Werders U 14 gewinnt gegen Sebaldsbrück

Junioren
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Mit einem 3:2-Erfolg beim ATSV Sebaldsbrück, der Mannschaft, die im letzten Jahr noch von Werders heutigem Co-Trainer Uwe Papencord betreut wurde, wurde der fünfte Sieg im sechsten Spiel unter Dach und Fach gebracht.

Das knappe Ergebnis drückt auch aus, was zuvor von beiden Mannschaften über 70 Minuten hinweg geboten wurde. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, allerdings mit leichten Vorteilen für den Nachwuchs von Werder Bremen. Doch begann die Partie gar nicht nach dem Ge-schmack der Werderaner, denn in der 4. Spielminute konnte der Gastgeber nach einer Ecke von Sebastian Narloch durch Philipp Engelkestock mit 1:0 in Führung gehen. Den ersten Ball konnte Werder-Torhüter Simon von Hallen noch abwehren, gegen den unbedrängten Nach-schuss aus kurzer Distanz war er dann jedoch chancenlos, zumal sich die Werder-Abwehr in dieser Situation im kollektiven Tiefschlaf befand.

Jetzt dauerte es ein wenig bis sich die Werderaner von diesem frühen Rückstand erholten. Nur selten gelang es, mit gelungenen Spielzügen die Gastgeber unter Druck zu setzen. Erst in der 27. Spielminute gab es einen der wenigen ansehnlichen Angriffe der Grün-Weißen, der auch sogleich zum Ausgleich führte. Ein langer Flugball von Eugen Uschpol fand im gegneri-schen Strafraum in Julien Stresow einen dankbaren Abnehmer. Sein Schuss aus kurzer Distanz ins rechte untere Eck war unhaltbar.

Mit diesem Spielstand wurden auch die Seiten gewechselt. Nach der Pause sahen die Zu-schauer eine deutlich verwandelte Werder-Mannschaft, die nunmehr mit einer engagierten Spielweise mehr und mehr das Heft in die Hand nahm und den Gegner zusehends unter Druck setzte. Dieses Bemühen wurde in der 40. Spielminute mit dem Führungstreffer be-lohnt. Nach einer Ecke von Julien Stresow war Luca Horn mit dem Kopf zur Stelle. In der Folgezeit hatten auch die Gastgeber noch Gelegenheiten, den Ausgleich zu erzielen, doch verhinderte der Querbalken einen weiteren Treffer. In der 57. Spielminute erzielte vielmehr Edison Mazreku nach wunderbarer Vorarbeit von Anton Stach, der einen Pass genau in die Schnittstelle spielte, aus halblinker Position den vorentscheidenden Treffer zum 3:1. In der 65. Spielminute wurde es dann noch einmal spannend. Zuerst foulte Werder Keeper Simon von Hallen einen Gäste-Stürmer im Strafraum, um anschließend den von Philipp Engelkestock getretenen Foulelfmeter glänzend zu parieren.

In der Schlussminute fiel dann doch noch der Anschlusstreffer für die Gelb-Schwarzen, durch den Spieler, der zuvor den Elfmeter verschossen hatte. Dem voraus ging eine Unachtsamkeit am Mittelkreis, als sich Anton Stach und Ayodele Adetula nicht einig waren und leichtfertig den Ball verloren, zudem nicht nachsetzten und die Gastgeber über die rechte Seite zum Torerfolg kamen. Doch zu mehr reichte es dann nicht mehr, denn der umsichtige Schiedsrichter Thomas Hein pfiff die Partie gar nicht erst wieder an.

Fazit von Werder-Trainer Norbert Hübner: „An der alten Wirkungsstätte meines Co-Trainers habe ich ein Spiel meiner Mannschaft mit zwei unterschiedlichen Gesichtern gesehen. In der ersten Halbzeit fehlte mir das erforderliche Engagement, um gegen einen gut mitspielenden Gegner zu bestehen. Dies hat die Mannschaft dann im zweiten Durchgang deutlich besser umgesetzt, so dass der Sieg unterm Strich durchaus in Ordnung geht."