Werders U 14 in Madrid – Teil 2

Einen Besuch im Estadio Santiago Bernabeu ließen sich Werders Talente natürlich auch nicht entgehen.
Junioren
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Mitte September haben sich Werders U 14-Talente auf den Weg nach Madrid gemacht und unter der Sonne Spaniens am internationalen Turnier „Vincente del Bosque" des CD Canillas teilgenommen. Co-Trainer Uwe Papencord hat die aufregenden Tage der Grün-Weißen zusammengefasst. Hier der zweite Teil des Reiseberichts.

Tag 3: Sonntag, 18.09.2011:
Nach dem Frühstück ging es per Bus zur Sportanlage von CD Canillas, um sich das Spiel um Platz 3 sowie das Finale, welche beide live im spanischen Fernsehen übertragen wurden, anzusehen. Im Spiel um Platz 3 zwischen Real Madrid und der schwedischen Mannschaft von Brommapojkarna stand es nach Ende der regulären Spielzeit 2:2. Das bessere Ende im Elfmeterschießen hatte dann die Mannschaft von Real, verschoss doch ein schwedischer Spieler seinen Strafstoß.

Das Endspiel zwischen Athletico Madrid und FC Barcelona dominierten eindeutig die Katalanen. Barcelona ging schon früh durch einen direkt verwandelten Freistoß vom rechten Strafraumeck in Führung und konnte diese bis zur Pause auf 3:0 ausbauen, wobei allein das dritte Tor eine wahre Augenweide war, wurde es doch per Fallrückzieher erzielt. In der zweiten Hälfte fiel dann kein Treffer mehr, sodass es beim verdienten 3:0 für Barcelona blieb. Damit hat nicht nur das beste Team dieses hervorragend besetzte Turnier gewonnen, war doch allein die Leistung Barcelonas in diesem Endspiel eine wahre Augenweide. Unerklärlich ist, wie es möglich ist, dass eine Mannschaft bei einem Turnier mit einem derart hohen Niveau, nochmals so hervorstechen kann.

Im Anschluss fand dann unter den Augen der zahlreichen Zuschauer die Siegerehrung statt, die u.a. von Zineddine Zidane, seinem Sohn und dem Schirmherrn des Turniers, dem spanischen Nationaltrainer Vincente Del Bosque vorgenommen wurde. Der Nachwuchs des SV Werder Bremen belegte im Gesamtklassement einen respektablen achten Platz, wobei man so namhafte Mannschaften wie FC Liverpool, Arsenal London, Zenit St. Petersburg und Dynamo Moskau noch hinter sich lassen konnte. Nachdem Anton Stach sich auf spanisch für das tolle Turnier bedankt hatte, nahm er unter dem Beifall des Publikums aus den Händen von Zinedine Zidane den Preis für den 8. Platz in Empfang. Im Anschluss konnte die uns super unterstützende Dolmetscherin Trini - ihr sei an dieser Stelle für ihre tatkräftige Hilfe herzlich gedankt- vermitteln, dass ein Mannschaftsbild mit dem spanischen Nationaltrainer gemacht werden konnte.

Damit war der sportliche Teil der Reise beendet. Am Nachmittag stand der von allen schon heiß erwartete Besuch des Bernabeu Stadions, der Heimat von Real Madrid, auf dem Programm. Was soll man sagen, dies war ein einzigartiges Erlebnis, liegt das Stadion doch mitten in der Stadt und überragt mit seiner imposanten Größe alles Umliegende. Im Stadion selbst hatte man die Möglichkeit, sich sämtliche Trophäen und Pokale anzusehen, auf der Trainerbank, in einer VIP Loge sowie im Presseraum Platz zu nehmen. Davon wurde von allen nur allzu gern Gebrauch gemacht. Auch die Umkleidekabine mit den sanitären Anlagen der Königlichen sorgte für blankes Erstaunen auf Seiten der Werderaner; so etwas hatte noch keiner gesehen. Gut auch, dass keiner der Werderaner den königlichen Rasen betreten hat, konnte man doch am nächsten Tag am Flughafen hören und auch in der Zeitung nachlesen, dass ein Deutscher dafür am Tag unseres Besuches für 24 Stunden inhaftiert worden war.

Nach dem Besuch des Fan-Shops ging es mit dem Linienbus weiter in die Innenstadt. Madrid ist schon eine imposante und vor allem pulsierende Stadt. Unvorstellbar für uns Bremer war, welch ein Trubel an diesem Sonntag im Innenstadtbereich herrschte. Zudem hatten die meisten Geschäfte noch geöffnet, sodass die Spieler die Möglichkeit erhielten in Kleingruppen die Innenstadt zu erkunden. Davon machten sie Gebrauch und kamen alle erfreulicherweise rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt wieder an. Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum Hotel. Die Fahrt führte gefühlte 20 Minuten durch ein neu erbautes unterirdisches Tunnelsystem, welches labyrinthartig unter weiten Teilen der Stadt verläuft.

Auch an diesem Tag wurde es wieder spät, sodass nach dem Abendessen noch kurzes gemeinsames „chillen" auf dem Programm stand, bevor wiederum gegen Mitternacht die Lichter gelöscht wurden.

Tag 4: Montag, 19.09.2011:
Der vierte und abschließende Tag der Reise ist schnell erzählt. Eigentlich wollte die Mannschaft nach dem Frühstück im hoteleigenen Schwimmbad auf der Dachterrasse Schwimmen gehen. Dieses Vorhaben musste aber aufgrund einer anderweitigen Veranstaltung im Hotel leider ausfallen. So wurde die Zeit bis zum Mittagessen und der anschließenden Abfahrt zum Flughafen individuell überbrückt.

Nach dem Essen bedankte sich Trainer Norbert Hübner für den insgesamt guten Auftritt der Mannschaft sowohl auf als auch neben dem Platz und appellierte an jeden Einzelnen, weiter an sich zu arbeiten, um die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen. Der anschließende Rückflug verlief problemlos, sodass die Mannschaft gegen 18 Uhr wohlbehalten am Hamburger Flughafen von ihren Angehörigen in Empfang genommen werden konnte.

von Uwe Papencord