"Über Entwicklung definieren"

Florian Kohfeldt über die Nachwuchstalente

Wird ab Sommer häufiger am Profi-Training teilnehmen: David Philipp (Foto: nordphoto).
Junioren
Mittwoch, 22.05.2019 // 17:35 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Einige nahmen das Erlebnis 'Profi-Trainingslager' bereits mit, für andere war die Möglichkeit an einer Profi-Trainingseinheit teilzunehmen das Highlight. Die Rede ist von Werders Nachwuchstalenten, die in der abgelaufenen Spielzeit 2018/2019 ihre Momente im Trainingsbetrieb der Bundesliga-Mannschaft von Cheftrainer Florian Kohfeldt erhalten haben. „Das zeigt, dass die Verzahnung mit dem WERDER Leistungszentrum extrem eng ist“, sagt Kohfeldt, der mehrfach Nachwuchsspieler in den letzten Monaten mittrainieren ließ, gegenüber WERDER.TV.

Über die gesamte Saison gesehen waren es nicht nur Trainingseinheiten, an denen Talente aus dem WERDER Leistungszentrum bei den Profis reinschnuppern durften. Bestes Beispiel: die beiden Testspiele gegen Blau-Weiß Papenburg (zum Spielbericht) und den VfL Oldenburg (zum Spielbericht). Neben Ilia Gruev und David Philipp, die bereits das Trainingslager in Südafrika mitmachten, standen mit Fred MC Mensah Quarshie, Luc Ihorst oder Pascal Hackethal weitere U19-Akteure gemeinsam mit Claudio Pizarro und Co. auf dem Feld.

Machte in den Testspielen auf sich aufmerksam: Fred MC Mensah Quarshie (Foto: nordphoto).

Während Luc Ihorst und Fred MC Mensah Quarshie in den Tests mit Treffern glänzen konnten, sind Ilia Gruev und David Philipp bereits einen Schritt weiter. Für beide wird sich nämlich die Anzahl der Einheiten im Bundesliga-Kader in den nächsten Monaten erhöhen, wie Florian Kohfeldt verrät. „Ilia und David werden die Sommervorbereitung mit der Bundesliga-Mannschaft absolvieren“, so Werders Cheftrainer, der direkt eine Einschätzung folgen lässt: „Ich bitte darum, die Erwartungen bei den Beiden nicht zu hoch zu schrauben. Niemand sollte verlangen, dass sie direkt am 1. Spieltag in der Startelf stehen. Das ist nicht das Ziel. Sie sollen sich jetzt erstmal an den Herrenbereich gewöhnen. Wenn sie Top-Leistungen bringen, kann sich natürlich jeder für den Kader empfehlen, aber es geht zunächst nicht darum, dass sie sich über Bundesliga-Einsätze definieren. Sie sollen sich über Entwicklung definieren.“

Um individuelle Fortschritte geht es auch bei allen anderen Talenten, die im Rahmen der letzten Spielzeit im Training dabei waren. So auch für Werders U17-Spieler Abed Nankishi und Nick Woltemade. „Das waren Empfehlungen aus dem Leistungszentrum, bei denen die Verantwortlichen meinten, dass es den Spielern in ihrem aktuellen Entwicklungsschritt guttut, mal mit den Profis zu trainieren. Damit die Spieler sehen, was schon gut ist und woran sie noch arbeiten müssen“, so Kohfeldt abschließend. Diese Entwicklung setzt sich mit dem Start in die neue Saison fort.