Werder-Almanach 2010 - M bis O: Schichtsystem 24/7

Dort, wo auf dem Bild noch eine Baustelle zu sehen ist, befindet sich mittlerweile schon eine fast komplett fertige, neue Osttribüne.
Profis
Dienstag, 28.12.2010 // 11:19 Uhr

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2010 - wieder ein Jahr mit viele schönen Momenten und einem besonderen Jubiläum ...

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und Rückkehrer. 2010 - wieder ein Jahr mit viele schönen Momenten und einem besonderen Jubiläum. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Deswegen bietet WERDER.DE zum Jahresende einmal mehr den grün-weißen Almanach an. Werder 2010 von A bis Z, zum Erinnern und Schmunzeln. Heute: Teil 5 - M bis O:

M - Münster

In Münster geboren, später nach dem Abitur zog es ihn zum Studium in die USA und nach Großbritannien. Von 1994 an bekleidete er 16 Jahre lange verschiedenste verantwortungsvolle Position der Adidas AG in Europa und Nordamerika, zuletzt als Vice President im Konzernbereich Global Football Marketing. Ein eindrucksvoller Weg, der ihn nunmehr nach Bremen führte. Denn seit Januar 2010 hat Klaus Filbry den Geschäftsführerposten für Marketing, Management und Finanzen bei Werder inne. „Wenn ich mir seine Vita anschaue, dann ist sie durch und durch werder-like. Er hat bisher nur bei einem Verein gespielt und ist seinem Arbeitgeber immer sehr treu geblieben. Er ist der richtige Mann für die schwere Nachfolge von Manfred Müller. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit", urteilte Klaus Allofs über den neuen Geschäftsführer-Kollegen an seiner und Klaus-Dieter Fischers Seite. „Mit ihm stößt ein Mann zu Werder Bremen, der hierher passt, der sich auf dem internationalen Markt auskennt, vernetzt ist und viel Fußball-Affinität mitbringt. Er ist ein ausgewiesener Experte", begründete Dr. Hubertus Hess-Grunewald, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, das intensive Bemühen der Grün-Weißen um den 43-Jährigen. Filbry zeigte sich geehrt und voller Tatendrang: „ Ich bin sehr stolz darauf heute hier zu sitzen. Es war in meinem Lebenslauf nicht unbedingt vorgesehen, meinen bisherigen Arbeitgeber zu verlassen, aber für Werder musste ich meine Pläne ändern. Der Klub steht für hohe Kontinuität und für ein großes Maß an Unaufgeregtheit. Verbunden mit seinem sportlichen Potenzial ist Werder einzigartig in der Bundesliga. Ich nehme diese Herausforderung gern an."

N - Nana, komm bald wieder

Wann findet seine monatelange Leidenszeit endlich ein Ende? Wann hält das Leid geplagte Knie endlich wieder den kompletten Belastungen stand? Wann kann Ronaldo Aparecido Rodrigues, kurz Naldo, endlich wieder den Spielertunnel im Weser-Stadion durchqueren und an der Seite seiner Teamkollegen für die Grün-Weißen auflaufen? Eine widerborstige Knieverletzung verhindert seit der Saisonvorbereitung jegliches Mitwirken des 28-Jährigen in den Pflichtspielen. Bereits seit April traten immer wieder Schmerzen auf. Bis zum Saisonende biss er auf die Zähne, aber auch der Urlaub half nicht zur Regeneration. Wie sehr der Brasilianer fehlt, darauf machte Cheftrainer Thomas Schaaf vor wenigen Wochen noch einmal deutlich aufmerksam: „Er ist ein ganz wichtiger Faktor und stand uns mit all seinen Qualitäten bislang noch gar nicht zur Verfügung. Das ist natürlich ein Grund dafür, dass es bei uns noch nicht so läuft." Beständigkeit auf höchstem Niveau, das zeichnet Naldo immer aus, das wird so sehr vermisst. „Es ist für mich sehr schwer, nur Zuschauer zu sein. Ich bin jetzt seit fünf Jahren bei Werder, aber so eine lange Verletzungspause habe ich noch nicht gehabt. Daher ist die Situation sehr ungewohnt für mich. Ich bin immer traurig, wenn ich der Mannschaft nicht helfen kann", gab er Einblick in sein Seelenleben. Bis zu dieser Zwangspause verpasste ‚Nana‘, wie er von allen nur liebevoll gerufen wird, ganze 15 Bundesliga-Spiele, in fünf Spielzeiten mit Werder hat er 155 von 170 möglichen Partien bestritten. Ein Fabelwert des Innenverteidigers. Neben all den unverzichtbaren Defensivqualitäten erzielte der schussgewaltige Innenverteidiger allein in der vergangenen Spielzeit wettbewerbsübergreifend elf Tore. Nana, komm bald wieder!

O - Ostkurve

Nur noch etwas Geduld, das „Heimspiel für die Zukunft" rückt stündlich näher. Im April 2008 hatten die Werder-Verantwortlichen in einer 3D-Präsentation den Baubeginn des „neuen" Weser-Stadions eingeläutet. Jetzt, im Dezember 2010, ist es fast soweit. Stück für Stück nähert sich die Fertigstellung dieser architektonischen Augenweide auf modernstem Niveau. Fieberhaft wird an den Feinheiten geschuftet. Während des traditionellen Geschäftsführer-Talks im Rahmen des diesjährigen „Tag der Fans" hatte Geschäftsführer Klaus Filbry noch einmal den betriebenen Aufwand verdeutlicht: „Es wird momentan ‚24/7' und im Schichtsystem am Stadionumbau gearbeitet." Vor allem, damit auch die Ostkurve in ganzer Pracht erstrahlen kann. Im August erlebte Thomas Schaafs Mannschaft erstmals einen Vorgeschmack dessen, was es stimmungstechnisch bewirken wird, wenn der Neubau hinter dem Tor alsbald komplett abgeschlossen ist. Als Sampdoria Genua im Weser-Stadion gastierte, erlebte die noch etwas improvisierte Ostkurve am „neuen" Standort beinah direkt an der Torauslinie ihre Premiere. „Die Perspektive im Stadion hat sich total verändert. Vorher war es so weit, jetzt ist alles viel enger. Beim Torjubel war das natürlich eine neue schöne Erfahrung", war Per Mertesacker wie alle Werder-Profis hellauf begeistert. Sebastian Prödl registrierte verzückt die „ganz andere Atmosphäre." Kurzum: „Mit der Fertigstellung werden wir eines der schönsten Stadien Deutschlands in einmaliger Lage haben", blickt Klaus Filbry voller Vorfreude auf die ganz nahe Zukunft voraus.

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