Podolski: "Für Werder ist noch einiges drin"

Hat in dieser Saison seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor wiedergefunden: FC-Stürmer Lukas Podolski.
Profis
Donnerstag, 20.01.2011 // 10:05 Uhr

Seit der Winterpause trägt er nun auch die Kapitänsbinde beim 1. FC Köln. Lukas Podolski, die Nummer 10 der Geißböcke, geht mit vorbildlicher Leistung voran. Er dirigiert, fordert die Bälle und sucht den Torabschluss mehr denn je. Fünf Treffer und sechs Assists stehen nach 18 Spieltagen

Seit der Winterpause trägt er nun auch die Kapitänsbinde beim 1. FC Köln. Lukas Podolski, die Nummer 10 der Geißböcke, geht mit vorbildlicher Leistung voran. Er dirigiert, fordert die Bälle und sucht den Torabschluss mehr denn je. Fünf Treffer und sechs Assists stehen nach 18 Spieltagen für ihn zu Buche. Zusammen mit Milivoje Novakovic führt er die interne Torschützenliste an. Vor dem Aufeinandertreffen mit den Grün-Weißen am Samstag, 22.01.2011, um 18.30 Uhr sprach WERDER.DE mit dem Nationalspieler über seine Rolle im Team, das Wiedersehen mit den Bremer Nationalmannschaftskameraden und seine Erwartungen für die Partie am Sonnabend.

Hallo Lukas, du bist seit der Winterpause neuer Kapitän beim 1. FC Köln. Siehst du dich deshalb besonders in der Verantwortung?
Natürlich ist es eine besondere Ehre für mich, Kapitän des 1. FC Köln zu sein. Ich will stets mit Leistung vorangehen und Verantwortung übernehmen. Ich versuche immer, das Beste zu geben und der Mannschaft zu helfen. Wir wollen unser Ziel erreichen, da kommt es auf jeden Einzelnen an. Wir müssen als Team zusammenstehen.

Ihr steht mit 16 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz, Werder rangiert mit sechs Punkten mehr auf dem 13. Platz. Ist es ein Duell, bei dem sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen?
Werder Bremen ist eine Mannschaft, die sehr viel Qualität in ihren Reihen besitzt. Die Hinrunde ist für Bremen sicherlich nicht gut gelaufen, aber wenn sie ihr ganzes Potential abrufen, gehören sie, trotz der jetzigen Platzierung, klar zu den Top-Teams der Liga. Besonders im eigenen Stadion können und wollen wir gegen jeden Gegner gewinnen. Im Abstiegskampf zählt für uns jeder Punkt.

In der vergangenen Spielzeit hast du in 34 Spielen nur zwei Tore erzielt, nun nach 18 Partien schon fünf. Bist du nach dem Intermezzo beim FC Bayern nun wieder richtig beim FC angekommen?
Es ist ganz egal, wer die Tore bei uns macht. Wichtig ist, dass wir uns Chancen erarbeiten und die dann auch nutzen. Natürlich wird man als Stürmer an den Toren gemessen, aber noch wichtiger ist das Zusammenspiel als Mannschaft.

Du triffst mit Per Mertesacker, Marko Marin und Tim Wiese auf drei Kollegen aus der Nationalmannschaft. Habt ihr ein besonderes Verhältnis zueinander und tauscht man sich im Vorfeld einer Partie aus?
Ich habe zu allen drei ein gutes Verhältnis. Vor der Partie gilt meine ganze Konzentration aber dem Spiel. Wenn sich nach der Begegnung die Zeit findet, dann sprechen wir vielleicht noch über das ein oder andere.

Oliver Bierhoff hat einmal in einem Interview gesagt, dass es zum Ritual geworden ist, dass Tim Wiese eine Rede hält, wenn Angela Merkel bei der Nationalmannschaft in der Kabine zu Gast ist. Wie ist es dazu gekommen, dass Tim die Worte an die Bundeskanzlerin richtet und worüber spricht er dann?
Es ist richtig, dass er das zuletzt mal gemacht hat. Worüber er spricht, bleibt aber intern.

Wie lautet dein Tipp für das Spiel am Samstag und was glaubst du kann Werder in der Rückrunde noch erreichen?
Ich habe ja schon gesagt, dass Bremen eine Menge Qualität in den Reihen hat. Wenn sie es schaffen, das auch abzurufen, ist in der Rückrunde sicher noch einiges drin. Aber am Samstag wollen wir natürlich gewinnen. Wir brauchen die drei Punkte und werden alles dafür tun.