Heißes Herz und kühler Kopf

U 16 gewinnt den Freewaycup

Im Finale des Freewaycups besiegte die U 16 den Hamburger SV (Foto: Freewaycup).
Junioren
Montag, 23.01.2017 // 17:29 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Das Finale des Freewaycups 2017 war an Dramatik kaum zu überbieten! Im Endspiel gegen den Hamburger SV lagen die Grün-Weißen 15 Sekunden vor dem Ende noch zurück, bevor Malik Memisevic den umjubelten Ausgleich erzielte. „In der Halle glaubst du immer daran. Die Jungs haben es sich am Ende erarbeitet“, sagt Trainer Frank Bender. Die Entscheidung fiel also im Neunmeterschießen und Werders U 16 bewies auch im Duell mit dem Nordrivalen starke Nerven – wie so oft während des gesamten Turniers.

Zu Beginn tat sich das Team von Frank Bender bei der inoffiziellen Deutschen Hallenfußballmeisterschaft jedoch schwer. Nach einem Sieg gegen Hertha BSC (3:2) und zwei Niederlagen gegen Schalke 04 (2:7) und Hannover 96 (2:4) beendeten die Grün-Weißen die Gruppenphase auf Rang vier. „Nach der Vorrunde sich so ins Turnier reinzuarbeiten, ist nicht selbstverständlich. Die Mannschaft kann stolz auf ihre Leistung sein und einiges daraus mitnehmen“, so Co-Trainer Daniel Prause.

Dreimal Neunmeterschießen, dreimal Nerven behalten

Gemeint ist die Leistungssteigerung von Werders U 16, die das Team bis ins Endspiel führte. Dabei war gerade das Achtelfinale gegen den VfL Wolfsburg ein wichtiger Moment, findet Trainer Frank Bender: „Die entscheidende Partie war das Wolfsburg-Spiel. Dort lagen wir schnell 0:2 zurück und sind zurückgekommen. Dass Team hat an dem Punkt gemerkt, dass da noch mehr geht.“

Und es sollte mehr gehen. Nach dem 5:4-Erfolg im Neunmeterschießen gegen den VfL folgte im Viertelfinale der nächste Sieg gegen den VfB Stuttgart (3:2) – natürlich im Neunmeterschießen.

Keine Entscheidung vom Punkt benötigten die Grün-Weißen dann im Halbfinale gegen den FC Bayern. Mit einem deutlichen 5:2 sicherte sich die Bender-Elf den Einzug ins Endspiel gegen den Hamburger SV. Und auch dort waren starke Nerven gefragt.

Nach einem 0:1-Rückstand drehten Kranzmaier, Ates und Co. zunächst die Partie, bevor der Hamburger SV mit 3:2 in Führung gehen konnte. Doch der Last-Minute-Ausgleich brachte den Grün-Weißen das Neunmeterschießen, welches sie erneut für sich entscheiden konnten. „Für die Jungs war es eine wahnsinnige Erfahrung vor 3.000 Zuschauern gegen die besten Spieler der Altersstufe aufzulaufen. Wenn du am Ende das Turnier gewinnst, hast du als Team und als Einzelspieler das Beste aus dir rausgeholt“, lobt Frank Bender seine Mannschaft und ergänzt: „Malik Memisevic, der Torschützenkönig geworden ist, und Keanu Schneider haben überragend gespielt. Zusammen mit der hervorragenden Teamleistung wirst du letztlich mit so einem Erfolg belohnt.“