Interview

Profis
Mittwoch, 20.10.2010 // 18:10 Uhr

Viele Wochen hat sich Werder um die Dienste von Wesley bemüht. Nach intensiven Verhandlungen zwischen den Grün-Weißen um dem FC Santos konnte der Brasilianer dann Ende August in Bremen vorgestellt werden. Nach den ersten beiden Monaten wissen die Werder-Fans, dass sich diese Bemühungen gelohnt haben. Der 23-Jährige blickte nun gemeinsam mit WERDER.DE auf seinen Start in Bremen zurück.

Hallo Wesley, du bist jetzt seit zwei Monaten in Bremen. Fühlst du dich schon heimisch?
Ja, ich fühle mich hier schon sehr wohl. Die Menschen sind hier sehr ruhig, höflich und respektvoll. Auch mit der Sprache geht es immer besser voran und ich hoffe, dass ich bald auf Deutsch kommunizieren kann.

In den letzten Wochen hast du auch schon Bekanntschaft mit typischem "Bremer-Wetter" gemacht.
(lacht) Aus Brasilien bin ich natürlich anderes Wetter gewohnt – da scheint öfter die Sonne und es ist wärmer. So langsam gewöhne ich mich aber daran, dass es hier oft regnet und ich weiß auch, dass es noch schlimmer werden kann. Allerdings muss ich mich noch an die Kälte gewöhnen, denn was für euch noch angenehm ist, ist für mich schon kalt.

Du hast am Anfang gesagt, dass du dich vor allem an die Bundesliga gewöhnen musst. Thomas Schaaf sagt, du würdest dich einbringen, als wärst du schon Jahre lang dabei.
Es ist schon ein sehr großer Unterschied zwischen der brasilianischen und der deutschen Liga. Hier wird viel schneller gespielt und das Niveau ist insgesamt höher. Aber ich versuche einfach immer der Mannschaft zu helfen.

Wie würdest du denn deinen derzeitigen Leistungsstand beschreiben?
Körperlich bin ich zu 100 Prozent fit und befinde mich in einem guten Rhythmus mit vielen Spielen. Aber man kann in jedem Training und in jedem Spiel dazu lernen und ich weiß, dass ich mich noch weiter steigern kann.

Am Samstag habt ihr 4:1 in Gladbach gewonnen. Bist du mit dem Spiel und mit deiner Leistung zufrieden?
Es war auf gar keinen Fall ein einfaches Spiel für uns. Wir mussten einige Chancen über uns ergehen lassen, aber wir haben uns auch Räume geschaffen, haben aggressiv gespielt und sind viel gelaufen. Am Ende war es ein verdienter Sieg. Mit meiner eigenen Leistung bin ich ebenfalls ganz zufrieden. Mein Ziel ist es immer, der Mannschaft zu helfen und das ist mir am Samstag gelungen.

Unter anderem mit deinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:0…
Ja, das war mein erstes Bundesliga-Tor, aber an erster Stelle steht der Erfolg der Mannschaft. Trotzdem war es natürlich ein besonderer Moment. Wir haben in Gladbach ein super Ergebnis erzielt und Gott hat das Ganze noch mit einem Tor für mich gekrönt. Hoffentlich geht es so weiter.

Heute Abend steht das DFB-Pokalspiel beim FC Bayern München an. In der Tabelle steht ihr vor Bayern. Seid ihr Favorit?
Die Favoritenrolle darf ruhig bei den Bayern liegen. Wir wollen ein gutes Spiel machen und werden alles daran setzen, weiter zu kommen. Wer letztlich der Favorit war, sieht man dann nach dem Spiel.

Interview