"Verbessern, optimieren, vorantreiben"

Zukunftsorientiert: Dr. Uwe Harttgen, Direktor Leistungszentrum, will mit dem SV Werder auch zukünftig zu Deutschlands führenden Clubs in der Talentförderung gehören.
Junioren
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der SV Werder Bremen stellt die Weichen für die Zukunft und richtet sein Leistungszentrum zu Beginn der Saison 2013/2014 neu aus. Dr. Uwe Harttgen, Direktor des Werder-Leistungszentrums, erläutert die Ziele der kommenden Jahre.

Der SV Werder ist vor allem für seine Kontinuität bekannt. Erstmals seit vielen Jahren wird es im Sommer größere Veränderungen im Leistungszentrum geben. Warum?
Kontinuität und Verlässlichkeit haben weiterhin einen hohen Stellenwert. Genau wie der sportliche Erfolg und der Ehrgeiz, sich ständig zu verbessern. Dass wir bereits gut aufgestellt sind, wurde uns durch das Zertifizierungsverfahren der DFL, in dem wir erneut drei Sterne erhalten haben, erst kürzlich bestätigt. Aber wir prüfen immer wieder, an welchen Stellen wir etwas verbessern, optimieren und unsere Talentförderung positiv vorantreiben können.

Im Rahmen der Umstrukturierung wurden unter anderem zwei neue Positionen geschaffen: ‚Sportlicher Leiter‘ und ‚Abteilungsleiter Grundlagen- und Aufbaubereich‘. Welche Aufgaben sind damit verbunden?
Vor allem in den vergangenen zehn Jahren hat sich der Nachwuchsfußball in Deutschland rasant entwickelt. Es hat sich gezeigt, dass gewisse Inhalte und Aufgaben noch intensiver angegangen werden müssen. Das gesamte Tätigkeitsfeld ‚Leistungszentrum‘ ist enorm gewachsen: Personalentwicklung, Gesundheitsmanagement, wissenschaftliche, sportliche, schulische und auch mediale Begleitung der Talente - manches ist neu hinzugekommen, anderes stellt immer höhere Anforderungen. Dem wollen wir gerecht werden. Thomas Wolter wird daher zukünftig Sportlicher Leiter und damit für die sportlichen Belange des Leistungszentrums verantwortlich sein. Er wird sich noch stärker mit der Umsetzung unserer Spiel- und Trainingsphilosophie beschäftigen. Damit wir aber auch die Talentförderung in den jüngeren Altersklassen weiter intensivieren, haben wir Björn Schierenbeck die Aufgabe des Abteilungsleiters Grundlagen- und Aufbaubereich übertragen. Er wird in enger Abstimmung mit Thomas Wolter arbeiten.

Wie wird das im Alltag aussehen?
Unser Ziel ist es, dass wir unsere Talente und Trainer noch intensiver auf ihrem Weg begleiten. Thomas Wolter und Björn Schierenbeck werden die Spieler und Trainer beobachten, Gespräche mit ihnen führen und auch die Trainingseinheiten verfolgen und administrative Aufgaben übernehmen. Darüber hinaus sind beide in Abstimmung mit mir und den jeweiligen Trainern in die Kaderplanung der Mannschaften eingebunden.

Das Traineramt bei der U 23 übernimmt Viktor Skripnik...
... denn Thomas Wolter ist derzeit nicht nur Coach der U 23, sondern auch Nachwuchs-Cheftrainer. Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es schwer ist, in dieser Doppelfunktion allen Anforderungen gerecht zu werden. Daher war es uns wichtig, die Position des Sportlichen Leiters vom Traineramt zu lösen. Wir wollten den Posten des U-23-Trainers aber weiterhin mit einem ehemaligen Profi besetzen, der die jungen Talente gerade in diesem wichtigen Übergangsbereich zwischen Jugend und Herren sowie U 23 und Profis begleiten kann. Viktor Skripnik hat noch unter unserem Bundesliga-Cheftrainer Thomas Schaaf trainiert. Wir sind davon überzeugt, dass er gemeinsam mit Frank Bender unsere jungen Talente optimal betreuen kann.

War auch Mirko Votava ein Kandidat für diesen Posten?
Mirko würde diese Position sicher genauso hervorragend ausfüllen. Er leistet in der U 19 seit vielen Jahren fantastische Arbeit. Aber uns war wichtig, weiterhin auf Kontinuität zu setzen. Wir wollten neben der U 23 nicht auch noch die Position des U-19-Trainers verändern. Mirko Votava ist in unserer Arbeit ein ganz wichtiger Baustein.

Gibt es weitere personelle Veränderungen?
Neben unseren Spielern sollen sich natürlich auch unsere Trainer weiterentwickeln. Daher wird Marco Grote zu Beginn der neuen Saison die U 17 übernehmen. Er hat in den vergangenen Jahren bei der U 18 und U 16 erfolgreich gearbeitet. Jetzt wird es für ihn Zeit, den nächsten Schritt zu machen. Gleiches gilt für Florian Kohfeldt, der die U 16 übernehmen wird. Er war schon Spieler bei uns und zuletzt Co-Trainer der U 17. Wir sind davon überzeugt, dass er auch als Hauptverantwortlicher für eine Mannschaft seinen Weg gehen wird. Sasa Pinter bleibt weiterhin U-18-Trainer und Thorsten Bolder als U-15-Coach eine ganz wichtige Schnittstelle zu den jüngeren Teams. Mit dem Gesamtpaket aus bestehenden Strukturen, den Neubesetzungen sowie weiteren Umstrukturierungen in den medizinischen und verwaltungstechnischen Bereichen sind wir gut aufgestellt, um auch in Zukunft mit innovativen Ideen den Nachwuchsfußball in Deutschland mit zu prägen.

Interview: Norman Ibenthal