Prödl und Arnautovic nur Zuschauer - 16er Kader nach Nürnberg

Werders Österreicher fallen aus: Sebastian Prödl und Marko Arnautovic (Magen-Darm-Infekt) bleibt derzeit nur die Zuschauerrolle.
Profis
Freitag, 18.03.2011 // 16:03 Uhr

Klaus Allofs hatte scheinbar nicht drei Mal auf Holz geklopft. Denn dem Sprichwort nach, soll dies ja vor Unglück und Unfällen schützen. Als Werders Geschäftsführer am Donnerstagmittag auf der Pressekonferenz vor dem Nürnbergspiel noch davon sprach, dass „sich die Verletztensituation langsam normalisiert hat", konnte er nicht ahnen, dass die Grün-Weißen bereits wenige Stunden später den Ausfall eines weiteren Stammspielers in den nächsten Wochen verkraften müssen.

Sebastian Prödl hatte sich bei der Nachmittagseinheit ohne gegnerisches Einwirken einen Sehnenriss im Oberschenkel zugezogen. Doppelt bitter für den österreichischen Nationalspieler, der neben den wichtigen Ligaspielen mit Werder auch die Länderspiele gegen Belgien (25.03.) und vier Tage später in der Türkei (29.03.) verpasst. Prödl, der in der bisherigen Spielzeit 35 von 36 Pflichtspiele im Trikot der Grün-Weißen absolviert hat, war nach der Diagnose am Freitagmorgen natürlich geknickt, will seine Teamkameraden aber bereits am Samstag in Nürnberg, wenn auch nicht auf dem Platz, unterstützen: „Ich werde das Spiel mit werderbegeisterten Freunden schauen und hoffe natürlich auf ein gutes Spiel unserer Mannschaft", so der 23-Jährige, der in den nächsten Tagen neben ersten Behandlungsterminen das Bein vor allem ruhig halten muss.

Arnautovic krank, Bargfrede pausiert

Während Werders österreichischer Innenverteidiger die Daumen für seine Mannschaftskollegen also vor dem Bildschirm drückt, kann auch sein Landsmann Marko Arnautovic am Freitag nicht mit nach Nürnberg fliegen. Der 21-Jährige verpasste das Abschlusstraining aufgrund eines Magen-Darm-Infekts. „Ich habe wenig Hoffnung, dass er noch fit wird", erklärte Cheftrainer Thomas Schaaf nach der Einheit das Fehlen des Mittelfeldakteurs.

Vergeblich suchten die Trainingskiebitze am Freitagnachmittag auch Philipp Bargfrede. Werders Nummer 44 wäre zwar ohnehin aufgrund seiner fünften Gelben Karte in Nürnberg gesperrt gewesen, musste nun aber wegen einer Entzündung an der Ferse eine Trainingspause einlegen. „Es ist aber nicht so schlimm", gab der 22-Jährige gleich Entwarnung. „Ich will nächste Woche wieder dabei sein." Positive Nachrichten gab es indes sowohl von Aaron Hunt als auch von Dominik Schmidt, die beide erst Mitte der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen waren. Sie gaben nach der Abschlusseinheit grünes Licht für einen Einsatz in Nürnberg und stehen im 16-köpfigen Kader der Bremer.

„Wollen in Nürnberg etwas mitnehmen“

Dass die Werderaner nun etwas dezimiert zum Rückrunden-Tabellenführer nach Nürnberg reisen, spielt in der Zielsetzung für den Samstag keine große Rolle: „Es ist doch klar, dass wir dahinfahren, um auch etwas zu holen", gibt Kapitän Torsten Frings dem in den letzten Wochen gestiegenen Selbstvertrauen der Grün-Weißen noch einmal Nachdruck. „Es wird eine schwierige Aufgabe", weißt Frings dennoch, „gerade auch weil Nürnberg noch die Möglichkeit hat, im nächsten Jahr international zu spielen". Die beeindruckende Serie der Franken ist auch an Tim Wiese nicht vorbeigegangen. „Die haben einen Lauf, da klappt dann alles, da triffst du jedes Ding", so Werders Schlussmann. „Verkehrte Welt", wie 'Lutscher' meint, „denn sonst hatten wir immer die Chance international zu spielen".

Folgende 16 Spieler sitzen im Flieger nach Nürnberg und stehen im Bremer Kader: Wiese, Mielitz, Fritz, Mertesacker, Schmidt, Silvestre, Pasanen, Frings, Hunt, Wesley, Trinks, Marin, Borowski, Pizarro, Wagner, Avdic.