"Eine Gesamtleistung von vielen"

Marco Grote im Viererketten-Gespräch

Eines der wichtigsten Spiele der Saison: das Abstiegsduell gegen Energie Cottbus (Archivfoto: Rospek).
Junioren
Dienstag, 30.05.2017 // 15:37 Uhr

Von Marcel Kuhnt und Maximilian Prasuhn

Die Spielzeit 2016/17 ist vorüber. Zeit also, auf das Jahr  der Werder-Teams zurückzuschauen. WERDER.DE traf sich mit den Trainern des WERDER Leistungszentrums und analysierte mithilfe des Interviewformates Viererkette die abgelaufene Saison. Dabei beantworteten die Coaches drei allgemeine Fragen sowie eine speziell auf ihr Team zugeschnittene. Heute: Trainer Marco Grote und seine U 19.

Als amtierender Norddeutscher Meister ging Werders U 19 in die neue A-Junioren-Bundesliga-Saison - und fand sich recht schnell im Abstiegskampf wieder. Die Grün-Weißen brauchten lange, um mit der neuen Situation zurecht zu kommen. Im Februar übernahm Marco Grote, der zuvor die U 17 betreute, den Trainerposten und führte das Team sechs Spieltage vor Schluss erstmals von den Abstiegsplätzen. Die anschließenden Big-Point-Spiele in den direkten Abstiegsduellen konnte Werder für sich entscheiden. Somit spielt die U 19 auch im nächsten Jahr in der höchsten Spielklasse, was aus Sicht des Trainers fundamental wichtig ist.

Die Bedeutung kann nicht höher sein, als mit dieser Mannschaft weiter auf Bundesliganiveau zu spielen.
Marco Grote, Trainer der U 19

Was für ein Fazit kann man für diese Spielzeit ziehen?

Marco Grote: "Es hätte am Ende definitiv schlechter laufen können. Mehr als der Klassenerhalt und der Landespokalsieg waren nicht drin. Es war eine enge Kiste. Das ist dann aber auch zwangsläufig so, wenn du das ganze Jahr immer unten drin und teilweise sogar auf dem letzten Platz bist. Es ist nicht so einfach, dich mental aus dem Loch zu ziehen. Das haben wir dann einen Spieltag vor Saisonende endgültig geschafft und so kann jeder mit der positiven Erfahrung sogar etwas Gewinnbringendes mitnehmen, wovon er im Laufe der Jahre profitieren kann."

Wer war die Entdeckung der Saison?

Marco Grote: "Am Ende ist der Klassenerhalt eine Gesamtleistung von vielen, auch hier im WERDER Leistungszentrum. Der Kader war ein Mix aus U 19-Spielern und den dazugekommenen Akteuren aus der U 17. Letztlich haben wir gemeinschaftlich die Kurve gekriegt."

An welches Spiel denkst du am liebsten zurück?

Marco Grote: "Jedes Spiel hat eine hohe Bedeutung gehabt, da wir Ergebnisse liefern mussten und wenig Zeit hatten. Aber den wohl letzten wichtigen Kick hat das direkte Abstiegsduell gegen Cottbus gebracht. Wir hatten im Vorfeld noch an ein paar Stellschrauben gedreht und Kleinigkeiten verändert. Der Spielverlauf war dann auch noch spannend, sodass diese Partie vielleicht nochmal etwas mehr Gewicht hatte als die anderen."

Wie viel bedeutet der Klassenerhalt für das WERDER Leistungszentrum?

Marco Grote: "Der Klassenerhalt war unfassbar wichtig und lässt sich kaum in Worte fassen. Wenn du dieser höchsten Mannschaft, die kurz vor dem Herrenbereich steht, nicht auf dem entsprechenden Niveau Wettkampfpraxis bieten kannst, wäre es für die Ausbildung, fürs Lernen und die Entwicklung der Jungs ein Super-Gau. Ein Abstieg der U 19 hätte für mindestens ein Jahr ein katastrophales Loch in den wichtigen Übergangsbereich bei Werder Bremen gerissen. Daher konnte die Bedeutung nicht größer sein, als mit dieser Mannschaft weiter auf Bundesliganiveau zu spielen."