Pizarro: "Vertrauen in die Mannschaft, dass wir es besser machen"

Leistungsträger und Führungsperson bei den Grün-Weißen: Claudio Pizarro will mit dem Team in der Rückserie einige Tabellenplätze gutmachen.
Profis
Freitag, 07.01.2011 // 06:08 Uhr

Claudio Pizarro ist mit 135 Treffern der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga und er ist absoluter Führungsspieler bei Werder! Deshalb machen viele Fans die schwierige sportliche Situation der Grün...

Claudio Pizarro ist mit 135 Treffern der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga und er ist absoluter Führungsspieler bei Werder! Deshalb machen viele Fans die schwierige sportliche Situation der Grün-Weißen und den nicht zufriedenstellenden 14. Tabellenplatz auch daran fest, dass der Peruaner in der Hinrunde in vielen Spielen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand. Doch sowohl den Tabellenplatz, als auch die Tatsache nicht regelmäßig auf dem Platz gestanden zu haben, möchte der 32-Jährige in der Rückrunde ändern. „Uns ist bewusst, dass wir an keiner guten Stelle stehen und wissen deshalb, dass wir hart arbeiten müssen und einiges nachzuholen haben", zeigt sich der Peruaner sehr selbstkritisch. Bei der erhofften Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte möchte auch er wieder entscheidend mithelfen. „Ich habe genug Zeit gehabt, mich zu erholen und gesund zu werden. Deshalb habe ich auch keine Probleme mehr und versuche hier im Trainingslager nun alles, um zum Rückrundenstart richtig fit zu sein und die Mannschaft unterstützen zu können."

Pizarro: "Habe Vertrauen in die Mannschaft"

Viel Zeit für die Vorbereitung auf den Rückrundenauftakt gegen 1899 Hoffenheim bleibt allerdings nicht, aber „wenn wir so weiter arbeiten wie bisher, dann wäre das sehr gut für uns", so Pizarro, der weiß, dass „wir für den Rückrundenstart in guter Form sein müssen. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren und wollen versuchen möglichst vom ersten Spiel an Punkte zu holen. Und ich glaube, dass schaffen wir auch", sagt Pizarro zuversichtlich. Er ist eben ein Optimist, einer, der positiv in die Zukunft schaut und aus vergangenen Fehlern lernen möchte - kein Wunder also, dass er das Wort ,Abstiegskampf‘ nur ungern in den Mund nimmt. „Wir stecken in einer schwierigen Situation, aber vom Abstieg zu sprechen, ist zu viel", verrät der peruanische Nationalspieler und lässt nicht lange auf eine Begründung warten: „Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, Vertrauen, dass wir es besser machen werden."

Besonderen Druck verspürt Pizarro nicht

Den Grund für die nicht zufriedenstellende Hinserie ist für Pizarro ebenfalls schnell ausgemacht. „Es lag an den vielen Verletzten. Immer wenn einer wieder fit war, ist ein anderer ausgefallen. Es gab kein Spiel, bei dem alle dabei waren." Auch er selbst kam in der ersten Halbserie nur auf acht Einsätze in der Bundesliga. „Ich war vielleicht ein bisschen naiv", versucht er zu erklären, warum er gleich mehrfach mit muskulären Problemen aussetzen musste. „Ich kannte das so nicht, habe mich immer gut gefühlt und nicht gemerkt, dass da was war. Vielleicht habe ich deshalb beim ersten Mal zu lange gespielt. Aber jetzt habe ich das gelernt", so Piza, auf dem viele Hoffnungen ruhen. Besonderen Druck spürt der erfahrene Angreifer deshalb aber nicht. „Druck ist überall und der war von Anfang an da", sagt er nüchtern und ergänzt: „Es gibt bei uns viele Spieler, die Tore schießen können, aber wir hatten eben eine schlechte Phase."

"Wieder international spielen"

Ein Spieler, der zukünftig für Werder auf Torejagd geht, ist Neuzugang Denni Avdic. „Es ist natürlich schwer etwas über ihn zu sagen nach zwei Tagen. Er ist ein echter Mittelstürmer, ist groß, hat Kraft und ich glaube er macht die Tore", beschreibt Pizarro seinen neuen Kollegen, der sicher auch von der Erfahrung des Peruaners profitieren kann. Ein Spieler braucht laut Pizarro indes keine Hilfe: Marko Arnautovic. „Der weiß, wie es geht", ist Piza überzeugt. „Dass er ein sehr guter Fußballer ist, dass wissen wir alle. Er muss einfach seine Qualität zeigen, das wäre wichtig für das Team." Auch wenn der Österreicher keine Unterstützung braucht, sieht sich Claudio Pizarro trotzdem als Ansprechpartner für die jungen Kollegen. „Es gibt ein paar, die sind schüchtern und es gibt welche, die mich hin und wieder etwas fragen", schmunzelt er. „Aber so oder so versuche ich natürlich den jüngeren Spielern zu helfen."

Was passieren muss, um in der Rückrunde erfolgreich zu sein, gilt für jung und alt. „Wir müssen positiv denken, versuchen alles zu verbessern und dann schauen, dass wir am Ende vielleicht doch wieder international spielen. Das ist das Ziel", so Piza. „Und das halte ich für realistisch."


aus Belek berichtet Dominik Kupilas