Angeschlagene Werder-Frauen punkten in Magdeburg

Werder Bremens Zweitliga-Fußballerinnen (im Bild Nahrin Uyar) zeigten trotz personeller Probleme eine gute Leistung und verdienten sich den Punkt beim Magdeburger FFC (Fotos: Gloth).
Frauen
Sonntag, 08.11.2009 // 19:10 Uhr

Am 8. Spieltag der 2. Bundesliga Nord haben sich Werder Bremens Fußballerinnen beim Magdeburger FFC ein 1:1-Unentschieden erspielt. In einer ausgeglichenen Partie ging der Tabellen-Dritte unmittelbar vor der Pause nach einem Torwartfehler glücklich in Führung, ehe Lea Notthoff fünf Minuten vor dem Schlusspfiff den verdienten Ausgleich für die Grün-Weißen markierte.

 

Einmal mehr musste Werder-Trainerin Birte Brüggemann auf einige Stammkräfte verzichten und unter anderem durch die plötzlichen Ausfälle von Christin Chairsell und Josefine Holsten (beide mit schwerem Infekt) am Sonntag auch in der Defensive auf mehreren Positionen umstellen. So kamen mit den beiden Außenverteidigerinnen Mira William und Stephanie Schröder sowie mit Carina Menke gleich drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz.

 

0:1-Rückstand zum ungünstigsten Zeitpunkt

 

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte kamen die Gastgeberinnern, die häufig mit langen Bällen das Mittelfeld überbrückten, zu mehr Aktionen in Tornähe als die Grün-Weißen, vergaben ihre größte Gelegenheit jedoch nach 22 Minuten, als Dania Schuster freistehend aus acht Metern nur das Außennetz traf. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff machte es die Magdeburger Angreiferin dann besser: Als Werder-Torfrau Jennifer Martens an einer scheinbar ungefährlichen Freistoßflanke von rechts vorbeisegelte, musste die Stürmerin nur noch den Kopf hinhalten und markierte die 1:0-Führung (44.).

 

Trotz des unglücklichen Rückstandes kamen die Bremerinnen mit einer positiven Grundstimmung aus der Kabine und wussten spätestens nach Nahrin Uyars Lattenknaller (64.), dass in dieser Partie noch etwas zu holen war. Nur drei Minuten nach der Großchance hätte Doreen Nabwire Omondi aus ca. 25 Metern die herausgeeilte Torhüterin Almuth Schult überwinden können, entschied sich jedoch für einen Querpass auf Carina Menke, deren Schuss für die inzwischen wieder postierte Torfrau kein Problem darstellte.

 

Erst der Ausgleich, dann die Riesenchance zum Sieg

 

In der Folge konnten die Werderanerinnen, die nach 75 Minuten auf ein 4-4-2-System umgestellt hatten, den Druck erhöhen. Daran änderte auch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Stürmerin Uyar nichts, die nach einem unabsichtlichen, aber schweren Foul mit einer Zeh-Verletzung ausgewechselt werden musste (81.). Der 1:1-Ausgleichstreffer fiel schließlich, ähnlich wie das 1:0, nach einem Torwartfehler. Magdeburgs Torfrau kam bei Lea Notthoffs Freistoß von der halblinken Seite unnötigerweise aus dem Kasten, so dass der von einer Verteidigerin abgefälschte Ball für sie unerreichbar in die kurze Ecke flog (85.). Kurz vor dem Ende machte Schult ihren Fehler jedoch wieder gut, als sie in einer 1-gegen-1-Situation gegen Werders Lisa Scholz parierte und den Punkt für die Gastgeberinnen festhielt.

 

„Obwohl wir heute personell stark angeschlagen in die Partie gehen mussten, haben wir eine gute Leistung gezeigt. Die Spielerinnen aus der Verbandsligamannschaft haben ihren Teil dazu beigetragen und gezeigt, dass wir die Ausfälle kompensieren können. Alles in allem geht das Unentschieden in Ordnung, wobei sogar noch mehr drin gewesen wäre: Das mögliche 2:1 kurz vor dem Abpfiff wäre das I-Tüpfelchen gewesen“, konstatierte Brüggemann.

 

Nach drei Auswärtsspielen in Serie tritt Werder Bremen an den kommenden beiden Wochenenden jeweils zu Hause und jeweils gegen den FSV Gütersloh 2009 an. Am 14.11.2009 geht es im DFB-Pokal um das Erreichen des Viertelfinals, eine Woche später um wichtige Punkte gegen den derzeitigen Tabellen-Vierten der 2. Liga Nord.

 

Christoph Muxfeldt

 

 

Magdeburger FFC: Schult, Mücke, Stübing, Abel (46. Beinroth), Wohlfahrt (25. Elsner), Vogelhuber, Gabrowitsch, Juler (66. Träbert), Ernst, Roeloffs, D. Schuster

 

Werder Bremen: Martens – Schröder, Scholz, Notthoff, William – Krämer (46. Bopp / 89. König), Kersting, Mauckisch, Menke, Nabwire Omondi – Uyar (81. Beling)

 

Tore: 1:0 D. Schuster (44.), 1:1 Notthoff (84.)

 

Gelbe Karten: Gabrowitsch – Bopp

 

Schiedsrichterin: Sabine Stadler (Fulda)

 

Heinrich-Germer-Stadion: 135 Zuschauer