer Nationalspieler im Mittelpunkt. „Ich konnte mir noch nicht alle Namen merken. Diese muss ich nun richtig lernen. Auch das Spielsystem möchte ich schnellstmöglich verinnerlichen", äußerte sich Affolter, der selbst über sich sagt, ein Verteidiger zu sein, der gerne mit dem Ball spiele.

Die Trainingseinheit am Donnerstagnachmittag, 26.01.2012, stand ganz im Zeichen des Neuzugangs Francois Affolter. Der Neu-Bremer nahm erstmals am Mannschaftstraining der Grün-Weißen teil. „Ich bin mit einer großen Vorfreude in das Training gegangen. Es war ein guter, neuer Rhythmus. Im Vergleich zu Bern wird hier auf einem technisch und taktisch höheren Niveau gearbeitet, das konnte ich schon erkennen", gab Affolter nach seiner ersten Einheit Auskunft.

Cheftrainer Thomas Schaaf bekam seinen neuen Schützling selbst erstmalig am Donnerstag auf dem Trainingsgelände am Weser-Stadion zu sehen. Bereits auf der Pressekonferenz vor dem Leverkusen-Spiel war eine gewisse Vorfreude beim Werder-Coach spürbar: „Wir hoffen, dass er sich möglichst schnell zurechtfindet und sich mit seinen Qualitäten bei uns einbringt. Er besitzt die Fähigkeit, sehr wertvoll zu sein und kann unserem Spiel zusätzliche Sicherheit bringen. Francois ist bereits früh in den Profibereich gekommen und hat auch international schon Erfahrungen sammeln können. Ich gehe davon aus, dass er am Samstag dabei sein wird."

Neben Affolter kann Schaaf wahrscheinlich auch wieder mit Aleksandar Ignjovski und Sebastian Mielitz für den Heimspielauftakt 2012 am Samstag planen. „Iggy" kehrte nach auskurierten Adduktorenproblemen zurück, während „Miele" seine Schulterprellung ad acta legen konnte.

Die fünfte Gelbe Karte, die sich Lukas Schmitz in Kaiserslautern abholte, bringt Florian Hartherz weiter in den Fokus. „Ich spüre das Vertrauen des Trainers. Er hilft mir in vielen Dingen. Ich werde weiter alles geben und würde mich freuen, generell am Samstag dabei zu sein", sagte der Linksverteidiger gegenüber WERDER.DE. Thomas Schaaf sieht den 18-Jährigen auf einem guten Weg: „Flo hat sich ganz gut zurechtgefunden und sich vor allem im Trainingslager auf der Außenposition hervorgetan. Er zeigt auf, dass er sich einen Platz im Team erarbeiten möchte."

Nach seinem Trainingsabbruch am Mittwoch musste Marko Arnautovic hingegen auch einen Tag später passen. „Nach einer Untersuchung beim Arzt deuten seine Beschwerden auf eine Bauchmuskelverletzung hin", erklärte Schaaf das Fehlen des Österreichers und verdeutlichte gleichzeitig, dass auch für Samstag gegen Leverkusen ein Fragezeichen hinter dem Einsatz des Angreifers. Ebenfalls nur in ziviler Kleidung konnte Marko Marin gesichtet werden. „Marko befindet sich nach wie vor im Reha-Training. Es sieht so aus, dass es beim ihm aufwärts geht. Für Samstag ist Marko aber kein Thema", klärte Schaaf auch hier auf.

Mit einer Kadernominierung wird auch Denni Avdic noch nicht rechnen können. „Denni war lange raus. Bei ihm fehlt noch die Praxis. Wir müssen ihn jetzt einhundertprozentig fit bekommen. Für das Wochenende ist er eher keine Option", so Schaaf.

von Timo Volkmann