Noch alles möglich

Marco Grote im Viererketten-Gespräch

Marco Grotes Team ist noch in allen Wettbewerben dabei (Foto: Rospek).
U19
Dienstag, 19.12.2017 // 12:19 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Der Jahreswechsel steht vor der Tür, die Hinrunde der Saison 2017/18 ist Geschichte. Zeit, um ein erstes sportliches Fazit zur bisherigen Spielzeit der Werder-Teams zu ziehen. WERDER.DE hat sich für das Interview-Format Viererkette mit den Trainern der Frauen-Teams und des Werder-Leistungszentrums getroffen, um deren Resümees zur ersten Saisonhälfte zu lauschen. Viererkette heißt: Drei allgemeine Fragen plus eine speziell auf ihr Team zugeschnittene. Den Abschluss macht Trainer Marco Grote, der zuversichtlich mit Werders U 19 ins Jahr 2018 geht.

Kurze Vorbereitung, Verletzungsprobleme und trotzdem so eine Hinserie. Werders U 19 zeigte in den letzten Monaten tolle Auftritte. Neben 31 Zählern in der A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost überwintern die Grün-Weißen auch im DFB-Pokal, wo im Viertelfinale der 1. FC Kaiserslautern wartet. Das Jahr 2018 kann also kommen...

Die Teamleistung ist nicht hoch genug zu bewerten.
Marco Grote, Trainer der U 19

Was für ein Fazit kann man nach der Hinserie ziehen?

Marco Grote: "Man kann ein sehr gutes Fazit ziehen. Die erste Saisonhälfte ist nahezu optimal gelaufen, obwohl wir eine erschwerte Vorbereitung hatten. Uns haben zu Beginn einige Spieler gefehlt, der jüngere Jahrgang hatte durch die Erfolge in der U 17 eine sehr kurze Pause und wir hatten insgesamt wenig Zeit die 2000er mit den 99ern zusammenzuführen. Daher sind die Leistungen herausragend und nicht selbstverständlich. Gerade vor dem Hintergrund, dass es für den jungen Jahrgang ein sehr großer Sprung war und in der Vorbereitung viel Lehrgeld bezahlt wurde."

Was war die positive Überraschung der Hinserie?

Marco Grote: "Für mich ist es die Entwicklung des Teams, weil man eine derartige Hinrunde nicht erwarten konnte. Der Schritt für die ehemaligen U 17-Spieler in die U 19 war groß. Gerade im athletischen Bereich war das spürbar. Wir hatten teilweise sieben, acht Spieler aus dem 2000er-Jahrgang in der Startformation. Zudem hatten die Älteren eine schwierige Saison 2016/2017 hinter sich. Daher ist die Weiterentwicklung und die Teamleistung samt ihrer Mentalität nicht hoch genug zu bewerten und dementsprechend beeindruckend. Allein die Tatsache, dass wir bereits jetzt drei Punkte mehr auf dem Konto haben als am Ende der letzten Saison, lässt vermuten, was hier tatsächlich passiert ist."

Wie sehen eure Ziele für die Rückrunde aus?

Marco Grote: "Wir haben uns in diesem Jahr gute Voraussetzungen für die Rückserie geschaffen. Wir sind noch in allen Wettbewerben vertreten und können vorbereitet sowie entspannter als vergangene Saison ins neue Jahr gehen. Nicht im Abstiegskampf zu stecken ist für die mannschaftliche und individuelle Ausbildung der Jungs ein Plus. Vor allem da die Leistungsdichte in der A-Junioren-Bundesliga nochmal höher ist als in der B-Junioren-Bundesliga. Wir hatten bereits in der ersten Saisonhälfte viele enge Spiele, weshalb die Jungs auch in der Rückrunde in jedem Spiel ans Limit gehen müssen, um voranzukommen und die vereinzelt großen Entwicklungsschritte weiterzutreiben. Ich hoffe natürlich, dass unsere Verletzten zurückkehren und sich damit unsere Möglichkeiten und Flexibilität erhöhen."

Ist der DFB-Pokal besonders reizvoll?

Marco Grote: "Der DFB-Pokal ist ein spannender Wettbewerb. Durch die Aufwertung vor dieser Spielzeit ist die Qualität der Gegner extrem hoch. Die Möglichkeit gegen Teams anderer Staffel antreten zu können, ist dabei natürlich reizvoll. Wir wollen sehr sorgsam die nächste Begegnung angehen und insgesamt möglichst weit kommen."