Ein Jahr lang mussten die Werder-Frauen auf Lina Hausicke verzichten. Am Samstag meldete sich die Kapitänin nach langer Leidenszeit zurück und konnte sich auf ungewohnter Position schnell integrieren.
Ein Jahr lang mussten die Werder-Frauen auf Lina Hausicke verzichten. Am Samstag meldete sich die Kapitänin nach langer Leidenszeit zurück und konnte sich auf ungewohnter Position schnell integrieren.
„Die Tasche zu packen war sehr schwierig“, verriet Lina Hausicke nach dem erfolgreichen Jahresstart beim 4:1-Sieg in Potsdam mit einem kleinen Augenzwinkern. Kein Wunder, schließlich war es fast auf den Tag genau ein Jahr her, dass sich die Werder-Kapitänin letztmals auf ein Bundesliga-Spiel vorbereitete. Nach ihrem Kreuzbandriss Mitte Februar 2024 feierte Hausicke am vergangenen Wochenende ihr lang ersehntes Comeback.
Den ersten Durchgang beobachtete die 27-Jährige noch gespannt von der Seitenlinie und sah, wie die Grün-Weißen die Partie eigentlich dominierten und verdientermaßen durch Larissa Mühlhaus in Führung gingen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten dann vor der Halbzeit aber ein paar Probleme. Potsdam schießt in dieser Phase auch den Ausgleich, gefühlt aus dem Nichts.“
In der Pause reagierte der Werder-Coach auf den Spielstand und wechselte Hausicke für die Abwehr ein. „Es war etwas überraschend, dass ich schon zur Halbzeit kam, ich habe mich dann aber sehr gefreut“, sagt Hausicke. Mit aller Routine fügte sich die Spielführerin schnell ins Spiel ein. „Ich war total im Tunnel, habe von außen nicht viel mitbekommen, habe versucht, einfach mein Ding zu machen und mich mit und gegen den Ball einzufügen. Das ist uns im Kollektiv gut gelungen. Mir hat das viel Spaß gemacht, mit Lara und Rieke hinten zu verteidigen. Wir haben das gut gemacht.“
Mit Hausicke auf dem Platz legte Werder im zweiten Durchgang drei Tore nach und feierte den ersten Bundesliga-Sieg des neuen Jahres. Für die gebürtige Hallenserin war es demnach ein Comeback nach Maß. „Ich war nicht so aufgeregt, eher positiv angespannt. Ich habe die Position ewig nicht gespielt, musste über die Aufgaben etwas nachdenken, hatte aber auch nicht viel Zeit. Es stand 1:1, du weißt, es geht noch richtig um die Wurst. Ich war nicht nervös, aber war froh, dass die ersten Aktionen soweit geklappt haben.“
Jetzt freut sich Hausicke auf die Rückkehr auf „Platz 11“. Schon in Potsdam skandierten die Fans ihren Namen. „Das war sehr besonders, als die Fans ‚Lina Hausicke‘ skandiert haben. Das Heimspiel wird auch nochmal emotional.“ Am Samstag, 08.02.2025, 14 Uhr, empfangen die Werderanerinnen RB Leipzig.