Personalsorgen bleiben: "Über jeden froh, der zurückkommt"

Denni Avdic möchte so schnell wie möglich wieder auf den Platz zurückkehren.
Profis
Dienstag, 10.05.2011 // 13:55 Uhr

Zum Start der Trainingswoche vor dem letzten Bundesligaspiel der Saison stand Marko Arnautovic besonders im Blickpunkt. Nach seiner Nichtberücksichtigung für den Kader gegen Dortmund gilt es für den Österreicher verlorenen Boden wieder gut zumachen. Geschäftsführer Klaus Allofs hatte in den vergangenen Tagen die Anforderungen klar umrissen. "Für Marko gilt nur das Gleiche wie für alle anderen Spieler auch. Wir brauchen auf dem Platz Spieler, die sich mit dem Beruf identifizieren. Die voll auf ihre Arbeit als Fußball-Profi fokussiert sind. Das wollte der Trainer noch einmal verdeutlichen und hat am Samstag dieses Zeichen gesetzt. Da stehe ich voll dahinter", unterstrich Allofs. "Wir sind mit der Vertragsunterzeichnung Pflichten eingegangen, aber das Gleiche gilt für Marko auch", so Allofs, der aber auch deutlich machte, dass die Geduld noch nicht am Ende ist. "Er muss uns signalisieren, dass er aus Fehlern lernen möchte, solange werden wir es auch weiter mit ihm versuchen."

Vier Tage vor der Partie stand aber nicht nur der Österreicher im Blickpunkt. Auch die Personalsituation blieb ein Thema. Unterschiedliche Nachrichten gab es von den Stürmerkollegen. Während Denni Avdic (nach Kopfverletzung) seinen Aufwärtstrend fortsetzte und nach seinem Trainingscomeback am Freitag erneut trainieren konnte, musste der am Sprunggelenk angeschlagene Sandro Wagner die Übungseinheit vorzeitig abbrechen. Beim Gang in die Kabine zeigt er sich skeptisch. "Ich habe im Spiel auf die Zähne gebissen und gespielt, aber jetzt sind die Schmerzen einfach zu groß. Für Kaiserslautern sieht es nicht gut aus. Ich glaube, die Saison ist gelaufen." Abschreiben wollte ihn Cheftrainer Thomas Schaaf jedoch noch nicht. "Bei Sandro ist es schon am Wochenende nicht gut gewesen. Deshalb musste er die Einheit heute auch eher abbrechen. Wir müssen nun kontrollieren, wie sich die Schwierigkeiten in den nächsten Tagen darstellen." Zu Avdic fügte er an. "Wir mussten ihm Zeit geben, diese Kopfverletzung mit Ruhe, Geduld und aller Sachlichkeit behandeln. So etwas kann ja dauern. Wenn man sieht, wie lange Petri Pasanen mit ähnlichen Problemen pausieren musste, war die Unterbrechung für Denni noch kurz."

Doch auch in anderen Mannschaftsteilen hat Werder Patienten zu beklagen. Per Mertesacker wurde am Dienstag wegen Fersenproblemen behandelt. Für Aaron Hunt (Rückenprobleme) und Tim Borowski (Knieverletzung) war an das Mannschaftraining ebenfalls nicht zu denken. Auch Mikael Silvestre musste mit Adduktorenproblemen passen. Er wird im letzten Saisonspiel nicht zur Verfügung stehen. Cheftrainer Thomas Schaaf analysierte die Situation gelassen. "Ich bin über jeden Spieler froh, der zurückkommt. Das zieht sich bei uns schon durch die ganze Saison, wieso sollte es vor dem 34. Spieltag anders sein."