5:3! Schützenfest gegen MSV Duisburg!

Werderfrauen schlagen direkten Konkurrenten
Die Werderfrauen sichern sich einen wichtigen Sieg gegen den MSV (Foto: hansepixx).
Frauen
Samstag, 14.11.2020 / 16:14 Uhr

von Katharina Grote, Lukas Kober und Marcel Kuhnt

Was für ein herausragender und wichtiger Sieg. Die Kluge-Elf gewinnt mit 5:3 (3:2) gegen den direkten Konkurrenten MSV Duisburg auf „Platz 11“ und macht damit einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Nach einem intensiv geführten Spiel, das mehr hielt als es im Voraus versprach, vermeldet der SVW nun neun Zähler auf dem Punktekonto. Für die Grün-Weißen trafen Katharina Schiechtl (18.), die ihr Startelf-Comeback feierte, Nina Lührßen (21.), Margarita Gidion (62.) und Agata Tarczynska mit einem Doppelpack (4./58.). Beim MSV netzten Jorian Baucom (10.), Julia Debitzki (20.) und Taylor Kornieck (76.) ein. Damit feierten die Werderfrauen den dritten Bundesliga-Heimerfolg in Serie: Das gab's noch nie! WERDER.DE liefert alle Infos zum Spiel.

Aufstellung und Formation

Trainer Alexander Kluge stellt auf einer Position um. Katharina Schiechtl steht erstmals nach ihrer Verletzung in der Startelf. Für sie muss Ina Timmermann zunächst auf der Bank Platz nehmen. Ansonsten ist es die Aufstellung aus dem Freiburg-Spiel.

Die Werder-Startelf: Borbe – Schiechtl, Walter, Ulbrich, Tóth – Volkmer, Wichmann, Gidion, Lührßen – Walkling, Tarczyńska

Es hielten sich bereit: Witte – Radosavljević, Kofler, Holtmeyer, Keles, Timmermann, Goddard

Fünf Tore nach 21 Minuten

Die Partie zwischen dem SV Werder Bremen und dem MSV Duisburg war von der ersten Minute an von viel Intensität geprägt. Bereits in der dritten Minute wurde nach einem Foul an Verena Volkmer dem SVW ein Elfmeter zugesprochen, den Agata Tarczynska sicher im rechten oberen Winkel versenken konnte. Allerdings glichen die Gäste nach einem langen Ball auf Jorian Baucom aus. Auch in den darauffolgenden Minuten war es ein temporeiches Spiel, in dem die Grün-Weißen definitiv mehr Anteile hatten und durch Katharina Schiechtl wieder in Führung (18.) gingen. Doch das Torfestival nahm nun erst richtig Fahrt auf: Die Duisburgerinnen legten nur zwei Minuten später nach einer Standardsituation, die unglücklich bei Julia Debitzki landete, zum 2:2 nach. Wieder nur eine Minute später war Nina Lührßen plötzlich frei durch, umkurvte Torhüterin Meike Kämper und traf zum 3:2 (21.). Kurz darauf verpasste Ricarda Walking sogar knapp den vierten Treffer vor der Halbzeit. Für einen Schreckmoment sorgte Anneke Borbe, die bei einem Angriff vom gestreckten Bein einer Duisburgerin getroffen und mehrere Minuten behandelt wurde. Allerdings konnte die Werder-Keeperin weitermachen.

Katharina Schiechtl feierte ein erfolgreiches Startelf-Comeback (Foto: hansepixx).

Nach Wiederanpfiff konnte sich der MSV zwar die erste gute Möglichkeit erspielen, allerdings war es die Mannschaft von Alexander Kluge, die das wichtige 4:2 erzielte. Ricarda Walking brachte die Kugel von links in die Mitte, wo eine Duisburgerin wegrutschte und Agata Tarczynska somit ihren Doppelpack schnüren konnte (58.). Wieder nur vier Minuten später lief Margarita Gidion allein aufs gegnerische Tor zu und versenkte die Kugel im linken untern Eck. Obwohl die Grün-Weiße aufmerksam weitermachten, legten die Gäste durch eine Standardsituation nochmal nach. Taylor Kornieck stieg am höchsten und köpfte über Anneke Borbe hinweg (76.).

