"Weil ich es liebe"

Unterwegs mit Selina Cerci
Selina Cerci gefällt es im Viertel (Foto: WERDER.DE).
Frauen
Freitag, 11.10.2019 / 16:11 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Das letzte Heimspiel war für Selina Cerci ein Tag, den man als Stürmerin nicht so oft erlebt. Beim 4:0-Heimerfolg der Grün-Weißen (zum Spielbericht) gegen den 1.FFC Frankfurt II klappte gefühlt alles bei Werders Nummer 29. Alle vier Treffer erzielte die 19-Jährige gegen den FFC. „Ich hoffe, dass der Knoten damit geplatzt ist“, verrät sie gegenüber WERDER.DE.

Mit nun acht Saisontreffern steht sie nicht nur mit dem restlichen Team an der Tabellenspitze der 2. Frauen-Bundesliga, sondern katapultierte sich auch an die Spitze der Torjägerinnen-Liste. „Mit dem Saisonstart können wir uns durchaus zufrieden schätzen. Wir sind auf einem guten Weg unser Ziel vom Wiederaufstieg zu erreichen“, so Cerci, die ergänzt: „Das stimmt uns alle froh, da wir nicht in die 2. Liga gehören.“

Viertel, Graffiti, Team

Damit die Treffsicherheit bei einer möglichen Rückkehr ins Oberhaus weiterhin gegeben ist, arbeitet sie hart an ihren Fähigkeiten. Schnelligkeit, Ehrgeiz, Torriecher – all das zeichnet Selina Cerci aus, die bereits früh auf dem Fußballplatz stand: „Mit 3 Jahren habe ich beim SV Friedrichsort angefangen. Mein großer Bruder hat damals dort auch gespielt. Er hat jedoch bald mit dem Fußball aufgehört. Ich bin aber am Ball geblieben, weil ich diesen Sport liebe.“

Eine besondere Beziehung hat die Vollblutstürmerin auch zum Viertel. Selina Cerci, die bereits in frühen Jahren das Elternhaus verließ und über Magdeburg und München den Weg zum SVW fand, sparziert gerne durch den Bremer Stadtteil und wirft dabei auch immer wieder mal ein Auge auf die Kunst, die es dort zu finden gibt.

"Die Graffitis, die man hier sehen kann, finde ich sehr beeindruckend. Ich selbst kann es zwar nicht, aber ich sehe es mir gerne an. Aber auch die Menschen machen das Viertel besonders. Ich fühle mich hier sehr wohl“, so Cerci.

Den Wohlfühlfaktor erlebt sie auch im Team. Dabei erinnert sie sich vor allem an ihren Start bei den Grün-Weißen im Sommer 2018, als sie sich in der Vorbereitung verletzte und länger ausfiel: „Die erste Zeit war schwierig, da ich erstmal raus war. Als ich dann auf dem Platz zurückgekehrt bin, fand ich mich aber schnell zu Recht. Fast so, als wäre ich nie weg gewesen. Da hat mir das Team sehr geholfen.“

 

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