Schritt für Schritt nach vorne

Profis
Dienstag, 26.10.2010 // 18:37 Uhr

Werder Bremen gelang am Samstag der erste Sieg in Gladbach seit der Doublesaison 2003/2004 und damit im sechsten Anlauf der erste Erfolg im Borussia-Park. „Eine ansteigende Tendenz war schon in den vergangenen Spielen zu erkennen. Heute sind wir wieder einen kleinen Schritt nach vorne gegangen“, freute sich Klaus Allofs. „Es freut mich, dass wir heute gewonnen haben, gerade auch, weil wir in der Vergangenheit hier nie etwas geholt haben“, so der Geschäftsführer. “Wir haben uns heute weiter gesteigert und das fortgesetzt, was wir schon am Mittwoch in Enschede gut gemacht haben. Die Mannschaft hat heute ein gutes Spiel gezeigt“, lobte Cheftrainer Thomas Schaaf sein Team, das durch diesen Auswärtserfolg seit nunmehr vier Bundesligaspielen ungeschlagen ist.

Schritt für Schritt nach vorne

Klaus Allofs freute sich, dass die Position durch den Sieg weiter verbessert wurde. „In der Tabelle sieht das schon deutlich besser aus. Die Möglichkeit, weiter nach oben zu kommen, ist da.“ Dass es trotz des deutlichen Resultats ein hart umkämpftes Spiel war, schilderte Ex-Borusse Marko Marin, der die Bremer schon in der 5. Spielminute mit 1:0 in Führung gebracht hatte. „Es war heute auf keinen Fall ein einfacher Sieg, aber die zwei frühen Tore haben uns sehr geholfen.“ Trotz des 4:1-Erfolges zeigten sich die Grün-Weißen durchaus selbstkritisch. „Wir haben insgesamt einfach noch zu viele Chancen zugelassen, das Spiel hätte auch 10:6 ausgehen können. Wir müssen es abstellen, dass wir so viele Gegentore kassieren und müssen defensiv besser arbeiten“, ärgerte sich Torsten Frings.

„Wenn man hier früh 2:0 führt, kann man eigentlich zufrieden sein, aber dann darf man dem Gegner einfach nicht so leicht so viele Chancen ermöglichen. Da darf keine Gefahr mehr aufkommen. Wir können das noch besser spielen, aber wollen nach dem Erfolg jetzt auch nicht meckern“, sieht auch Geschäftsführer Klaus Allofs weiteres Steigerungspotenzial bei den Bremern. „Wir haben heute sehr gut nach vorne gespielt und man hat gesehen, dass die Tore Selbstvertrauen gegeben haben. Wir sind auf dem richtigen Weg“, wollte Thomas Schaaf das Spiel nicht so kritisch beurteilen. Diesen Weg müssen die Grün-Weißen schon am Dienstag im DFB-Pokalspiel beim FC Bayern weitergehen. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Bayern ist eine andere Hausnummer, da dürfen wir uns solche Fehler wie heute nicht erlauben“, warnt Kapitän Torsten Frings.

„Ich erwarte ein interessantes Spiel, das sicher einiges zu bieten hat. Wir wollen unsere Mini-Serie dort ausbauen und sind froh, dass wir jetzt schon in der zweiten Runde, also relativ früh, gegen Bayern spielen. Wir wollen am Dienstag das Ticket zur nächsten Runde lösen“, schilderte Per Mertesacker seine Vorfreude auf das Kräftemessen mit dem Rekordmeister. Davon, dass der FC Bayern in der Bundesliga bisher noch nicht zu gewohnter Stärke gefunden hat, wollen sich die Grün-Weißen nicht blenden lassen. „Das Pokalspiel am Dienstag ist kein „normales“ Spiel. Da zählt es nicht, wie Bayern momentan drauf ist und auch nicht, dass wir eine kleine Serie haben.“ Den Worten des Nationalspielers schloss sich auch Wesley an, der in Gladbach sein erstes Bundesliga-Tor erzielte. „Die Favoritenrolle darf ruhig bei den Bayern liegen. Wir wollen ein gutes Spiel machen und werden alles daran setzen, weiter zu kommen. Wer letztlich der Favorit war, sieht man dann nach dem Spiel."