Die Schlussphase verlief größtenteils ruhig, da der SVW es schaffte, die Duisburgerinnen vom eigenen Kasten fernzuhalten. Obwohl es der MSV immer nochmal versuchte, spielten es die Werderfrauen ruhig runter und konnten damit die nächsten drei wichtigen Zähler mitnehmen. Damit stehen die grün-weißen nun mit neun Punkten auf Platz neun, sieben Punkte Vorsprug auf den ersten Abstiegsplatz.

Stimmen zum Spiel

Alexander Kluge: „Es war ein nervenaufreibendes Spiel. Schon zuletzt hatten wir in der Frühphase der Partien gute Torchancen. Die haben wir uns heute ebenfalls erarbeitet und eiskalt genutzt. Nach 21 Minuten drei Treffer zu erzielen war gut. Extrem wichtig war, dass wir nach dem 2:2 direkt im Gegenzug wieder in Führung gehen konnten. Den nächsten direkten Konkurrenten zu besiegen, ist ein toller Schritt für uns. Allerdings müssen wir auch anmerken, dass wir es Duisburg bei den Gegentoren zu einfach gemacht haben.“

Michelle Ulbrich: „Wir haben gezeigt, dass wir besser sind als unsere direkten Konkurrenten und zu Recht neun Punkte auf dem Konto haben. Die erste Halbzeit war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es war gut, dass wir es spätestens nach dem 3:2 besser in den Griff bekommen und den Sieg eingefahren haben.“

Agata Tarczynska: „Es war ein wahres Hin und Her. Fünf Tore zu schießen ist ein schönes Gefühl und wir haben uns einfach belohnt. Trotzdem ist die Saison noch lang und wir sind nicht am Ende. Wir können uns nicht ausruhen und müssen weiterspielen."

Ricarda Walkling: „Mit der Führung in die Halbzeit zu gehen, war wichtig. In der Pause haben wir uns gesagt, dass wir noch kompakter stehen müssen. Uns war bewusst, dass wir unsere Chancen noch bekommen würden. So war es letztlich auch. Das letzte Gegentor ist unnötig, da wir es in der zweiten Halbzeit gut gemacht haben, aber im Endeffekt zählen nur die drei Punkte.“

Katharina Schiechtl: „Es war ein großes Spektakel. Wir haben dieses Kampfspiel verdient gewonnen. Die neun Punkte zu haben, sind unfassbar wichtig.“

Anneke Borbe: „So ein Spiel zu gewinnen ist besonders. Jeder im Team hat sich aufgeopfert und es ist ein tolles Gefühl nach 90 Minuten sagen zu können, dass man gewonnen hat. Trotz der drei Gegentore ist es einfach ein großartiges Gefühl. Mit unserem Willen haben wir es hinten raus entschieden.“

Die Statistik

Werder Bremen: Borbe – Schiechtl (67. Timmermann), Walter, Ulbrich, Tóth – Volkmer (80. Kofler), Wichmann, Gidion, Lührßen (59. Radosavljevic)  – Walkling (67. Goddard), Tarczyńska (80. Keles)

MSV Duisburg: Kämper - Angerer, O'Riordan, Hochstein (63. Günster), Fürst (Lange 88.) - Morina, Debitzki- Zielinski, Kornieck, Halverkamps - Baucom

Tore: 1:0 Tarczynska (4.,FE), 1:1 Baucom (10.), 2:1 Schiechtl (18.), 2:2 Debitzki (20.), 3:2 Lührßen (21.), 4:2 Tarczynska (58.), 5:2 Gidion (62.), 5:3 Kornieck (76.)

Gelbe Karten: - / Morina 

Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer

 

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