SV Werder leitet Ausschlussverfahren gegen NPD-Mitglied ein

Seit Jahren ist Werder Bremen Vorreiter beim Thema Antidiskriminierung und Gewaltlosigkeit.
Profis
Mittwoch, 25.05.2011 // 09:21 Uhr

Das Präsidium des Sport-Vereins "Werder" von 1899 e.V. hat am Dienstagabend in seiner ordentlichen Sitzung die Einleitung des Ausschlussverfahrens gegen das Mitglied Jens Pühse beschlossen. "Wir machen damit von unserem satzungsmäßigen Recht Gebrauch, Mitglieder ausschließen zu können, die das Ansehen unseres Vereins schädigen, insbesondere eine rassistische Gesinnung vertreten. Es gab keine zwei Meinungen, dass in diesem Fall beides zutrifft", sagte Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Vize-Präsident des SV "Werder" von 1899 e.V.

Das Präsidium des Sport-Vereins "Werder" von 1899 e.V. hat am Dienstagabend in seiner ordentlichen Sitzung die Einleitung des Ausschlussverfahrens gegen das Mitglied Jens Pühse beschlossen. "Wir machen damit von unserem satzungsmäßigen Recht Gebrauch, Mitglieder ausschließen zu können, die das Ansehen unseres Vereins schädigen, insbesondere eine rassistische Gesinnung vertreten. Es gab keine zwei Meinungen, dass in diesem Fall beides zutrifft", sagte Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Vize-Präsident des SV "Werder" von 1899 e.V.

"Gerade Werder ist seit vielen Jahren ein Vorreiter in der Bundesliga beim Thema Anti-Diskriminierung und Gewaltlosigkeit, deswegen wollen wir auch hier ein klares Signal senden. Es ist für uns unbegreiflich, wie Herr Pühse seine politische Gesinnung in Einklang mit der Unterstützung für unsere multikulturelle Profimannschaft bringen kann", ergänzte Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer, der die Aktion als Wahlkampfinszenierung der NPD einordnet.

Jens Pühse, der im NPD-Bundesvorstand und als Spitzenkandidat in Bremerhaven arbeitet sowie in Bremen als NPD-Landeswahlkampfleiter agierte, hatte sich bei den Grün-Weißen im Vorfeld der Bürgerschaftswahlen bei Werder angemeldet. Erst im Januar 2011 hatte er seinen Mitgliedsantrag unterzeichnet. Das Vereinspräsidium forderte ihn daraufhin auf, den SV Werder sofort freiwillig wieder zu verlassen. Pühse erklärte, dass er nicht freiwillig austreten werde. Im Rahmen des Ausschlussverfahrens hat er zunächst Anspruch auf eine Anhörung vor dem Vereinspräsidium.