Mutlose Werderanerinnen verlieren bei Lok Leipzig 1:3

In der Defensive standen die Werderanerinnen ganz ordentlich - nach vorne wirkten sie mutlos bei Lokomotive Leipzig.
Frauen
Sonntag, 21.03.2010 // 17:15 Uhr

Werders Frauen haben im Kampf um den Klassenerhalt einen Dämpfer erhalten. Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage verloren die Grün-Weißen beim Tabellen-Dritten 1. FC Lok Leipzig mit 1:3 (1:1).

 

In der Partie wurde die Rollenverteilung schnell sichtbar. Leipzig belagerte die Bremer Hälfte ohne aber konkrete Torchancen herauszuspielen oder Werders Keeperin Martens zu fordern. Ein Fernschuss in der 19. Minute war noch die gefährlichste Aktion. Die Norddeutschen verrichteten in der Defensive Schwerstarbeit und litten vor allem an der fehlenden Entlastung im Spiel nach vorn. In der 29. Minute wurden die Gastgeberinnen für ihren Druck belohnt. Auf der linken Seite setzte sich die starke Außenverteidigerin Möttig durch, flankte vor das Werder-Tor, wo Thieme ihrer Bewachung entwischte und die Kugel aus Nahdistanz ins Netz beförderte.

 

Werder schaffte es auch im Anschluss daran nicht, selbst für Torgefahr zu sorgen und sah sich weiter drückenden Gastgeberinnen gegenüber, die aber für ihr Übergewicht zu wenig klare Chancen erarbeiten konnten. In der 35. Minute war es lediglich Nyembo, die einen Steilpass aufnahm und auf das Tor startete, dort aber von Keeperin Martens entscheidend gestört und abgedrängt wurde. Im Nachschuss traf die Leipzigerin aus zu spitzem Winkel nur den Pfosten. Als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten, kam Werder nach einem seiner wenigen Entlastungsangriffe zum Ausgleich. Uyar stieß mit Ball auf der linken Seite in den Strafraum und wurde gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte sie selbst (45.).

 

Der unerwartete Ausgleich gab den Bremerinnen wieder mehr Mut. Nach Wiederanpfiff folgte die stärkste Phase der Grün-Weißen, in der sie mehr Zweikämpfe für sich entschieden und mit der Einwechslung von Omondi Nabwire mehr Entschlossenheit in der Offensive Einzug hielt. Doch dieser Spielabschnitt wurde mit dem erneuten Rückstand beendet. Die starke Innenverteidigerin Holsten war für einen Angriff in die Spitze gestoßen, doch der Spielzug wurde abgefangen. Die entstehende Unordnung in der Rückwärtsbewegung nutzten die Gastgeberinnen mit einem langen Ball in die Spitze, dort konnte der Angriff lediglich per Kopf geklärt werden, doch die Abwehr landete vor den Füßen von Thieme, die volley abzog und die Kugel im rechten unteren Eck versenkte.

 

Werder wehrte sich nun gegen die Niederlage und brachte weitere Offensivkräfte. So kamen zunächst Katharina Hamann, die schon in der Vorwoche ihr Comeback nach fast einjähriger Verletzungspause feierte, zu einem weiteren Einsatz. Wenig später kehrte auch Chadia Freyat, die ebenfalls seit der vergangenen Rückrunde am Comeback nach einem Kreuzbandriss arbeitete, auf den Platz zurück. Hamann hatte in der 72. Minute die größte Chance auf den Ausgleich als sie nach einem Steilpass auf das Tor zulief, doch beim Abschluss einen Moment zu lang zögerte, so dass ihr Schuss geblockt werden konnte. Als Werder in den letzten fünf Minuten alles nach vorn warf, nutzte Lok einen letzten Konter durch Nyembo für den dritten Treffer.

 

„Die Leipzigerinnen haben verdient gewonnen. Uns hat heute die Überzeugung gefehlt, hier einen Punkt mitzunehmen. Er wäre glücklich gewesen, aber möglich. Uns wurde wieder einmal aufgezeigt, dass wir nur etwas erreichen, wenn sich alle positiv einbringen und an ihre Grenzen gehen“, machte Brüggemann aus ihrer Enttäuschung kein Geheimnis.

 

 

1. FC Lok Leipzig: Härling - Möttig, Rademacher, Krengel, Thieme, Heller, Nyembo, M. Herrmann, Blum, Schneider, Wutzler (76. Freitag)

 

Werder Bremen: Martens - Votava (76. Freyhat), Holsten, Scholz, William, Kersting, Notthoff, Golebiewski (68 Hamann), Mauckisch (46. Nabwire Omondi), Uyar, S. Schröder

 

Zuschauer: 156

 

Tore: 1:0 Thieme (29.), 1:1 Uyar (45. / FE), 2:1 Thieme (55.), 3:1 Nyembo (90.)

 

Schiedsrichter : Dittmann (Stadthagen)

 

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