Kein neuer Profi-Vertrag für Torsten Frings

Nach 402 Bundesligaspielen ist für Torsten Frings Schluss bei Werder. Er wird das grün-weiße Trikot in der kommenden Saison nicht mehr überstreifen.
Profis
Dienstag, 17.05.2011 // 14:50 Uhr

Eine Ära geht zu Ende. Torsten Frings wird in der kommenden Saison nicht mehr im Profikader von Werder Bremen stehen. Er erhält keinen neuen Vertrag bei den Grün-Weißen. "Die Geschäftsführung hat in Abstimmung mit Thomas ...

Eine Ära geht zu Ende. Torsten Frings wird in der kommenden Saison nicht mehr im Profikader von Werder Bremen stehen. Er erhält keinen neuen Vertrag bei den Grün-Weißen. "Die Geschäftsführung hat in Abstimmung mit Thomas Schaaf und unter Abwägung sportlicher und wirtschaftlicher Aspekte entschieden, Torsten Frings keinen neuen Vertrag als Lizenzspieler anzubieten", erklärt Geschäftsführer Klaus Allofs auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Dienstagnachmittag.

"Werder Bremen wird ihm eine Beschäftigung zur Ausbildung zum Trainer und zum Erwerb der nötigen Lizenzen anbieten", so Allofs weiter. Ob Frings dem SVW in der kommenden Saison erhalten bleibt, ist indes noch offen. "Torsten hat sich noch nicht ganz intensiv damit beschäftigt. Seine Rückmeldung erwarten wir in den nächsten Tagen. Wir würden ihm die Möglichkeit eine Ausbildung zum Trainer zu machen, auch einräumen, wenn er sich entscheiden würde, seine aktive Karriere zunächst noch bei einem anderen Verein fortzusetzen."

Cheftrainer Thomas Schaaf äußerte sich ebenfalls: "Torsten war viele Jahre lang mit Leib und Seele dabei und hat alles für Werder Bremen gegeben. Wir haben bei dieser Entscheidung alles in die Waagschale geworfen und viele Gespräche mit ihm geführt. Ich bin mit Klaus Allofs einer Meinung, dass wir diesen Schritt jetzt gehen.

Frings wechselte im Januar 1997 von Alemannia Aachen an die Weser, spielte, mit der Unterbrechung von 2002 bis 2005, 326-mal für Werder in der Bundesliga. In der Historie der Bremer gab es nur acht Spieler, die häufiger für Werder aufliefen, als Torsten Frings. In der abgelaufenen Spielzeit überholte der 34-Jährige die Werder-Urgesteine Jonny Otten, Thomas Wolter und Frank Neubarth in der Anzahl der Bundesligapartien für Grün-Weiß. Seit dem Karriereende von Frank Baumann trug „Lutscher", wie ihn die Mannschaftskameraden nur nennen, die Kapitänsbinde der Grün-Weißen. Er erzielte in seiner Werder-Zeit insgesamt 36 Treffer und gewann 1999 und 2009 unter Trainer Thomas Schaaf den DFB-Pokal. Zudem stand Frings 2009 mit den Werderanern im UEFA-Cup-Finale. Für die DFB-Auswahl bestritt der Mittelfeldmann 79 Länderspiele, nahm an den Weltmeisterschaften 2002 und 2006, sowie an den Europameisterschaften 2004 und 2008 teil.

 

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