Werders U19 kämpft und wird belohnt

Traf zum 5:5-Endstand: Alexander Hahn.
Junioren
Sonntag, 12.09.2010 // 17:44 Uhr

Die U19 von Werder Bremen trennt sich vom Nachwuchs des VfL Wolfsburg nach einem außergewöhnlichen Bundesligaspiel mit 5:5 (2:3). Der Ausgleich gelang den Grün-Weißen in der 90. Spielminute.

Die U19 von Werder Bremen trennt sich vom Nachwuchs des VfL Wolfsburg nach einem außergewöhnlichen Bundesligaspiel mit 5:5 (2:3). Der Ausgleich gelang den Grün-Weißen in der 90. Spielminute.

Dass die Zuschauer auf Platz 11 ein lebendiges Spiel erleben würden, wurde schon in den Anfangsminuten der Partie klar: Auf eine Großchance in der vierten Minute für die VW-Städter, die die Werder-Abwehr noch auf der Linie klären konnte, hatte das Team von Mirko Votava die richtige Antwort parat: Nach starker Ballbehauptung im Mittelfeld startete Niclas Füllkrug durch und schloss selbst souverän zum 1:0 ab (14.). Die Wolfsburger zeigten sich von der Bremer Führung jedoch wenig beeindruckt und suchten nach Möglichkeiten für einen schnellen Ausgleich. So war es in der 24. Minute Kevin Scheidhauer, der an den Ball kam und das 1:1 markieren konnte. Scheidhauer wusste nur kurze Zeit später auch seine zweite Chance im Spiel zu nutzen und brachte seinen VfL in Führung (28.). Es kam zum Duell der Stürmer, denn auch Werders Nummer 9 legte nach. Niclas Füllkrug wurde frei gespielt und zog cool am Wolfsburg-Keeper Marius Sauss vorbei, bevor er den Ball im Tor der Niedersachsen unterbrachte (34.). Das Unentschieden hielt jedoch nicht lange an. Einen Elfmeter für die Gäste verwandelte Akaki Gogia zum 2:3 (45.).

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Spiel keineswegs und zunächst waren es die Wolfsburger, die den besseren Start erwischten. Nach Doppelpass mit Kevin Scheidhauer traf Erdogan Pini zum 2:4 (47.). Auch bei diesem Spielstand gaben sich die Bremer A-Junioren nicht auf. „Es kam immer eine Trotzreaktion von uns“, lobte Trainer Mirko Votava nach dem Schlusspfiff die Einstellung seiner Spieler. Der Anschlusstreffer zum 3:4 ließ nur eine Minute auf sich warten. Özkan Yildirim war zur Stelle (48.) und Werder war zurück im Spiel. Sein drittes Tor an diesem Nachmittag schoss Niclas Füllkrug aus der Distanz und mit gutem Auge. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor zum 4:4 (57.). Acht Tore waren den Spielern aber nicht genug. Wolfsburg spielte munter weiter. Von der Grundlinie aus sah Kevin Scheidhauer den besser postierten Erdogan Pini, der ohne große Mühe seine Mannschaft wieder in Führung brachte (59.). Werder gab sich nicht auf und kämpfte bis zum Schluss. Mittlerweile nur noch zu zehnt, nach einer Gelb-Roten Karte an Kapitän Clemens Schoppenhauer, erspielte sie sich die Mannschaft weitere Chancen. Der Einsatz wurde spät belohnt: Einen Freistoß, getreten von Orhan Yildirim, köpfte Alexander Hahn ins VfL-Tor zum 5:5 (90).

„Wir sind generell nicht mit einem Unentschieden zufrieden, aber nach so einem Spielverlauf kann man es sein“, so Mirko Votava. „Auch wenn die Abwehrreihen nicht immer funktionierten, war es ein gutes Spiel. Körperlich waren wir gut drauf“, so der Coach nach 90 Minuten und zehn Toren auf Patz 11.

Erik Rossel

Werder Bremen: Düker – Schmude (62. Ferfelis/90. + 4. Grasshoff), Schoppenhauer, Hüsing, Hyde – Yildirim, Beermann, Hahn, Mlynikowski – Priessner (52. Yildirim), Füllkrug

VfL Wolfsburg: Sauss - K. Schulze, Hartherz, Dieck- Henze, Chamorro, Knoche, Uzun (90. Thielke), Gogia - Scheidhauer, Pini (76. Hauck)

Tore: 1:0 Füllkrug (14.), 1:1 Scheidhauer (24.), 1:2 Scheidhauer (28.), 2:2 Füllkrug (34.), 2:3 Gogia (45. Foulelfmeter), 2:4 Pini (47.), 3:4 Yildirim (48.), 4:4 Füllkrug (57.), 4:5 Pini (59.), 5:5 Hahn (90.)

Gelbe Karten: Henze, Knoche (beide Wolfsburg

Gelb-Rote Karten: Schoppenhauer (Werder), Schulze (Wolfsburg)

Schiedsrichter: Tim Sönder

Stadion „Platz 11“: 200 Zuschauer